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Ausgabe 129-1/2012

DIE ABENTEUER VON TIM UND STRUPPI – DAS GEHEIMNIS DER EINHORN

THE ADVENTURES OF TINTIN – SECRET OF THE UNICORN

DIE ABENTEUER VON TIM UND STRUPPI – DAS GEHEIMNIS DER EINHORN

Produktion: Columbia Pictures / Paramount Pictures / Amblin Entertainment / WingNut Films; USA / Neuseeland 2011 – Regie: Steven Spielberg – Buch: Steven Moffat, Edgar Wright, Joe Cornish, nach den Comics von Hergé – Kamera: Janusz Kaminski – Schnitt: Michael Kahn – Musik: John Williams – Darsteller: Jamie Bell (Tim), Andy Serkis (Kapitän Haddock), Daniel Craig (Red Rackham), Simon Pegg (Inspektor Thompson), Nick Frost (Thomson) u. a. – Länge: 107 Min. – Farbe – 3D – FSK: ab 6 J. – Verleih: Sony – Altersempfehlung: ab 10 J.

Eine Filmkritik zu "Jäger des verlorenen Schatzes", in der das erste Abenteuer von Indiana Jones mit den Comics des Belgiers Hergé verglichen wurde, soll Steven Spielberg auf die "Tim und Struppi"-Reihe aufmerksam gemacht haben. Nach drei weiteren Indiana-Jones-Filmen legt er nun seine eigene Adaption der Comics vor, die vor allem auf Handlungselementen der drei Bände "Die Krabbe mit den goldenen Scheren", "Das Geheimnis der Einhorn" sowie "Der Schatz Rackhams des Roten" basiert.

Ein altes Schiffsmodell bringt den Reporter Tim in Schwierigkeiten. Denn kaum hat Tim dieses auf einem Trödelmarkt erstanden, scharen sich auch schon andere Interessenten um ihn. Und kurze Zeit später wird sogar mehrmals in seine Wohnung eingebrochen. Als der junge Journalist mit den Nachforschungen beginnt, stößt er bald auf einen Mann namens Sakharin, der anscheinend hinter einem alten Piratenschatz her ist. Noch ehe sich Tim versieht, wird er schließlich entführt und eine Reise um die Welt beginnt, im Laufe derer er sich – natürlich immer in Begleitung seines treuen Terriers Struppi – auch mit dem bärbeißigen und trinkfreudigen Kapitän Haddock, dem Nachfahren eines legendären Piraten, verbünden wird.

Steven Spielberg inszeniert seine Comic-Adaption mit Hilfe der Performance-Capture-Technik. Indem der Film reale Schauspieler nur als Blaupause für die animierten Figuren einsetzt, gelingt ihm eine gute Mischung aus real wirkenden Bewegungen und abstrakter Comic-Ästhetik. Wenngleich die dreidimensionale Ebene und die rasanten Kamerafahrten immer wieder deutlich die Möglichkeiten der statischen, flächigen Vorlage überschreiten, kommt der Computeranimationsfilm dem Look der Originalfiguren durchaus nahe. Auch inhaltlich hält Spielberg sich an die Vorlage und macht keine Zugeständnisse in der Charakterisierung der Figuren. Kapitän Haddock, eine der beliebtesten Figuren der Serie, ist auch hier ein grundsymphatisches, aber ständig fluchendes und vor allem oft sturzbetrunkenes Raubein und Tim der neugierige Draufgänger, der nicht auf den Einsatz von Schusswaffen verzichtet. Die moralische Botschaft, die viele von Spielbergs Dramen durchzieht, bleibt zudem bis auf einen kurzen Dialog zwischen Kapitän Haddock und Tim angenehm nebensächlich. So steht das große Abenteuer im Vordergrund, das durch rasante Verfolgungsjagden an exotischen Schauplätzen und die große Zuneigung zu den Figuren bestimmt wird.

Stefan Stiletto

 

Bundesverband Jugend und Film e.V.DIE ABENTEUER VON TIM UND STRUPPI – DAS GEHEIMNIS DER EINHORN im Katalog der BJF-Clubfilmothek unseres Online-Partners Bundesverband Jugend und Film e.V.

 

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