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Ausgabe 117-1/2009

DIE DREI ??? – DAS VERFLUCHTE SCHLOSS

THE THREE INVESTIGATORS AND THE SECRET OF TERROR CASTLE

Produktion: Studio Hamburg International Production / Two Oceans Production; Deutschland 2009 – Regie: Florian Baxmeyer – Drehbuch: Philip LaZebnik, Aaron Mendelsohn, basierend auf dem Roman von Robert Arthur – Kamera: Peter J. Krause – Schnitt: Ueli Christen – Musik: Annette Focks – Darsteller: Chancellor Miller (Justus Jonas), Nick Price (Peter Shaw), Cameron Monaghan (Bob Andrews), Annette Kemp (Caroline), Axel Milberg (Justus' Vater) u. a. – Farbe – Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany – Altersempfehlung: ab 10 J.

Justus sitzt nachdenklich an der kalifornischen Rocky Beach und schaut aufs Meer, als ihn eine SMS erreicht: "Dringend. Code rot. Schrottplatz." Das muss man ihm nicht zweimal sagen. Aber dort ist niemand. Nur der Zuschauer sieht im Hintergrund die anderen beiden Detektive Bob und Peter mit ihren Freunden herumwuseln, auch ein alberner Clown kommt ins Bild. Justus lässt die für ihn inszenierte Geburtstagsüberraschung platzen, spielt nicht mit, möchte nicht feiern. Seit acht Jahren nicht mehr, als seine Eltern auf einer Reise tödlich verunglückten.

Und schon sind wir mitten drin in einem neuen Abenteuer der drei jugendlichen Ermittler aus Amerika, die jeden noch so komplizierten Fall lösen. Der Clown macht sich verdächtig, flieht und verliert dabei ein Videoband, auf dem nur Fragmente zu sehen sind, ganz offensichtlich eine verschlüsselte Botschaft von Justus' Eltern an den Jungen. Der kleine Bob, das Technik-Genie, sieht mehr als alle anderen. Die Spur führt in das verwunschene Schloss des längst verstorbenen Erfinders Terrill, das irgendwo in der nordkalifornischen Wildnis versteckt liegt. Kurz vor dem Ziel vertreibt ein finsterer Sheriff die drei Detektive – kein Grund für sie zur Umkehr und bald stehen sie vor dem bedrohlich wirkenden Schloss. Peter möchte gleich wieder weg, Bob drängt es auch nicht, aber Justus spürt einen Sog, muss das Rätsel um den Tod seiner Eltern lösen. Ängstlich folgen die beiden ihrem Anführer ins Innere des Schlosses, in dem es wie von Geisterhand spukt – ist es wirklich Terrills Geist, der die Fäden in der Hand hält? Und was hat das hübsche Mädchen Caroline, das offensichtlich in anderen Sphären lebt und übersinnliche Kräfte hat, damit zu tun? Fragen über Fragen. Es wird immer dramatischer und geheimnisvoller. Die Jungen werden verfolgt, geraten in Lebensgefahr, laufen voller Grausen davon. Und kehren doch wieder um, um hinter das Geheimnis des unter Dampf stehenden, explosiven Spukschlosses zu kommen. Die drei Jungen beweisen, dass es keine Geister gibt und zeigen, dass ihnen die Freundschaft wichtiger ist als alle Diamanten.

Seit der ersten Verfilmung "Die drei ??? und das Geheimnis der Geisterinsel" (siehe KJK 112/4-2007) sind die Detektive etwas älter geworden, aber man nimmt ihnen ihre Mission noch ab. Auch der neue Film entstand nach Motiven des amerikanischen Autors Robert Arthur, dem Schöpfer von "The Three Investigators". Nach dessen Tod wurde die Jugendbuchreihe von verschiedenen Autoren mit Billigung der Erben fortgeschrieben. Das Team des ersten Films, den 910.000 Zuschauer in Deutschland sahen, bewährt sich auch im zweiten, dem noch eine weitere Fortsetzung folgen soll. Dem Regisseur Florian Baxmeyer ist es gelungen, eine eigene "Drei ???"-Welt zu schaffen, in der die Jungen sich frei und selbstbestimmt bewegen, nicht von Schul- und anderen Pflichten belästigt werden. Wo sich Erfindergeist ungebremst von anfallenden Kosten entwickeln kann – ganz wie bei Joachim Masanneks "Wilden Kerlen". Und auch "Pippi" lässt grüßen.

Die Jungen spielen sich ins Herz der Zuschauer. Der Film ist spannend, gruselig, gibt den Kindern aber auch Zeit, sich wieder zu erholen und neue Ideen zu entwickeln. Der Plot ist kompliziert, aber das macht nichts, die Kraft liegt in den einzelnen Szenen, die die 'drei Fragezeichen' zu bestehen haben. Am Ende siegen die Logik und die Freundschaft. Die gelungene orchestrale Filmmusik rundet das Kinoerlebnis ab. Wir empfehlen den Film ab 10 Jahren, weil die Erfahrung des ersten gezeigt hat, dass Acht- bis Neunjährige – vorzugsweise Mädchen – die Spannung nur schwer aushalten können und sich ziemlich gruseln.

Gudrun Lukasz-Aden

 

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