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Ausgabe 15-3/1983

"Hänsel und Gretel"

(Hintergrund zum Film HÄNSEL UND GRETEL – 1954)

Inhalt

Lotte Reiniger erzählt das Märchen von Hänsel und Gretel auf ihre typische Weise – Vor einem großen Wald, am Rande einer zum Spielen einladenden Wiese, steht das Häuschen, in dem die Kinder zusammen mit den Eltern wohnen. Eines Tages vergessen sie die Ermahnungen der Mutter. Ganz ins Spielen vertieft, laufen sie einem munteren Eichhörnchen nach. Von Reh und Hase begleitet, geraten sie immer tiefer in den Wald hinein und stehen plötzlich vor dem Kuchen- und Zuckerhaus der Hexe. Mit ihrem Zauberstock verzaubert sie die Kinder, so dass sie den Garten des Hexenhauses nicht mehr verlassen können. Gretel muss arbeiten, und Hänsel wird zu einer Gans in den Käfig gesperrt, um gemästet zu werden. In dieser ausweglosen Lage entdeckt Gretel das Eichhörnchen. Sie beschließen, sich zu wehren. Gretel, das Eichhörnchen und die Gans versuchen, die Hexe zu überwältigen. Ihr Zauberstock wird zerbrochen, und damit löst sich die Hexe samt Hexenhaus in nichts auf. Hänsel und Gretel und die Gans werden vom Eichhörnchen durch den Wald zurückgeführt. Glücklich schließen die besorgten Eltern ihre Kinder wieder in die Arme.

Bei den Brüdern Grimm

kennen sich zumindest einige Kinder aus. Es fällt also nicht schwer, in einem Gespräch herauszuarbeiten, was "falsch" oder "anders" ist: Da ist keine besorgte Mutter, sondern die böse Stiefmutter, welche die Aussetzung der Kinder veranlasst. Warum eigentlich? Der herzensgute Vater kann sich hier kein Gehör verschaffen. Warum eigentlich? Die Kinder finden zurück und werden dann wieder ausgetrieben. Ob sie jemals zurückfinden? Die Hexe hat den zwielichtig-bösen Ton der Stiefmutter, und als sie im Backofen verbrennt, stirbt zugleich die Stiefmutter. Das schneeweiße Vöglein und das Entchen besorgen die Heimkehr zum Vater: "Da hatten alle Sorgen ein Ende, und sie lebten in lauter Freude zusammen."

Wer sich selber, die Kinder und die Märchen besser verstehen will, der muss spätestens hier zur Märchenliteratur greifen. Preiswert und aus psychoanalytischer Sicht anregend ist die Taschenbuchausgabe von Bruno Bettelheim: Kinder brauchen Märchen.

Nach dem Film (Methodisch-didaktische Hinweise)

Die Nachbereitung des Films hängt allein vom Einfallsreichtum der Zuständigen ab. Während des Vergleichens kann man z. B. auch ins Nachdenken geraten über das Elternverhalten. Oder man kann das Lied von Hänsel und Gretel singen. Natürlich kann man wie immer malen. Eine große Malaktion ist ebenso möglich wie das bescheidenere Arbeiten mit Wachsmalfarben und DIN A 3- oder DIN A 4-Blättern. Beides kann zu einer kleinen Ausstellung führen. Man kann die Bildgeschichte auch als Scherenschnittfolge machen lassen. Ein Schattenspiel zum Film bietet sich an. Man kann nach genauem Plan nachspielen oder die freie Gestaltung vorziehen. Auch dies kann dazu führen, dass man anderen vorspielt. Wer sich einen besonderen Jux erlauben will, der lasse sich auf vergnügliche Weise von Hans Traxler "Die Wahrheit über Hänsel und Gretel" (Rowohlt-Taschenbuch 5092) anregen. Es kann Spaß machen, ein Hexenhaus zu bauen – es auszugraben, ist aber ebenso lustig und aufregend wie z. B. die Suche nach den Kieseln, die Hänsel zur Markierung seines Weges benutzte. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ewald Heller

 

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KJK-Ausgabe 15/1983

 

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