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Ausgabe 108-4/2006

MORGEN, FINDUS, WIRD'S WAS GEBEN

TOMTEMASKINEN

MORGEN, FINDUS, WIRD'S WAS GEBEN

Produktion: TV-Loonland AG / Happy Life Animation AB / A. Film A/S; Deutschland / Schweden / Dänemark 2005 – Regie: Jørgen Lerdam, Anders Sørensen – Drehbuch: Torbjörn Jansson, nach dem Kinderbuch von Sven Nordqvist – Musik: Wolfgang Simm – Sprecher: Achim Höppner (Pettersson), Tobias John von Freyend (Findus), Michael Habeck (Weihnachtsmann/Postbote), Gerhard Jilka (Weihnachtsmannmaschine) u. a. – Länge: 74 Min. – Farbe – FSK: o. A. – Verleih: MFA+ FilmDistribution, Regensburg – Altersempfehlung: ab 5 J.

"Es schneite auf Petterssons Haus. Schon eine ganze Woche lang hatte es geschneit und jetzt lag eine weiße Decke auf dem Haus des Alten, dem Holzschuppen, dem Plumpsklo, dem Hühnerstall und dem Tischlerschuppen. Die Wiesen und Hügel rundum waren weiß und weich und es sah genauso aus, wie es aussehen muss, wenn bald Weihnachten ist." So beginnt das Buch "Morgen, Findus, wird's was geben" des Erfolgsautors und Zeichners Sven Nordqvist und genauso beginnt der neue Zeichentrickfilm gleichen Titels.

Mit einem geringelten Strickmützchen auf Kopf und Schwanz rodelt der kleine Kater Findus voller Begeisterung mit den Kindern des Dorfes. Doch dann hört er etwas von einem Weihnachtsmann, der zu jedem Kind kommt, und schon ist der Friede dahin. Von nun an ist für Findus Weihnachten ohne Weihnachtsmann kein Weihnachten, obwohl er all die Jahre davor immer mit dem liebenswert-schrulligen und ausgesprochen netten Pettersson wunderbar Weihnachten gefeiert hat und reichlich beschenkt wurde. Mit großen bittenden Augen ringt Findus dem Bastler und Erfinder Pettersson das Versprechen ab, dass dieses Jahr der Weihnachtsmann auch in ihr Häuschen kommt. Dem Alten wird von Tag zu Tag mulmiger. Fieberhaft überlegt er, was zu tun sei und kommt schließlich auf die Idee, eine mechanische Weihnachtsmannmaschine im zünftigen Gewand zu konstruieren. Unterdessen geschehen seltsame Dinge im Haus, die Hühner gackern und schwatzen, und die Mucklas, kleine freche Wesen, geistern im Haus herum und mopsen alles, was man dringend braucht. Niemand außer Findus – und die Kinozuschauer – kann sie sehen. Pettersson kann's nicht glauben, dass es so etwas gibt, genauso wenig wie er an den Weihnachtsmann glaubt.

Auf einem seiner Streifzüge durch den Schnee trifft Findus einen geschäftigen Postboten, der ziemlich weihnachtsmännisch daherkommt und genauso plötzlich wieder verschwindet. Am Heiligabend kommt es zur großen festlichen Überraschung, nicht nur für Kater Findus, sondern auch für Meister Pettersson, der seine Weihnachtsmannmaschine hinter der Tür lassen kann.

Das nette Kindervergnügen wurde von der TV-Loonland AG in Unterföhring bei München animiert, die sich im Presseheft als "international führendes Medienunternehmen mit Fokus auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Kinder- und Familienprogrammen" bezeichnet. Es geht um sogenannte Marken im Kinderbereich – wie eben Pettersson und Findus –, die Erfolg versprechen. Kurz, es kann gar nichts schief gehen bei der kindgerechten Buchvorlage und es geht auch nichts schief unter der Verantwortlichkeit der dänischen Regisseure Jørgen Lerdam und Anders Sørensen. Die Figuren sind liebenswert, lebendig. Im Gegensatz zu den Buchillustrationen ist der Strich einfacher, die Augen runder und insgesamt alles niedlicher. Die Geschichte ist aus einem Guss – das ist der Unterschied zu den beiden ersten Pettersson&Findus-Verfilmungen, die auf mehreren episodischen Abenteuern beruhten. Die Länge von 74 Minuten kommt auch jüngeren Kindern entgegen.

Gudrun Lukasz-Aden

 

Bundesverband Jugend und Film e.V.MORGEN, FINDUS, WIRD'S WAS GEBEN im Katalog der BJF-Clubfilmothek unseres Online-Partners Bundesverband Jugend und Film e.V.

 

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Ausgabe 108-4/2006

 

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Interviews

Krää , Gernot - Interview mit Gernot Krää zu "Paulas Geheimnis"| Palombo, Joel - "Ich möchte ein Kino, das zum Fragen herausfordert"| Proskar, Danielle - "Mit Kindern zu drehen ist sehr bereichernd – ein ständiger Sonnenschein am Set"| Rosslenbroich, Gabriele - "Wir sind überzeugt, dass man Kindern das Medium Film im Kino näher bringen muss"| Schardt, Andreas - "Für viele ist die Förderung durch das Kuratorium so etwas wie ein Gütesiegel"| Schwochow, Christian und Matthias Adler - "Man wacht morgens auf und dann ist eine Figur da – und die hieß ganz schnell Marta"| Stacke, Manuela und Katrin Milhahn - "Es gibt nicht viele Filme, die Kinder noch interessieren und trotzdem auch schön sind für Erwachsene" |


KJK-Ausgabe 108/2006

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