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Ausgabe 135-3/2013

ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH 2

Bild: ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH 2
© Universal Pictures

DESPICABLE ME 2

Produktion: Illumination Entertainment; USA 2013 – Regie: Chris Renaud, Pierre Coffin – Buch: Ken Daurio, Cinco Paul – Schnitt: Gregory Perler – Musik: Heitor Pereira, Pharrell Williams – Länge: 98 Min. – Farbe – 3D – FSK: o. A. – Verleih: Universal – Altersempfehlung: ab 8 J.

Der ehemalige Superschurke Gru ist seriös geworden. Er kümmert sich nun liebevoll um seine drei Adoptivtöchter Margo, Edith und Agnes. So tritt der Familienvater in der idyllischen Vorstadt auch schon mal als Prinzessin verkleidet auf einem Kindergeburtstag auf. Zudem muss er sich einer aufdringlichen Nachbarin erwehren, die ihn mit ihren Freundinnen verkuppeln will. Ansonsten tüftelt er mit dem Wissenschaftler Dr. Nefario im Kellerlabor seiner Villa an der Herstellung einer neuen Marmelade, wobei hunderte Minions helfen, putzige gelbe Zwerge, die stets zu Streichen aufgelegt sind. Doch dann tritt die spindeldürre Agentin Lucy Wilde im Auftrag einer Anti-Verbrecher-Liga an Gru heran. Mit seinen Fähigkeiten soll er helfen, einen Bösewicht aufzuspüren, der mit einem riesigen Magneten ein komplettes Forschungslabor samt einem Serum, das jede Kreatur in eine Killermaschine verwandeln kann, gestohlen hat. Besonders fies: Der Schurke hat ausgerechnet eine große Zahl der lustigen Minions in eine Armee von violett gefärbten Monstern mit Strubbelhaaren und Riesenzähnen verwandelt. Gru nimmt die Ermittlungen auf und stößt rasch auf einen Verdächtigen – den totgeglaubten Verbrecher El Macho.

Die Minions sind zurück! Die kleinen gelben Chaoszwerge, die mit ihrem anarchischen Aktionismus schon im ersten Animationsfilm vor allem die jungen Kinogänger begeisterten, dürfen nun in noch größerer Zahl über die Leinwand toben und Streiche aushecken. Schließlich haben die quirligen Dreikäsehochs maßgeblich zum Erfolg des 3D-Animationsfilms beigetragen, der vor drei Jahren mit einem globalen Einspiel von rund 540 Millionen Dollar zu einem der erfolgreichsten Animationsfilme der US-Kinogeschichte aufstieg. Die putzigen Minions mit ihrem infantilen Gekicher gehörten schon im Originalfilm des französischen Regieduos Pierre Coffin und Chris Renaud neben dem exzentrischen Helden, einem spitznasigen Schurken mit goldenem Herzen, zu den großen Pluspunkten. Konsequenterweise haben die Filmemacher die Rolle der gelben Wichtelchaoten, die eine lustig klingende, unverständliche Kunstsprache namens Minionese sprechen, im neuen Film deutlich aufgewertet. Andererseits gewinnt Gru an charakterlicher Differenzierung, weil man spürt, dass bei ihm trotz väterlicher Schutzgefühle und romantischer Aufwallungen unter der Oberfläche noch immer Ehrgeiz und Missgunst pulsieren, etwa wenn er einen Gefrierstrahl einsetzt, um einen jungen Verehrer seiner pubertierenden ältesten Adoptivtochter schachmatt zu setzen.

Auch wenn die Fortsetzung nicht ganz an die Originalität des ersten Films und auch nicht an die Herzenswärme der besten Pixar-Filme heranreicht, so bietet "Ich – Einfach unverbesserlich 2" allemal genug Einfälle, Gags und subversiven Humor für einen unterhaltsamen Kinobesuch. Erneut kombinieren die Regisseure geschickt und temporeich, aber ohne künstliche Hektik, munteren Slapstick mit exzellentem Character Design, so dass alle auf ihre Kosten kommen. Während die kleinen Zuschauer vor allem über die frechen Minions lachen, können sich Erwachsene über Anspielungen auf Spionagefilme amüsieren und über die Ungeschicklichkeiten Grus, der als allein erziehender Vater eine Frau an seiner Seite gut gebrauchen kann und als verliebter Geck ins Fettnäpfchen tritt. Da der Film viel mit pointierter Situationskomik arbeitet, können Jung und Alt auch oft gemeinsam lachen. Dass sich am Schluss die Ereignisse überschlagen, nutzen die Regisseure geschickt, um zu kaschieren, dass hier so mancher Erzählstrang nicht zu Ende geführt wird. Dennoch sollten Kinogänger nicht zu früh aufstehen: Im Abspann gibt es eine vergnügliche Zugabe!

Reinhard Kleber

 

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