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Ausgabe 74-2/1998

MÄUSEJAGD

MOUSEHUNT

Produktion: Dreamworks; USA 1997 – Regie: Gore Verbinski – Buch: Adam Rifkin – Kamera: Phedon Papamichael – Schnitt: Craig Wood – Musik: Alan Silvestri – Darsteller: Nathan Lane (Ernie Smuntz), Lee Evans (Lars Smuntz), Vicki Lewis (April Smuntz), Maury Chaykin (Alexander Falko), Christopher Walken u. a. – Länge: 97 Min. – Farbe – FSK: ab 6 – Verleih: UIP (35mm) – Alterseignung: ab 10 J.

Dass Mäuse kleine, vor allem aber clevere Plagegeister sind, weiß jeder, der sich nach nächtlichen Begegnungen der dritten Art in der eigenen Küche schon einmal gezwungen sah, einen solchen unerwünschten Mitbewohner wieder loszuwerden. Da es noch keine Selbsthilfegruppen für Mäusegeschädigte gibt, springt Hollywood jetzt in die Bresche und bläst auf der Leinwand zur "Mäusejagd".

Dabei ist es dem schrulligen Brüderpaar Ernie und Lars Smuntz eigentlich völlig egal, wer oder was in der verlotterten Villa sein Unwesen treibt, die ihr nicht minder schrulliger Vater ihnen als einziges Erbe neben einer museumsreifen Schnurfabrik hinterlassen hat. Doch dann stellt sich heraus, dass das Gebäude ein verschollen geglaubtes Bauwerk des berühmten Architekten LaRue ist – und den millionenschweren Bietern, die den Brüdern plötzlich die brüchige Tür einrennen, kann man unmöglich eine Maus zumuten. Das denken sich jedenfalls die beiden und sinnen auf Abhilfe. Doch vom Mausefallendomino über die verhaltensgestörte Killerkatze bis hin zum Kammerjäger mit Hang zu leichten Übertreibungen will keines ihrer Mittel wirken. Denn diese Maus unterscheidet sich nicht von ihren Artgenossen – sie ist einfach schlau. So schlau, dass sie den Brüdern Smuntz schließlich eine völlig neue Zukunft eröffnet, nachdem sie sie erfolgreich an den Rand des Nervenzusammenbruchs getrieben hat.

Man nehme eine reichliche Dosis "Casper", würze sie mit Elementen der "Addams Family", garniere mit dem schwarzen, etwas surrealen Look der Filme Tim Burtons und lasse das Ganze mit erlesenen Darstellern aufgehen. Nathan Lane ("The Birdcage"), Lee Evans ("Funny Bones") und Christopher Walken (in einer hinreißenden Selbstparodie) lassen sich nach Herzenslust von ihrem graufelligen Mitbewohner an der Nase herumführen und aufs Kreuz legen, während sich dieser nach bester "Babe"-Manier in die Herzen der Zuschauer spielt: Zwar sind die Zutaten, aus denen Werbefilm-Veteran Gore Verbinski sein Spielfilm-Debüt gemixt hat, nicht wirklich neu, doch sein Rezept funktioniert, und das Ergebnis ist ein herzhafter Snack für die ganze Familie.

Bärbel Schnell

 

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