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Ausgabe 123-3/2010

FRECHE MÄDCHEN 2

Produktion: Ulrich Limmer Produktion / Constantin Film; Deutschland 2010 – Regie: Ute Wieland – Buch: Maggie Peren – Kamera: Peter Przybylski – Schnitt: Dunja Campregher – Musik: Stefan Ziethen – Darsteller: Emilia Schüle (Mila), Selina Shirin Müller (Hanna), Henriette Nagel (Kati), Jonathan Beck (Markus), Vincent Bruder (Tobi), Ben Unterkofler (Branko), Christina Peifer (Vanessa), Armin Rhode (Mathelehrer Rumpelstilzchen), Barbara Schöneberger und Matthias Brandt (Katis Eltern) u. a. – Länge: 96 Min. – Farbe – FSK: o. A. – Verleih: Constantin Film – Altersempfehlung: ab 10 J.

Die erste Szene zeigt Mila von oben, wie sie heulend auf dem Schulklo sitzt. Hanna und Kati, ihre besten Freundinnen, wollen nichts mehr von ihr wissen und Markus, die erste große Liebe, hat sich ebenfalls entfernt. Noch vor zwei Monaten sah die Welt ganz anders aus: Mila hat Markus, Kati hat Tobi, Hanna hat Branko. Und die drei Freundinnen, die "frechen Mädchen", haben sich. Eine Chorreise in den Osterferien ist angesagt, mit dem Bus von Wuppertal in die bayerische Bergwelt. Markus kann nicht mit, weil er auf dem Reiterhof arbeiten muss. Und ausgerechnet Vanessa, die sexy Oberzicke, wird in seiner Nähe sein. In Mila kriecht Eifersucht hoch. Bei Kati läuft auch einiges aus dem Ruder. Ihre Mutter verkündet die Trennung, weil der Vater sich eine zwanzig Jahre Jüngere angelacht hat. Einfach lächerlich und peinlich. Katis Männerbild bekommt einen gewaltigen Riss. Sie schaut Tobi mit anderen, sehr skeptischen Augen an. Und Hanna, schlecht im Rechnen, dafür herausragend in Musik, ist mit Branko aneinander geraten, weil der ihr Image in Richtung sexy ändern möchte.

Die Reise steht unter keinem guten Stern, denn anstelle der beliebten Klassenlehrerin reist ausgerechnet Mathelehrer Rumpelstilzchen mit. Der hat mit dem schülerverstehenden Musiklehrer Klein genauso wenig am Hut wie mit den Jugendlichen. Denen nimmt er erst mal die Handys ab. Wäre gar nicht nötig gewesen, weil in den Bergen auf der einsamen Hütte sowieso kein Empfang ist. Was Mila zur Verzweiflung bringt. Wie soll sie ohne Handy ihre Beziehung klären? Dann setzen sich Mila und Kati nach München ab zu einem Fotoshooting, bei dem Kati ziemlich untergeht, bis der Womanizer Robert auftaucht. In der Hütte ist die Hölle los. Als Robert mit seinem Landrover vorfährt, dem Kati und Mila entsteigen, bekommt Rumpelstilzchen einen cholerischen Anfall, den er in Alkohol an der Seite von Musiklehrer Klein ertränkt – mit interessanten Spätfolgen. Zurück in Wuppertal nimmt das Gefühlschaos seinen Lauf. Kati lässt sich von Robert den Kopf verdrehen, Mila zickt weiter rum und Hanna zweifelt stark an Branko. Und schließlich verkrachen sich auch noch die besten Freundinnen. Siehe erste Szene. Doch die Schulabschlussfeier, auf die alle hinarbeiten, gerät zum mitreißenden musikalischen Finale, zu einem Triumph für die Freundschaft und die Liebe. Ein Happy End für alle Beteiligten.

Ging es im ersten Film noch um die Suche nach "Mr. Right", behandelt der zweite die Beziehungen zwischen Jungs und Mädchen. Für die Mädchen erweist sich die Liebe als ein fragiles, höchst kompliziertes Gebilde mit Stolpersteinen und Fallstricken, die Jungs sind klarer in ihren Gefühlen, wissen was sie wollen. Und verstehen die Mädchen nicht mehr. Also ganz wie im richtigen Leben – Ute Wieland (Regie) und Maggie Peren (Drehbuch) haben die Geschichte und ihre Protagonisten im Griff, mit sicherem Gespür für die kleinen und großen Gefühlsverwirrungen, basierend auf den Buchvorlagen der ehemaligen Frauenbeauftragten Bianka Minte-König. Hier ist es mal umgekehrt – nicht ein Buch wurde verfilmt, sondern das Drehbuch dient Minte-König als Vorlage für einen neuen Roman.

Wie in den Serials der "Wilden Kerle" und "Wilden Hühner" wurde auch bei den "Frechen Mädchen" das Personal des ersten Films komplett für die Fortsetzung engagiert. Eine gute Entscheidung, denn warum sollte man ein Erfolgsteam auswechseln? Hanna, Kati und Mila sind allerdings herangereift – nicht nur im Film. Regisseurin Ute Wieland: "Vor zwei Jahren waren sie unbewusster und verspielter. Jetzt gehen die Mädchen viel analytischer ran an ihre Rollen. Sie fordern mehr ein, gehen psychologischer vor." Was kein Nachteil ist. Mit "Freche Mädchen 3" ist stark zu rechnen …

Gudrun Lukasz-Aden

 

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