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Ausgabe 85-1/2001

MEIN HUND SKIP

MY DOG SKIP

Produktion: Alcon Entertainment; USA 1999 – Regie: Jay Russell – Buch: Gail Gilchriest, nach dem gleichnamigen Roman von Willie Morris – Kamera: James L. Carter – Schnitt: Harvey Rosenstock, Gary Winter – Musik: William Ross – Darsteller: Kevin Bacon (Jack Morris), Frankie Muniz (Willie Moris), Diane Lane (Ellen Moris), Luke Wilson (Dink Jenkins) u. a. – Länge: 95 Min. – Farbe – FSK: ab 6 – Verleih: Warner Bros. – Alterseignung: ab 8 J.

Das ewig beliebte Thema von der Freundschaft zwischen Mensch und Tier ist immer wieder für einen nostalgischen Familienfilm gut. Dieser spielt 1942 in einem beschaulichen hinterwäldlerischen Nest in Mississippi und lässt einen neunjährigen Jungen die volle emotionale Breitseite von der Widersprüchlichkeit menschlicher Gefühle und der konsequenten Entschlossenheit tierischer Liebe erleben. Dabei wendet sich Regisseur Jay Russell durch den Ernst seiner Inszenierung mehr an ein erwachsenes als an ein kindliches Publikum.

Die autobiografischen Erinnerungen von Willie Morris dienten dem Film als Vorlage und bürgen für eine zeit- und milieuatmosphärische Authentizität. Die Patina des Vergangenen gerät nie in die Nähe eines sentimentalen Pathos, lässt aber immer wieder an allen Ecken und Kanten ordnungsbewusst moralische Zeigefinger aufleuchten. Amerika ist im Krieg, schon während der Vorspanntitel sieht man Soldatenhelm, Hakenkreuz und "Gott mit uns"-Uniformgürtelkoppel. Verantwortung ist das große Stichwort: für die Familie, fürs Vaterland und eben auch für den Hund. Den bekommt der neunjährige Willie gegen den Willen des Vaters von der Mutter zum Geburtstag geschenkt. Der Papa will das sensible Einzelkind von allen möglichen leidvollen Lebenserfahrungen fernhalten, die Mama denkt pragmatisch realistisch an eine möglichst freie Entwicklung des Sohnes. Ohnehin hat der Junge keine Freunde und wird von rüpelhaften Schulkameraden gehänselt und herumstoßen. So wird der Hund, den er Skip nennt, auf Anhieb sein bester und absolut zuverlässiger Freund und hilft ihm auch noch entscheidend beim Footballspiel.

Die weit verbreitete Überzeugung, dass Tiere eben doch die besseren Menschen sind, vertritt Regisseur Russell mit eifriger Überzeugung, so dass er über seiner engagierten Erzählung den Humor zu kurz kommen lässt. Das ist schade, denn der wäre ein gutes sensibles Gegengewicht gewesen gegen die traumatischen Fronterfahrungen von Willies Vater und Sportlerfreund Dink. Immerhin: Wer als Kind einen Hund geschenkt bekommt, lernt viel über Freundschaft, Liebe und Tod, heißt es am Schluss des Films. Mag sein.

Frauke Hanck

 

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KJK-Ausgabe 85/2001

 

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