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Ausgabe 130-2/2012

JANOSCH – KOMM, WIR FINDEN EINEN SCHATZ

Produktion: Papa Löwe Filmproduktion; Deutschland 2011 – Regie: Irina Probost – Buch: Nana A. Meyer, nach Janoschs Kinderbuch "Komm, wir finden einen Schatz" – Schnitt/Postproduction Supervisor: Peter Heynen – Musik: Marius Ruhland – Länge: 75 Min. – Farbe, 3D – FSK: ohne Altersbeschränkung – Verleih: MFA+ FilmDistribution e.K. – Altersempfehlung: ab 5 J.

Strahlend blauer Himmel, saftig grüne Wiesen und knallig gelbe Sonnenblumen – der neue Animationsfilm nach einer weiteren Vorlage des begnadeten Zeichners und Autoren Janosch versetzt uns gleich mit den ersten Bildern in wunderbar relaxte Sommerferienstimmung. Doch Irina Probost, ihres Zeichens Gründerin und Leiterin der Papa Löwe Filmproduktion, setzt in ihrer zweiten Regiearbeit nach "Die Tigerentenbande – Der Film" nicht nur auf eitel Sonnenschein und die beliebten Janosch-Figuren wie kleiner Tiger und kleiner Bär, sie macht aus der im Titel schon vorgegebenen Schatzsuche auch ein durchaus spannendes Abenteuer, in der die Protagonisten einsame Nächte am Lagerfeuer in der Wüste überstehen müssen und in den gefährlichen Tintensümpfen beinahe von Krokodilen gefressen werden. Natürlich werden diese spannenden Sequenzen recht kurz gehalten, um die kleine Kinoklientel, also Kindergartenkids, die meist das erste Mal im Kino sitzen, nicht zu sehr zu verstören. Und auch die Bösewichte – ein schlitzohriger Hund namens Kurt, der knurrt, und der Kater Gokatz, der sich für den größten Detektiv der Welt hält – sind letztendlich gar nicht so böse, wie es zunächst den Anschein hat.

Um aus der in 75 Minuten kurz und knapp erzählten Geschichte zusätzlich Tempo herauszunehmen, trennt Probost die einzelnen Szenen durch weiche Schwarzblenden. So hat der Nachwuchs etwas Zeit, um sich auf das nächste Kapitel einzustellen. Wie es sich für einen Janosch-Film gehört, dominieren liebevolle Details wie drei gackernde Hühner, die den affektierten Gokatz hofieren, Bienen, die zu Dartspfeilen umfunktioniert werden, oder ein Auto, unter dessen Motorhaube zwei Hasen sitzen und von dort aus für die Fahrgeräusche sorgen. Hinzu gesellt sich netter Wortwitz, der auch Erwachsene zum Schmunzeln bringt, und klassischer Slapstick, der immer für einen Lacher gut ist. Während die Synchronisation Höhen und Tiefen aufweist – Stefan Raabs ProSieben-Sidekick Elton passt perfekt als knurrender Kurt, aber Ex-Schlagerstar Michael Schanze legt seinen kleinen Bären viel zu übertrieben kindlich an –, verdient sich der Soundtrack von Marius Ruhland ein Sonderlob, mit seinen mächtigen Score-Kompositionen macht er aufregende Momente noch aufregender und fröhliche Situationen noch fröhlicher. Und wenn dann zum großen Finale in der Eiswüste (an "Ice Age" kommt heutzutage leider niemand vorbei) der Goldschatz in den Untiefen einer Gletscherspalte verschwindet, wird jedem klar: Nicht der materielle Wert, sondern die Freundschaft, die man auf dieser gemeinsamen Suche gefunden hat, ist es, was letztlich zählt. Und das macht vor allem den anfangs so einsamen Hasen Jochen Gummibär, der auf keinen Fall ein falscher Hase sein will, sehr glücklich. Der Film wird auch in 3D angeboten, eine Bewertung dazu entfällt, da in der Pressevorführung die 2D-Fassung gezeigt wurde.

Thomas Lassonczyk

 

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KJK-Ausgabe 130/2012

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