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Ausgabe 56-4/1993

DIE MUPPETS WEIHNACHTSGESCHICHTE

THE MUPPETS CHRISTMAS CAROL

Produktion: Jim Henson Productions, USA 1992 – Regie: Brian Henson – Buch: Jerry Juhl, frei nach Charles Dickens "The Christmas Carol" – Kamera: John Fenner – Schnitt: Michael Jablow – Musik: Miles Goodman – Darsteller und Puppenspieler: Michael Caine (Scrooge), Dave Goelz (Gonzo als Charles Dickens, Waldorf als Robert Marley, Honigtau Bunsenbrenner, Betina Cratchit), Steve Whitmire (Rizzo die Ratte, Bean Bunny, Kermit als Bob Cratchit, Beaker, Belinda Cratchit), Jerry Nelson (Tiny Tim Cratchit, Statler als Jacob Marley, Mama Bär), Frank Oz (Miss Piggy als Emily Cratchit, Fozzie-Bär als Fozziwig, Sam Eagle als Schuldirektor, Tier) u. a. – Länge: 85 Minuten – Farbe – Verleih: Buena Vista (35mm) – Altersempfehlung: ab 8 J.

In früheren Muppetsfilmen, in denen versucht wurde, die Popularität der Fernseh-Puppenfiguren auf Spielfilmlänge zu dehnen, hatte man immer ein wenig den Eindruck, da ist von irgend etwas zu viel und von irgend etwas anderem zu wenig dran und drin. Das Resultat waren zwar unterhaltsame, aber nicht übermäßig bemerkenswerte Filme. Diesmal haben die Muppets mit ihrem Kinofilm mehr Glück, denn die Geschichte an sich ist gut. Und die Muppets spielen nicht sich selbst, sondern Rollen in ihrer Version von Charles Dickens Weihnachtsmärchen.

Im Grundkonzept hält sich die Geschichte an die Vorlage von Charles Dickens: Der Geizhals Scrooge wird am Heiligen Abend von drei Geistern aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft heimgesucht. Dieses albtraumhafte Erlebnis bekehrt ihn zum Menschenfreund. Aber humoristisch aufgedröselt und aufgemotzt wird die Story zunächst schon einmal dadurch, dass die Muppetsfigur Gonzo als Charles Dickens auftritt und Rizzo die Ratte die Geschichte kommentierend erzählt. Allein aus dieser Situation wird schon so viel humoristischer Nektar gesaugt, dass man bereit ist, sich auf die Geschichte einzulassen, in der Muppetsfiguren und reale Menschen sich noch besser zu einem homogenen Bild vereinen als dereinst in der legendären Fernsehserie. Kurzum, in ihrer humorvollen – und stellenweise auch besinnlichen – Aufbereitung ist "Die Muppets Weihnachtsgeschichte" ein überaus gelungener Unterhaltungsfilm geworden, in dem sich letztendlich Erzählung und Figuren der realen und der Puppen-Welt so homogen zusammenfügen, dass die zahlreichen sonstigen Filmtricks schon kaum noch ins Auge fallen.

Dennoch seien zwei Filmtricks besonders herausgestellt: Am Anfang wird eine schier endlose Fahrt über die Dächer Londons gezeigt, über ein Modell-London, wohlgemerkt, die ohne Schnitt auskommt. Und bei einigen der Zeitreisen mit den Weihnachtsgeistern verzerrt sich plötzlich die Szenerie im Hintergrund (aus der die Figuren eben traten), um wie in einem Ausguss abzufließen und in eine andere Szenerie überzugehen. Aber solche Tricks sind nur der Zuckerguss in einer insgesamt schmackhaften Weihnachts-Film-Torte!

Wolfgang J. Fuchs

Zu diesem Film siehe auch:
KJK 33-4/1988 - Interview - "Meine Kinder waren immer ein Teil meiner Arbeit"

 

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