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Ausgabe 93-1/2003

SANTA CLAUSE 2 – EINE NOCH SCHÖNERE BESCHERUNG

THE SANTA CLAUSE 2: THE MRS. CLAUSE

Produktion: Boxing Cat / Outlaw / Walt Disney; USA 2002 – Regie: Michael Lembeck – Buch: Ken Daurio, Ed Decter, Cinco Paul, Don Rhymer, John J. Strauss – Kamera: Adam Greenberg, Craig Haagensen – Schnitt: David Finter, Edward A. Warschilka – Musik: George S. Clinton – Darsteller: Tim Allen (Scott Calvin/Santa Clause/Toy Santa Clause), Judge Reinhold (Neal), Wendy Crewson (Laura Miller), Elizabeth Mitchell (Carol Newman), David Krumholtz (Bernard), Peter Boyle (Father Time) u. a. – Länge: 105 Min. – Farbe, 35mm -FSK: ab 6 – Verleih: Buena Vista – Alterseignung: ab 10 J.

Ganze acht Jahre hat es gedauert, bis Hollywood sich entschieden hat, die Fortsetzung des Weihnachtsknüllers "Santa Clause" von 1995 auf den Markt zu bringen. Unter der Regie des Sitcom-Routiniers Michael Lembeck darf der US-Komiker Tim Allen diesmal in gleich drei Rollen schlüpfen, um den Kindern aller Altersstufen mit der neuen "Santa Clause "-Filmbescherung rund 100 Minuten Kurzweil zu bescheren.

Seit Scott Calvin vor acht Jahren zum Weihnachtsmann avancierte, gilt er als Bester seines Fachs. Doch plötzlich ziehen Wolken über seinem Reich am Nordpol auf. Ausgerechnet sein 16-jähriger Sohn Charlie ist auf der Liste der ungezogenen Kinder gelandet, weil er – von seinem Vater vernachlässigt – zu viele Streiche an der Schule verübt hat. Außerdem entdeckt ein Gehilfe in dem Vertrag des geschiedenen Weihnachtsmanns eine Klausel, die vorschreibt, dass er bis Heiligabend wieder eine Ehefrau gefunden haben muss, wenn er seinen Job behalten will.

Damit Scott mit seinem Rentier unbemerkt nach Hause reisen und seine Traumfrau suchen kann, erschafft er mit einer kuriosen Maschine eine Kopie von sich, die während seiner Abwesenheit in seinem Reich für Ordnung sorgen soll. Doch der Klon gerät außer Kontrolle und will in seinem Machthunger das Weihnachtsland mit einer Truppe von Nussknackern unter Kontrolle bringen. Zugleich muss Scott feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, auf die Schnelle eine heiratswillige Frau zu finden, auch dann, wenn man richtig verliebt ist.

Viele Köche verderben den Brei, heißt eine Redensart. Wenn gleich fünf Drehbuchautoren eine Story zweier weiterer Autoren bearbeiten, wird man schon hellhörig. Die Skepsis wird rasch bestätigt, versucht das überladene Skript doch gleich mehrere Handlungsstränge vom Vater-Sohn-Konflikt über die Partnersuche bis zum überirdischen Konkurrenzkampf unter einen Hut zu bringen. Leider kollidieren die Handlungselemente jedoch öfter miteinander als die düsentriebschnellen Rennschlitten des echten Weihnachtsmanns und seines eitlen Klons.

Am wirkungsvollsten entfaltet sich in dem kurzweiligen Weihnachtsspaß die hindernisreiche Romanze zwischen dem herzensguten Brautsucher und der charmanten, aber unterkühlten Lehrerin Charlies. Der Komiker Tim Allen und die aus der TV-Serie "ER" bekannte Elizabeth Mitchell absolvieren zur Belustigung der erwachsenen Zuschauer ebenso hübsche wie verklemmte Balzrituale. Teenager kommen dagegen eher bei den Eskapaden des halbwüchsigen Sohnemanns auf ihre Kosten, während die jüngsten Kinogänger mit fantasievollen Himmelsritten und überdrehten Rentierspäßen bei Laune gehalten werden.

Unterstützt von einem Visual Effects-Feuerwerk und etlichen animierten Tierpuppen zündet die turbulente Weihnachtskomödie bis zum unvermeidlichen Happy Ending jede Menge Gag-Knaller, wobei besonders bei der finalen Kinderrevolte gegen die Nussknackersoldaten sich der Eindruck festsetzt, dass weniger manchmal mehr sein kann.

Reinhard Kleber

 

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