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Ausgabe 123-3/2010

DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT

HOW TO TRAIN YOUR DRAGON

DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT

Produktion: DreamWorks Animation / Mad Hatter / Vertigo Entertainment; USA 2010 – Regie und  Buch: Dean Deblois, Chris Sanders, nach einem Roman von Cressida Cowell – Schnitt: David Teller – Musik: John Powell – Länge: 98 Min. – Farbe – FSK: ab 6 – FBW: besonders wertvoll – Verleih: Paramount – Altersempfehlung: ab 8 J.

Eines steht momentan felsenfest. Mit 3D-Filmen lässt sich derzeit der große Reibach machen. Man denke nur an den Fox-Überflieger "Avatar" oder die Disney-Produktionen "Oben", "G-Force – Agenten mit Biss" und "Alice im Wunderland". In diesem Konzert der Großen will natürlich auch Paramount mitspielen und hat das DreamWorks-Animationsabenteuer "Drachenzähmen leicht gemacht" ins Rennen geschickt. Dabei lässt sich durchaus darüber diskutieren, ob der Film der beiden "Lilo & Stitch"-Regisseure Dean Deblois und Chris Sanders unbedingt in 3D hätte produziert werden müssen, halten sich doch die spektakulären Effekte in Grenzen. Unstrittig ist jedoch alles andere an diesem Werk, das auf einzigartige Weise einen spannenden Plot mit stimmigen Figuren und großartigem Humor verbindet. Die Story entführt uns nach "Wickie und die starken Männer" einmal mehr zu den Wikingern. Doch im Gegensatz zu Michael Bully Herbigs vergleichsweise harmlosem Kassenknüller hat dieser Film einen ganz besonderen Clou zu bieten: nämlich eine kunterbunte, kuriose Mischung unterschiedlichster Drachenarten, die den unbesiegbar erscheinenden Männern mit den unverkennbaren Hörnerhelmen die Hölle heiß macht.

Ganz konkret bedrohen die feuerspeienden, furchteinflößenden Fabeltiere gerade die kleine Insel Berk. Dort lebt der mächtige Wikingerhäuptling "Haudrauf der Stoische", ein berühmter Drachentöter, der diese Kunst unbedingt an seinen Sohn weitergeben will. Doch leider bringt der schmalbrüstige Hicks, der den etwas unpassenden Namen "der Hüne" trägt, wenig Talent für die Jagd und vor allem das Morden mit. Als die Heimatinsel von einer gigantischen Drachenplage bedroht wird, gelingt es ihm allerdings mit wenig Muskelkraft, aber umso mehr Köpfchen, einen sogenannten Nachtschatten, den gefährlichsten seiner Art, zu besiegen. So weit so gut – wäre da nicht das pikante Problem, dass sich Hicks mit dem Nachtschatten nach und nach anzufreunden beginnt. Ein schweres und unverzeihliches Wikinger-Vergehen, das Vater Haudrauf keinesfalls dulden kann …

Was Deblois und Sanders in der Folge zeigen, ist ein Meisterstück klassischer Kinounterhaltung, die mit dem Charme von "E.T." und der Abenteuerlust von "Fluch der Karibik" betört. Dabei überzeugen sowohl frische, zeitgemäße Dialoge unter den überwiegend jugendlichen Protagonisten als auch der Spaßfaktor, der durch pfiffige Oneliner ebenso generiert wird wie durch wohldosierte Slapstickeinlagen. Selten hat man so viele liebevoll ausgearbeitete Drachenfiguren auf einem Haufen gesehen, und bei den, nicht ganz ernst zu nehmenden, Kämpfen zwischen Mensch und Tier fühlt man sich in die Zeit der Gladiatoren zurückversetzt. Zudem besitzt Nachtschatten, fälschlicherweise "Ohnezahn" genannt, genau die richtige Mischung aus bösartigem Saurier und niedlichem Schmusekätzchen und der junge Hicks passt perfekt als schüchterner Pazifist, der mit seiner Aufgabe wächst und am Ende auch noch die kesse Astrid abkriegt. Bleibt noch positiv die deutsche Synchronisation zu erwähnen, die dem einen oder anderen Wikinger zwar einen allzu friesisch herben Dialekt aufoktroyiert hat, bei allen anderen aber – etwa dank Tatort-Kommissar Dominic Raacke als Haudrauf oder "Rock It!"-Hauptdarsteller Daniel Axt als Hicks – wunderbar funktioniert.

Thomas Lassonczyk

 

Bundesverband Jugend und Film e.V.DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT im Katalog der BJF-Clubfilmothek unseres Online-Partners Bundesverband Jugend und Film e.V.

 

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KJK-Ausgabe 123/2010

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