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Ausgabe 54-2/1993

Das kahle Gespenst

(Kinder-Film-Kritik zum Film DAS KAHLE GESPENST)

Ein Kinderfilmfest ohne dänischen Film ist kein Kinderfilmfest! Also war natürlich auch diesmal wieder ein dänischer dabei, wenn auch nur einer. "Das kahle Gespenst" wohnt im alten Schrank des Fischers Aron, der gestorben ist. Jasper ist so gut wie der einzige, der ihm richtig nachtrauert. Er ist es auch, der die Katze 'Prust' zu sich nimmt. Doch Maurice aus seiner Klasse schreibt ihm Drohbriefe, er werde diese "Hurenkatze" umbringen. Maurices Eltern sind reiche Spießer, der Vater Pfarrer, die Mutter Hausfrau (wie es sich gehört ...) Doch in dem geheimnisvollen Schrank, den kein Mensch aufbekommt, haust der Geist Innocence, der nachts aus dem Versteck austritt und in alter Mönchskleidung in einem Boot über einen benebelten Fluss fährt. Jasper freundet sich mit einem Mädchen aus der Klasse an (die allerdings schon 15 ist, wie die Regisseurin nachher zugab). Während Jasper bei der 'Hexenklaue' im Fluss oftmals um sein Leben kämpfen muss, weil er von Maurice reingeschubst wird, schaut sich der das vergnüglich an. Als Maurice wegen einer verlorenen Wetter selbst mal "baden" geht, muss Jasper ihn erstmal retten. Das Gute hilft dem Bösen ... Aber die Regisseurin Brita Wielopolska wollte das so. Schließlich ist es ein Märchen. Fazit: Für einen realen Film zu "gespenstisch". Für einen Horrorfilm zu märchenhaft und für einen Märchenfilm zu real. Und trotzdem ein guter Film.

Danny Ojala, 13. J.

 

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Ausgabe 54-2/1993

 

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