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Ausgabe 120-4/2009

ICE AGE 3 – DIE DINOSAURIER SIND LOS

ICE AGE. DAWN OF THE DINOSAURS

Produktion: Blue Sky Studios; USA 2009 – Regie: Carlos Sadanha – Buch: Michael Berg, Peter Ackerman, Mike Reiss, Yoni Brenner – Musik: John Powell – dt. Sprecher: Otto Waalkes (Sid) u. a. – Länge: 96 Min. – Farbe – FSK: o. A. – Verleih: Twentieth Century Fox – Alterseignung: ab 8 J.

Die alten Helden sind wieder unterwegs. Die Mammuts Manny und Ellie, das Faultier Sid, der Säbelzahntiger Diego und natürlich auch Scrat, der erneut nichts anderes im Sinn zu haben scheint als leckere Haselnüsse – bis plötzlich diese verführerische, großäugige und Wimpern klimpernde Artgenossin auftaucht und der Himmel voller Geigen hängt. Ein Rock-Klassiker erklingt und Scrat absolviert in bester Busby-Berkeley-Tradition einen seiner komischen Parforceritte, für die das Publikum ihn so liebt ...  7,3 Millionen Besucher lockte "Ice Age" allein in Deutschland an, 8,7 gar die Fortsetzung "Ice Age 2 – Jetzt taut's". Keine Frage, ein weiteres Sequel war da so sicher wie einst das Ende der Eiszeit. Und auf die folgten bekanntlich die Dinosaurier – oder war es anders herum? Egal. Jetzt heißt's "Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los" und das weist sogleich auf den verstärkten Artenreichtum hin, der diesmal Regisseur Carlos Saldanhas animiertes Imperium bevölkert.

Dabei sieht zunächst alles ganz normal aus. Würden da nicht Manny und Ellie einen Mini-Mammut erwarten, was den Papa in spe förmlich an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringt. Diego, der sich ob so viel Familienglück vernachlässigt fühlt, trägt sich mit dem Gedanken, den Clan zu verlassen, um nicht zu "soft" zu werden. Sid wiederum greift selbiges Problem offensiv an: Er beschließt, eine eigene Familie zu gründen. Kurzentschlossen eignet er sich dazu drei scheinbar herrenlose Dino-Eier an, aus denen bald drei schnuckelige T-Rex-Junge schlüpfen, die Sid in der Folge als Vegetarier großzuziehen versucht. Wie auch deren stattliche Mama, was zu den merkwürdigsten Verwicklungen führt.

Aber bevor die Fleischfresserin Sid als einen der ihren annimmt, gibt es zahllose Abenteuer zu bestehen, bei der jede Menge Action angesagt ist. Die findet primär in einer Art Unterwelt statt, in einem Reich unterm Eis, in das Mama Rex Sid verschleppt hat und wohin die Ice Age-Bande aufbricht, um ihren Kumpel zu retten. In diesem für kleine Kinder etwas arg gruseligen Schattenreich taucht die interessanteste neue Figur auf: Buck, ein wortgewandtes, im Original britisch parlierendes Wiesel. Eine Mischung aus Pirat und Fremdenführer, das rechte Auge von einer grünen Augenklappe verdeckt, versucht er, ganz Melvilles Ahab verpflichtet, einen furchteinflößenden Baryonyx zu jagen, mit dem er eine Rechnung offen hat. Beim Stichwort Jagd darf Diego nicht vergessen werden, der inzwischen etwas an Kurzatmigkeit leidet, mit der Fitness kämpft und in der furiosen Eröffnungssequenz einen Rehbock verfolgt – 3D-technisch so perfekt gestaltet, dass man meint, auf dem Rücken der Raubkatze zu sitzen und mit ihr zu schwitzen.

Der Rest ist altbekannt: Eine Mischung aus Tempo und gutem Comedy-Timing, aus flotter Musik und zündenden Einzeilern. Die vier Drehbuchautoren, unter ihnen die einschlägig vorbelasteten Michael Berg und Peter Ackerman, haben ein loses, episodenhaftes Skript verfasst, das von Augenblicken lebt und sich nicht wirklich zum großen Ganzen fügt. Besonders kurzweilig sind, neben Scrats bereits erwähnten Musicaleinlagen, die zahllosen Anspielungen auf diverse Hollywood-Klassiker. Vergnügliche 96 Kinominuten sind garantiert – doch wer auf Originalität hofft, wird das Lichtspieltheater eher enttäuscht verlassen.

Thomas Lassonczyk

 

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