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Ausgabe 88-4/2001

DR. DOLITTLE 2

DR. DOLITTLE 2

Produktion: Twentieth Century Fox / Davis Entertainment / Joseph M. Singer Entertainment; USA 2001 – Regie: Steve Carr – Buch: Larry Levin, nach den "Dolittle"-Geschichten von Hugh Lofting – Kamera: Daryn Okada – Schnitt: Craig Herring – Musik: David Newman – Darsteller: Eddie Murphy (Dr. John Dolittle), Kristen Wilson (Lisa Dolittle), Raven-Symone (Charisse Dolittle), Kyla Pratt (Maya Dolittle), Lil Zane (Eric) u. a. – deutsche Sprecher: Thomas Fritsch, Oliver Kalkofe, Vanessa Petruo, Kai Wiesinger, Erkan & Stefan – Länge: 82 Min. – Farbe – FSK: o. A. – Verleih: Fox (35mm) – Altersempfehlung: ab 6 J.

Getreu der alten Hollywood-Weisheit, dass aller guten – oder zumindest verkaufsträchtigen – Dinge mindestens zwei sind, ist Eddy Murphy drei Jahre nach seinem ersten Auftritt als "Dr. Dolittle" erneut in den Arztkittel gestiegen und präsentiert unter dem unspektakulären Titel "Dr. Dolittle 2" ein weiteres Abenteuer des Arztes, der mit Tieren sprechen kann.

Anstatt sich den Bedürfnissen seiner Familie widmen zu können – vor allem seine Tochter Charisse ist über Nacht erwachsen geworden, ohne dass er es bemerkt hätte – wird der gute Doktor nach wie vor auch im Privatleben ständig von Hilfe suchenden Tieren aufgesucht. Gerade hat Dolittle Charisse einen Europaurlaub versprochen, da lässt ihn der "Pate" des nahe gelegenen Waldes, ein alternder Biber mit der deutschen Stimme von Robert de Niro, zu sich rufen. Doch will der Boss den Doktor nicht etwa in finstere Machenschaften verwickeln, sondern eine solche verhindern. Üble Geldmacher wollen den Wald abholzen und den Tieren die Heimat rauben, die jetzt all ihre Hoffnung auf den Doktor setzen. Dieser wiederum hat nur eine Chance zu helfen: Er muss der letzten in der Region lebenden pazifischen Bärin ein Männchen besorgen, damit der Wald für die bedrohte Spezies wieder zum unverzichtbaren Lebens- und Vermehrungsraum wird. Doch der einzige Bär, dessen er habhaft werden kann, ist der Zirkusbär Archie, der genau so wenig auf ein Leben unter freiem Himmel brennt wie jeder andere verwöhnte Großstadt-Yuppie, und der sich reichlich zäh anstellt, bis er endlich in letzter Minute seine Zuneigung zu dem wilden Bärenmädchen entdeckt.

Richtete sich Teil 1 der Kinderbuchadaption sehr frei nach Hugh Lofting zwar eindeutig an Kinder, um gleichzeitig mit seinem arg schlüpfrigen Humor auch das erwachsene Begleitpersonal bei der Stange zu halten, so ist die Fortsetzung so brav geraten, dass sie wirklich nur noch als Kinderfilm annehmbar ist. Allzu schlicht ist seine Ökobotschaft, sind seine Bösewichte gestrickt, allzu kurz kommt der Humor – zumindest was seine menschlichen Charaktere angeht. Sehenswert dagegen die Tieraufnahmen, die zwar nicht ganz ohne Computeranimation auskamen, für die Tiertrainer Doug Seus aber einen echten Bären in die Rolle des Archie schlüpfen ließ. Und dieser unterhält sein kleines Publikum aufs Prächtigste.

Bärbel Schnell

 

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Ausgabe 88-4/2001

 

Filmbesprechungen

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