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Ausgabe 73-1/1998

PIPPI LANGSTRUMPF

PIPPI LANGSTRUMPF

Produktion: AB Svensk Filmindustri / TCF-Trickompany / Nelvana / Iduna Film; Schweden / Deutschland 1997 – Regie: Clive Smith – Buch: Catharina Stackelberg, nach Astrid Lindgrens Büchern – Animation & Design: Frank Nissen, Paul Bolger, Robin Budd, Bill Giggie, Ute von Münchow-Pohl – Art Director: Clive Powsey, Christoph Baum – Musik: Anders Berglund – dt. Synchronstimmen: Ilona Schulz (Pippi Langstrumpf), Karsten Otto (Tommy), Marie Luise Schramm (Annika), Jessica Rameik (Frau Prysselius) u. a. – Länge: 75 Min. – Farbe – FSK: o. A. – Verleih: Columbia TriStar (35mm) – Alterseignung: ab 6 J.

Pippi reist mit Papa über die sieben Weltmeere, allen Gefahren trotzend. Sie hat die ganze Welt schon gesehen, mit Löwen in der Serengeti getanzt, mit Tigern gespielt. Fröhlich singt sie im Titelsong von ihren Abenteuern, der in den Refrain mündet: "Ich tu das, was mir gefällt. Und dann werden Wunder wahr ..." Natürlich gefällt ihr nicht, dass Papa bei einem gewaltigen Sturm über Bord geht und alle Rettungsversuche vergeblich sind. Aber Pippi ist sicher, dass Papa nicht ertrinken, nicht zu Mama verschwinden wird, die bereits ein Engel ist.

Also kehrt sie vergnügt in ihre Villa Kunterbunt zurück, bringt das Haus auf Vordermann, begleitet von ihren Haustieren "Kleiner Onkel", einem großen gutmütigen Pferd, und Herrn Nielsson, einem putzigen Äffchen. Für die Nachbarskinder Tommy und Annika beginnt mit Pippis Erscheinen ein kunterbuntes Leben. Der Dorfschullehrerin verschlägt's die Sprache, dass dieses ungebändigte Kind weder lesen noch schreiben kann und dass ihm das gar nichts ausmacht. Frau Prysselius, respektierte wie gefürchtete Frau im Dorf, will das Chaos beenden und das vermeintlich elternlose Mädchen in ein Kinderheim stecken. Pippi argumentiert kess: "Hier ist ein Kinderheim. Denn ich bin Kind und hier ist mein Heim." Donner-Karlsson und Bloom, zwei grobschlächtige tollpatschige Räuber, Kling und Klang, zwei liebenswerte vertrottelte Polizisten, können Pippis selbst bestimmtes Leben ebenso wenig ernsthaft gefährden wie das überraschende Auftauchen ihres Papas. Da Pippi niemanden weinen sehen kann, erst recht nicht ihretwegen, entscheidet sie sich, in der Villa Kunterbunt zu bleiben, bei ihren neu gewonnenen Freunden Tommy und Annika.

Die Geschichte von Astrid Lindgren ist bekannt, die Filme mit Inger Nilsson in der Hauptrolle ebenso. Pippi ist heute wie damals populär und heiß geliebt, nicht nur von kleinen Mädchen. Gegen das Buch und die Spielfilme hätte eine animierte neue Pippi echte Chancen, hat sie aber nicht. Sie sieht zwar genauso aus wie die "richtige" Pippi: rote abstehende Zöpfe, ein buntes Kittelchen, geringelte ungleiche Strümpfe, Sommersprossen im Gesicht. Sie ist genauso fröhlich-anarchisch und genauso frei. Und doch ist diese Pippi eine einzige Behauptung, Pippi zu sein – ständig und lautstark, mit nervenden Songs von der Freiheit, in der sie lebt, mit einer Synchronstimme, die nichts von dem entwaffnenden Charme der von Astrid Lindgren entworfenen Figur vermittelt.

Die neue Pippi ist in der Hamburger TCF-Trickompany mit großem Aufwand entstanden, über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren, mit 120.000 Zeichnungen und Folien. Mit der Trickompany ist der Name Michael Schaack verbunden, der für Filme wie "Kleines Arschloch" steht und "Werner – das muss kesseln".

"Pippi – das muss krachen" – so könnte der Arbeitstitel für diesen neuen Zeichentrickfilm geheißen haben. Wir sind gespannt, ob diese Pippi in die Herzen der kleinen Zuschauer findet.

Gudrun Lukasz-Aden

 

Bundesverband Jugend und Film e.V.PIPPI LANGSTRUMPF im Katalog der BJF-Clubfilmothek unseres Online-Partners Bundesverband Jugend und Film e.V.

 

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KJK-Ausgabe 73/1998

 

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