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Ausgabe 88-4/2001

JURASSIC PARK 3

JURASSIC PARK III

Produktion: Amblin Entertainment / Universal; USA 2001 – Regie: Joe Johnston – Buch: Peter Buchman, Alexander Payne, Jim Taylor – Kamera: Shelly Johnson – Schnitt: Robert Dalva – Musik: John Williams, Don Davis – Darsteller: Sam Neill (Dr. Alan Grant), Tea Léoni (Amanda Kirby), William H. Macy (Paul Kirby), Trevor Morgan (Eric Kirby), Laura Dern (Dr. Ellie Sattler), Mark Harelik (Ben) u. a.- Länge: 92 Min. – Farbe – FSK: ab 12 – Verleih: UIP (35mm) – Alterseignung: ab 14 J.

Der Dinosaurier-Experte und Hochschuldozent Dr. Alan Grant hat von den Riesenechsen die Nase voll, seit er vor acht Jahren bei seiner letzten Begegnung mit den wiederbelebten gefräßigen Urviechern auf der Insel Nublar knapp mit dem Leben davon gekommen ist. Als jedoch die Gelder für seine Ausgrabungen knapp werden und ein reiches Ehepaar ihn für einen Besichtigungsflug über die zweite Dino-Insel Isla Sorna anheuern will, sagt er nach anfänglichem Zögern zu. Auf keinen Fall will Grant aber dort landen. Gegen seinen Willen passiert aber genau das. Das Ehepaar Kirby, das sich als geschieden erweist, sucht dort nach seinem 14-jährigen Sohn Eric, der bei einem Parasailing-Trip mit dem neuen Lebensgefährten seiner Mutter auf der unter Quarantäne stehenden Insel verschollen ist. Dort haben sich die freigesetzten Echsen inzwischen frei entfalten können. Bei der unkoordinierten Suche nach dem Jungen muss Grant feststellen, dass die gefräßigen T-Rex bei weitem nicht die schlimmsten Urzeitraubtiere sind.

Für den dritten "Jurassic Park"-Streich übergab Produzent Steven Spielberg den Regiestab an Joe Johnston, der bereits bei dessen Abenteuerfilm "Jäger des verlorenen Schatzes" (1981) als Visual Effects Art Director mitwirkte und dafür einen Oscar gewann. Die neuen Abenteuer von Sam Neill & Co führen das Erfolgsrezept clever fort. Natürlich war es bei der dritten Folge der Dino-Saga nach dem Bestseller von Michael Crichton schwer, mit den beiden ersten "Jurassic Park"-Filmen mitzuhalten. Doch Spielberg und sein Regisseur haben sich achtbar aus der Affäre gezogen. Der geradlinig erzählte Abenteuerfilm variiert geschickt Stoff und Erzählmuster der Vorgängerproduktionen, ohne sonderlich viel Neues zu bieten. Immerhin attackieren die Urzeitviecher diesmal nicht nur auf dem Land, sondern auch aus der Luft und unter Wasser.

Für jüngere Zuschauer hat Johnston das Identifikationspotenzial erheblich erweitert, steht Eric doch in größeren Teilen des Plots im Mittelpunkt. Dabei schlägt sich der clevere Junge gut getarnt und mit viel Einfallsreichtum wie ein moderner Robinson Crusoe durch den Dschungel, stets auf der Hut vor den gefräßigen Riesendinos. Der 14-jährige Trevor Morgan bewältigt die Aufgabe souverän, wobei ihm etliche Auftritte in Filmen wie "The Sixth Sense", "The Rookie" und "The Patriot" zugute kommen. Mel Gibsons Filmsohn überzeugte im letztgenannten Film auch Steven Spielberg. Hauptdarsteller Sam Neill erledigt seine Aufgaben mit einer gewissen Routine, während sich Tea Léoni und William H. Macy als zerstrittenes Ehepaar amüsant-bissige Dialoggefechte liefern. Bei der Exposition sollte man allerdings nicht so genau hinschauen: Dass Grant nach seinen schrecklichen Erlebnissen auf der Insel Nublar sich von einem fetten Scheck so leicht zu einem neuen Horror-Trip verleiten lässt, überschreitet jeden gesunden Menschenverstand.

Größter Positivposten der aufwändigen Produktion sind die exzellenten Visual Effects, die unter Leitung von Jim Mitchell wieder in der Trick-Schmiede ILM von George Lucas entstanden. Vom Feinsten sind auch die animatronischen Live Action-Dinofiguren, für die abermals Stan Winston verantwortlich zeichnet. Der Paläontologe Jack Horner stellte die Übereinstimmung der Filmdinos mit den historischen Fakten sicher, zumal der neu eingeführte Spinosaurus noch blutrünstiger und gewaltiger ist als der T-Rex.

Unübersehbar hat sich seit "Jurassic Park 1" der Stand der Technik deutlich weiter entwickelt, so dass die Echsen noch lebensechter über die Leinwand toben. Die Action-Szenen, die noch ein Quäntchen dichter gepackt sind als in Teil 1 & 2, werden übrigens zum Vergnügen des Publikums von einem hübschen Running Gag aufgelockert, der mit einem klingelnden Satellitentelefon zusammenhängt.

Reinhard Kleber

 

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