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Ausgabe 93-1/2003

VIER FREUNDE UND VIER PFOTEN – EIN TIERISCHES ABENTEUER

Produktion: Perfect Film / Saxonia Media Produktion, in Co-Produktion mit X Filme Creative Pool; Deutschland 2002 – Regie: Gabriele Heberling – Buch: Markus Steffi – Kamera: Michael Berti – Schnitt: Simone Klier – Darsteller: Alexander Gaul (Alexander), Kai-Michael Müller (Robby), Martha Reckers (Hedwig), Nicole Müller (Lilly), Martin Semmelrogge (Hausmeister Franz Bommer) u. a. – Länge: 79 Min. – Farbe, 35mm – Verleih: X-Verleih -Altersempfehlung: ab 6 J.

Sie sind so eine richtige Kinderbande wie aus dem Bilderbuch: der zehnjährige Robby, der gerade mit seinen Eltern in einen nicht gerade heimeligen Mietsblock gezogen ist, der gleichaltrige Nachbarssohn Alexander und seine Schwester Hedwig, im Schlepptau die erst vierjährige Schwester Lilly. Das Quartett macht schnell den gemeinsamen Feind aus, den ewig schimpfenden Hausmeister Franz Bommer, der nur nach einem Grund sucht, sich aufzuplustern und die Kids bei den Eltern anzuschwärzen. Als das Quartett sich mal wieder überlegt, was man alles so anstellen kann, entdecken sie einen süßen kleinen Hund im Supermarkt, der Gummibärchen klaut. Bei der Verfolgungsjagd landen sie in einer alten Villa, die gehört dem Vierbeiner mit dem schönen Namen Mozart, Erbe des Vermögens seines verstorbenen Frauchens. Für ein gutes Hundeleben sorgt die "Perle" Mimi, die den enterbten Sohn Titus mit Misstrauen beäugt. Mit Recht. Der perfide Wrestler will an Schmuck, Geld und Villa. Um das Tier aus dem Weg zu räumen, muss er erst einmal die Haushälterin schachmatt setzen. Mit einer angesägten Leiter kein Problem. Die Kids finden die Verletzte und alarmieren die Feuerwehr. Jetzt müssen sie noch dafür sorgen, dass Mozart nicht dem bösen Titus in die Hände fällt, der ihn abmurksen möchte. Ein amüsantes und spannendes Abenteuer nimmt seinen Lauf. Natürlich kriegt der hinterhältige Titus am Ende die gerechte Strafe.

In Zusammenarbeit mehrerer Autoren und Dramaturgen entstand das endgültige Skript, das Lebensrealität widerspiegelt, aber auch kindliche Fantasiewelt. Ohne mit dem Zaunpfahl zu winken, thematisiert die Regisseurin auch soziale Gegebenheiten wie Arbeitslosigkeit oder Wohnverhältnisse und übt ganz nebenbei "Fernsehkritik". Es geht um Zivilcourage und darum, wie Kinder lernen, sich solidarisch zu verhalten und durchzusetzen – auch gegen die eigenen Eltern. Den vier jungen Darstellern ist die mangelnde Erfahrung kaum anzumerken. Sie stehen zwar erstmals vor der Kamera, kennen sich aber schon lange, Kai-Michael und Nicole Müller sind sogar Geschwister. So gehen die "kleinen Strolche" locker miteinander um.

Zuallererst ist "Vier Freunde und Vier Pfoten" ein Abenteuerfilm analog den Geschichten der früheren "Fünf-Freunde"-Bücher aus den 50er- und 60er-Jahren: Eine Kindergruppe löst mit Witz und Grips detektivisch einen Fall, den die Erwachsenen nicht begreifen (wollen). Da wird in schönster Manier der (bewusst überzeichnete) Hausmeister auf die Schippe genommen, da zieht der Sohnemann den Stecker raus, wenn der Papa fernsieht, werden kleine Lügen ausgeheckt, wenn man nachts auf die Pirsch geht und die Mütter nichts wissen dürfen. Kinder sollten sich amüsieren, vor allem deshalb, weil ihre Altersgenossen auf der Leinwand den Erwachsenen immer einen Schritt voraus sind und sie mit List und Tücke täuschen. Und dass die Vierjährige durch Klugheit und Umsicht ihre Kumpel rettet, ist ein Zeichen für Mädchenpower auch bei den ganz Kleinen. Ein Vergnügen bereitet der Gastauftritt von Ex-Boxer Axel Schulz als "Monster Man", der dem Wrestler Titus Mores lehrt.

Margret Köhler

 

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