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Ausgabe 85-1/2001

"Prinzen und Prinzessinnen"

PRINCES & PRINCESSES

(Hintergrund zum Film PRINZEN UND PRINZESSINNEN)

Produktion: La Fabrique / KLes Armateurs / Studio O / Gebeka Films; Frankreich 1999 – Regie, Buch, Kamera: Michel Ocelot – Schnitt: Anita Vilfried, Michèle Péju, Dominique Leféver – Musik: Christian Maire – Länge: 70 Min. – Farbe – Vorführung der Originalfassung, deutsch eingesprochen – Silhouettenfilm – 35mm-Verleih: MFA – Altersempfehlung: ab 6 J.

Dokumentation der Filmvorführung (27.06.2000) beim 18. Kinderfilmfest München (Auszug)

Inhalt

Ein Mädchen und ein Junge treffen sich in einem Kino, an einem Ort der Verzauberung und Verwandlung. Mit Hilfe eines alten, arbeitslosen Bühnentechnikers inszenieren sie verschiedene Phantasiegeschichten. Sie entwerfen Kostüme und Frisuren und werden schließlich spielerisch zu Prinz und Prinzessin. Als Scherenschnittfiguren verschiedener Epochen und Kulturen erscheinen sie auf der Leinwand.

Erzählt werden sechs verschiedene Geschichten mit folgenden Titeln: 1. Die Prinzessin der Diamanten; 2. Die Geschichte vom Jungen und den Feigen; 3. Die Zauberin; 4. Der Mantel der alten Dame; 5. Die grausame Königin und der Faboludompteur; 6. Prinz und Prinzessin.

Jede Geschichte verzaubert den Zuschauer aufs Neue, immer wieder wacht man in einer neuen Welt auf. Die sechs Geschichten entführen den Zuschauer in die Schönheit des alten Ägyptens, in die Fremde des fernen Japan, in die Romantik des Mittelalters, aber auch weit in die Zukunft – ins Jahr 3000. Der Regisseur Michel Ocelot beweist seinen Ideenreichtum in jeder Geschichte. Gekonnt, gewitzt, moralisch, aber ohne den Zeigefinger zu erheben, schafft er es immer wieder sein Publikum für die neue Geschichte zu begeistern. Jede Geschichte ist ein abgeschlossenes, vollkommenes Ganzes, ein Gemälde von unübertrefflicher Schönheit.

Reaktionen während der Vorführung

Das Publikum ist begeistert, es lacht, es applaudiert. Besonders durch die letzte Geschichte hat der Regisseur die Zuschauer in seinen Bann gezogen. Durch einen Kuss der Prinzessin verwandelt sich der Prinz gegen alle Grimm'sche Logik in einen Frosch, der nun wieder von der Prinzessin geküsst und so in den Prinzen zurückverwandelt werden möchte. Da es der Prinzessin graust und sie sich weigert den Frosch zu küssen, springt dieser mit einem Satz an ihre Lippen – die Prinzessin wird zur Schnecke. Das Spiel geht noch eine ganze Zeit lang so weiter, die Helden werden zu den gegensätzlichsten Partnern der ganzen Tierwelt, zu Floh und Nashorn, zu Giraffe und Dackel ... Die Verwandlung endet in einem modernen und witzigen Rollenspiel, die Prinzessin ist der Prinz und der Prinz die Prinzessin. Jeder fühlt sich in seiner neuen Rolle nicht ganz wohl, wobei sich die echte Prinzessin sehr über die Frau-Rolle ihres Prinzen amüsiert und sich weigert, in die Ausgangsrollen zurückverwandelt zu werden.

Zu Ende der Vorführung wurde der Film von Michel Ocelot durch lautes Applaudieren des Publikums gewürdigt. Die Kinder bemängelten nur, dass die deutsche Einsprache schlecht zu verstehen war, da der Originalton parallel mitlief. Die beiden französischen Familien im Publikum beschwerten sich andererseits darüber, dass der Originalton zu leise war, die deutsche Einsprache nur störend und ihre Kinder von dem Film eigentlich kaum etwas verstanden haben. Es wurde vorgeschlagen, diese Verständnisschwierigkeiten das nächste Mal mit Kopfhörern zu beheben.

Verwendbarkeit des Films für die Kinderkulturarbeit

Ein Mädchen schrieb über den Film: "Ich fand die Kostüme schön. Witzig. Die Silhouetten sind spitze. Es sind auch gute Ideen. Es ist gut mit diesen Maschinen, die einem das Kostüm machen. Die Diamantentropfhöhle ist phantastisch. Es sind auch tolle Hintergründe. Einfach toll – der ganze Film." Die 61 Filmbesucher stimmten mit ihrer Eintrittskarte wie folgt ab: 54 Zuschauern hat der Film sehr gut gefallen, vier Zuschauer fanden ihn gut, drei mittelmäßig und keiner schlecht. Bei einer anderen Vorführung war das Ergebnis noch eindeutiger – alle Besucher fanden den Film sehr gut. Der Film ist sehr gut für Kinderkinoarbeit geeignet, da er auf jegliche Gewaltszenen verzichtet. Der Film ist einfallsreich, fordert die Phantasie der Kinder, weckt in ihnen neue Ideen. Es ist ein Animationsfilm, der für Kinder jeden Alters geeignet ist.

Nina Tremmel

 

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