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Ausgabe 120-4/2009

"Ehrenschlingel 2009"

für besonderes Engagement um den deutschen Kinder- und Jugendfilm an Christel und Hans Strobel

Hintergrund

Im Rahmen des 14. Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum "Schlingel" in Chemnitz erhielten Christel und Hans Strobel am 8. Oktober 2009 aus den Händen der Festivalleiter Michael Harbauer und Sylvia Zimmermann den zum vierten Mal vergebenen "Ehrenschlingel".

Der Preis, der herausragende Leistungen für den Kinderfilm würdigt, ging nach Václav Vorlícek, Rolf Losansky und Uschi Reich nunmehr an zwei Persönlichkeiten, die nicht nur die "Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz" seit 1980 zu einem einmaligen Kompendium zum Thema Kinderfilm gemacht haben, sondern die als Impulsgeber, als Moderatoren und als beispielhafte Organisatoren die Entwicklung des Kinderfilms entscheidend beeinflusst haben.

Der Regisseur Helmut Dziuba hob bei seiner Laudatio auf der Festveranstaltung in den glanzvollen Räumlichkeiten des Museum Gunzenhauser insbesondere hervor, wie Christel und Hans Strobel vor und nach 1989 geschickt, mit Ausdauer und mit Erfolg, darum bemüht waren, das zusammen zu führen, was beiderseits der Elbe in der Kinder- und Jugendfilmszene zusammengehört. Im 20. Jahr des Mauerfalls ist das ein besonderes Kompliment mit großer politischer Bedeutung.

Vor den rund einhundert Festgästen verwies die ZDF-Redakteurin Dagmar Ungureit darauf, dass Christel und Hans Strobel im Verlaufe der Jahre mehr und mehr das Zentrum der "Kinderfilmfamilie" in Deutschland geworden sind. Der Regisseur Arend Agthe bestätigte dies in einem Grußschreiben auf besondere Weise und Dr. Uwe Rosenbaum vom Kuratorium Junger Deutscher Film untermauerte das, als er ausführlich die Bedeutung der "Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz" als verbindende Kommunikationsplattform hervorhob.

Christel und Hans Strobel haben von 1983 bis 2004 das Kinderfilmfest beim Filmfest München geleitet und sie betreuen bis heute das Kinderkino Olympiadorf/forum 2. Anlässlich der Preisverleihung in Chemnitz schrieb Julia Gebefügi, die heute bei einem Berliner Filmverleih arbeitet, Strobels Kinderkino sei ihr "Cinema Paradiso" gewesen. Vielleicht ist darin die schönste – bestimmt aber die optimistischste – Würdigung an die Preisträger zu sehen, weil es wunderbar zeigt, wie virulent deren Arbeit über die Generationen hinauswirkt.

Klaus-Dieter Felsman

 

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Ausgabe 120-4/2009

 

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Hintergrundartikel

"Ehrenschlingel 2009"|


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