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Ausgabe 132-4/2012

SCHATZRITTER

D'SCHATZRITTER AN D'GEHEIMNIS VUM MELUSINA

Produktion: Lucil Film / NEOS Film / Bavaria Film Partners / Screenvest / Perathon Medien; Luxemburg / Deutschland 2012 – Regie: Laura Schroeder – Buch: Stefan Schaller, Martin Dolejs, Oliver Kahl, Eileen Byrne – Kamera: Peter von Haller – Schnitt: Uta Schmidt – Musik: Natalia Dittrich – Darsteller: Anton Glas (Jeff), Luc Feit (Jeffs Vater), Thierry Koob (Leo), Lana Welter (Julia), Alexandra Neldel (Melanie), Ton Schon (Killer) Clemens Schick (Duc De Barry) u. a. – Länge: 101 Min. – FSK: ab 6 – Verleih: Farbfilm / 24 Bilder – Altersempfehlung: ab 10 J.

Jeff wohnt zusammen mit seinem überfürsorglichen Vater auf einem kleinen, abgelegenen Campingplatz nahe einer Burgruine, die seit Generationen im Besitz der Familie ist. Nachdem die Mutter vor Jahren auf mysteriöse Weise ums Leben kam, zogen die beiden auf Wunsch des Vaters aufs Land, um fernab der Großstadt ein zurückgezogenes und ruhiges Leben zu führen. Klar, dass sich der Elfjährige in der Einöde schnell furchtbar langweilt und mit der Zeit immer einsamer fühlt. Umso mehr freut es ihn, dass bald wieder die Sommerferien anstehen. Denn dann kommen sein bester Freund Leo und dessen Schwester Julia ihn für eine Woche auf dem Campingplatz besuchen. Kaum sind die beiden angekommen, machen die drei eine erstaunliche Entdeckung. Sie finden Hinweise auf den 1000 Jahre alten Schatz der sagenumwobenen Jungfrau Melusina, der sich wohl in unmittelbarer Nähe im Wald befinden soll. Wild entschlossen, das Geheimnis zu lösen und den verborgenen Schatz zu bergen, stürzt sich die Clique samt dem Jungen "Killer", der ebenfalls auf dem Campingplatz seinen Urlaub verbringt, in ein spannendes und gefährliches Abenteuer, bei dem sie selbst der rätselhafte Fluch, der sich um die geheimnisvolle Legende der schönen Meerjungfrau rankt, nicht davon abhalten kann. Als ein seltsamer Fremder auf dem Campingplatz erscheint und Interesse an der Familienburg zeigt, überschlagen sich die Ereignisse.

Basierend auf der Vorlage der Melusinensage und der Gründungssage Luxemburgs, inszenierte Regisseurin Laura Schroeder einen rasanten und packenden Abenteuerfilm für die ganze Familie. Die sympathischen Figuren zeichnen sich durch eine besondere Tiefe aus, durch die sie dem Zuschauer sofort ans Herz gehen. Insbesondere Anton Glas, der Jeff spielt, schafft es auf famose Art und Weise, einen Jungen darzustellen, der vor jugendlicher Neugierde zu platzen scheint und doch ständig in Konflikt mit seinem Vater gerät, der ihn vor der Welt beschützen will. Zusammenhalt und Selbstvertrauen sowie die Überwindung von Ängsten und vermeintlichen Schwächen sind zentrale Motive, die sich angenehm und subtil durch Schroeders Film ziehen.

Alexandra Neldel ("Verliebt in Berlin") als Jungfrau Melusina sowie Clemens Schick ("Casino Royale") runden die hervorragende Besetzung ab. Hervorzuheben sind auch die bildgewaltigen Aufnahmen der abwechslungsreichen Schauplätze, die "Schatzritter" zu einem fesselnden und rundum gelungenen Abenteuerfilm für Groß und Klein gestalten.

Thomas Künstle

Zu diesem Film siehe auch:
KJK 134-4/2013 - Interview - "Gegen den Werbedruck der Blockbuster kommen wir nicht an"

 

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Ausgabe 132-4/2012

 

Inhalt der Print-Ausgabe 132-4/2012|

Filmbesprechungen

DIE ABENTEUER DER KLEINEN GIRAFFE ZARAFA| DIE ABENTEUER DES HUCK FINN| BERG FIDEL – EINE SCHULE FÜR ALLE| BITTE BLEIB!| FESTUNG| ICE AGE 4 – VOLL VERSCHOBEN| DER KLEINE RABE SOCKE| LILLI| LOTTE UND DAS GEHEIMNIS DER MONDSTEINE| MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS| MIA UND DER MINOTAURUS| DER MONDMANN| OFF WHITE LIES| OH BOY| SCHATZRITTER| THE AMAZING SPIDER-MAN| TONY 10| WADJDA| WINTERDIEB|

Interviews

Bezançon, Rémi und Jean-Christophe Lie - Wir finden es absolut nicht in Ordnung, Tiere von einem Kontinent in den anderen zu verfrachten| Göhlen, Josef - "Wenn man Fernsehen für Kinder macht, muss man sich keine kurze Hose anziehen"| le Rega, Orchim und Gur Bentwich - Im richtigen Leben könnte ich meinem Dad nie sagen: ‘Ich liebe Dich’, aber …| Liimatainen, Kirsi Marie - "Entweder man schadet den anderen oder sich selbst"| Meier, Ursula - Alle meine Filme spielen an solchen "nowhere places"|

Hintergrundartikel

"Ich saß im verhangenen Auto und musste mit dem Team per Walky Talky kommunizieren"|

Kinder-Film-Kritiken

COOLE KINDER WEINEN NICHT| Eine Kurzfilm-Auswahl vom 35. Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS|


KJK-Ausgabe 132/2012

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