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Ausgabe 93-1/2003

HARRY POTTER UND DIE KAMMER DES SCHRECKENS

HARRY POTTER AND THE CHAMBER OF SECRETS

HARRY POTTER UND DIE KAMMER DES SCHRECKENS

Produktion: Heyday Films / 1492 Pictures / Warner Bros.; USA 2002 – Regie: Chris Columbus – Drehbuch: Steve Kloves, nach dem gleichnamigen Roman von Joanne K. Rowling – Kamera: Roger Pratt – Schnitt: Peter Honess – Musik: John Williams – Darsteller: Daniel Radcliffe (Harry Potter), Rupert Grint (Ron Weasley), Emma Watson (Hermine Granger), Kenneth Branagh (Gilderoy Lockhart), Robbie Coltrane (Rubeus Hagrid), Richard Harris (Prof. Albus Dumbledore), Maggie Smith (Prof. Minerva McGonagall), Alan Rickman (Prof. Severus Snape) u. a. – Länge: 158 Min. – Farbe, 35mm – FSK: ab 6 – Verleih: Warner Bros. -Altersempfehlung: ab 10 J.

In der Fortsetzung der "Harry Potter "-Reihe beginnt das zweite Ausbildungsjahr des Ausnahmeschülers Harry in der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei sofort mit Gefahren und Abenteuern. Der geheimnisvolle Haus-Elf Dobby warnt Harry vor einer schlimmen Intrige, die ihn in der Schule erwartet und sorgt dafür, dass Harry und sein bester Freund Ron mit illegalen Mitteln – einem fliegenden Auto – rechtzeitig zum Unterricht eintreffen. In Hogwarts beginnt ein unheimliches Wesen, Schüler und Tiere anzugreifen und auf magische Weise in Stein zu verwandeln. Weder der weise Schulleiter Dumbledore noch der neue Professor für die Abwehr der dunklen Künste können die Gefahr bannen. Um die Schule vor der drohenden Schließung zu bewahren, nehmen Harry, Ron und ihre gemeinsame Freundin Hermine den Kampf gegen die finstere Macht auf, die die Tore der Kammer des Schreckens geöffnet hat.

Als erste Kinogänger weltweit kamen die deutschen Fans in den Genuss des zweiten "Harry-Potter "-Teils. Selbst in Großbritannien, wo die Verfilmung des zweiten Buches aus der Bestsellerreihe von Joanne K. Rowling entstand, lief der Fantasy-Film über den tapferen Kampf des jungen Zauberschülers gegen eine finstere Macht erst einen Tag später an. In Deutschland brachte der Verleih Warner den Film wie schon den ersten Teil mit der imposanten Zahl von rund 1200 Kopien in die Kinos und belegte damit jede vierte deutsche Kinoleinwand. Knapp 2,5 Millionen Zuschauer strömten am Startwochenende in die hiesigen Kinos, was nur knapp hinter dem Ergebnis von "Harry Potter und der Stein der Weisen" in 2001 lag. Weltweit hatte der erste Potter-Film rund 970 Millionen Dollar an den Kinokassen eingespielt.

Musste Regisseur Chris Columbus im ersten Potter-Film erst einmal den familiären Hintergrund vorstellen und Figuren und Schauplätze etablieren, so kann er sich im zweiten Teil sofort ins Abenteuer stürzen. Dementsprechend bietet der zweite Potter-Streich deutlich mehr Action und Spannung. Aber auch die Lacherquote fällt diesmal um einiges höher aus. Dafür sorgen schon die lockeren Sprüche des Hitzkopfs Ron, vor allem aber die witzigen Auftritte des Shakespeare-Spezialisten Kenneth Branagh, der mit viel Charme aus der Rolle des supereitlen Professors Lockhart brillante Funken der Selbstironie schlägt.

Das junge Hauptdarstellertrio spielt dank des Erfahrungszuwachses aus Teil eins deutlich besser und bildet mit der erstklassigen Riege der erneut eingesetzten Profi-Schauspieler ein geschlossenes Ensemble. Allerdings werden die Potter-Fans künftig auf die souveränen Auftritte des kürzlich verstorbenen Richard Harris als Leitfigur Dumbledore verzichten müssen. Ein würdiger Nachfolger wird noch gesucht. Fortschritte sind in dem abermals weitgehend der Buchvorlage folgenden Fantasy-Film bei der Tricktechnik zu vermelden. So werden die Computereffekte bei einer atemberaubend schnellen Verfolgungsjagd auf dem Quidditch-Spielfeld, bei einer Exkursion in eine Furcht erregende Spinnenhöhle und natürlich beim packenden Showdown in der Kammer des Schreckens weit wirkungsvoller und technisch präziser in den Dienst der Story gestellt. Für amüsante Unterhaltung sorgen auch die anarchisch agierenden Wurzelwichtel oder der schrille Heuler-Brief.

Allerdings sind die Begegnungen Harrys mit der peitschenden Weide und der bösen Monsterschlange so gruselig gestaltet, dass die Freigabe ab sechs Jahren für die jüngeren Kinobesucher gewagt erscheint. Eine Begleitung durch Eltern oder erwachsene Bezugspersonen kann nur nachdrücklich empfohlen werden. Für die übrigen Zuschauer bietet "Potter II", von der Hollywood-typischen gefälligen Entschärfung des Endes abgesehen, Kino-Entertainment auf Top-Niveau, das mühelos über 158 Minuten trägt. Während kulturkritische Geister bereits die Nähe der Zaubereinsätze von Harry & Co. zu James Bonds Gadget-Armada rügen, werden sich Pädagogen und besorgte Eltern durch das klare Plädoyer für Toleranz gegenüber vermeintlich Minderwertigen beruhigt fühlen.

Reinhard Kleber

 

Bundesverband Jugend und Film e.V.HARRY POTTER UND DIE KAMMER DES SCHRECKENS im Katalog der BJF-Clubfilmothek unseres Online-Partners Bundesverband Jugend und Film e.V.

 

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