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Ausgabe 137-1/2014

FÜNF FREUNDE 3

Bild: FÜNF FREUNDE 3
© Constantin

Produktion: Sam Film / Constantin; Deutschland 2013 – Regie: Mike Marzuk – Buch: Peer Klehmet, Sebastian Wehlings, nach der Buchreihe "Fünf Freunde" von Enid Blyton – Kamera: Philip Peschlow – Schnitt: Tobias Haas – Musik: Wolfram de Marco – Darsteller: Valeria Eisenbart (George), Quitin Oettl (Julian), Justus Schlingensiepen (Dick), Neele-Marie Nickel (Anne), Davina Weber (Joe), Michael Fitz (Quentin Kirrin), Nora von Waldstätten (Cassi), Michael Kessler (Nick), Sky DuMont (Mr. Haynes) u. a. – 95 Min. – Farbe – FSK: ab 6 – Verleih: Constantin – Alterseignung: ab 8 J.

Was bei den "wilden Kerlen" fünf Mal auf kommerzieller Ebene funktioniert hat, das haut auch bei den "fünf Freunden" mindestens drei Mal hin. So gesehen darf die zweite Fortsetzung nach den Jugend-Bestsellern von Enid Blyton als sichere Bank bezeichnet werden. Schließlich konnten alle Schlüsselpositionen – von der Produktion über die Regie bis hin zu den nicht mehr ganz so jungen Hauptdarstellern um Valeria Eisenbart (als das Mädchen George) – mit dem erfolgsverwöhnten "winning team" besetzt werden. Und auch inhaltlich achtete Mike Marzuk darauf, dass alles beim Alten bleibt. Das bedeutet: An einem exotischen Urlaubsort (Thailand stand als Location Pate) werden die Freunde statt anvisiertem Ausspannen in ein großes Abenteuer hineingezogen. Aufregung gibt es dabei im Minutentakt, sei es nun in Form eines schwarzen (!),  mehr grinsenden als zähnefletschenden Hais, einem Schiffswrack mit gruseligem Piratenskelett, einer Indiana-Jones-mäßigen Höhle samt gigantisch glitzerndem Schatz oder durch den Biss des gefährlichen blauen Waldläufers, der Julian fast das Leben kostet. Allerdings weicht die Spannung im Verlauf der Handlung immer mehr der Komik, wobei nicht immer ganz klar ist, ob diese unfreiwillig oder absichtlich daher kommt. Spaßig ist in jedem Fall ein kesser Kakadu, der mit dreisten Sprüchen nervt und wegen einer Weizenunverträglichkeit gerne mal seinen Mageninhalt auf menschlichen Häuptern entleert. Ebenfalls komisch sind die Besitzer des seltsamen Vogels, das von Michael Kessler mit Vokuhila-Frisur und Nora von Waldstätten als zickige Hexe mit wachsweißer Haut gespielte Gaunerpärchen, die sehr zur Freude des jungen Publikums kein Fettnäpfchen unbetreten lassen. Deren gute schauspielerische Leistung lässt die Defizite bei den Jungdarstellern, die im Vergleich zu den Vorgängerfilmen wenig bis gar keine Fortschritte gemacht haben, noch etwas eklatanter erscheinen. Allerdings haben die Drehbuchautoren Peer Klehmet und Sebastian Wehlings ihnen auch unfassbar simpel strukturierte Dialoge in den Mund gelegt und somit wenig Weiterentwicklung zugelassen. Das ist auch nicht zwingend notwendig, denn so können sich Blyton-Fans bei bekanntem, vorhersehbarem Plot (Sky DuMont will als Bösewicht ein Eingeborenendorf zwecks Gewinnmaximierung platt machen) ganz auf die Schauwerte mit malerischen Buchten wie in "The Beach", die schönen Strandstimmungen mit fliegenden Lampions am Abendhimmel und jugendgerechte Action wie eine rasante Tuktuk-Verfolgungsjagd konzentrieren.

Thomas Lassonczyk

 

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