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Ausgabe 92-4/2002

DIE KINDER MEINER SCHWESTER

MIN SOSTERS BORN

Produktion: Moonlight Filmproduction ApS / Sandrew Metronome; Dänemark 2001 – Regie: Tomas Villum Jensen – Buch: Michael Asmussen, Søren Frellesen, nach einem Roman von John Habberton – Kamera: Dirk Brüel – Schnitt: Mogens Hagedorn – Musik: Jeppe Kaas – Darsteller: Peter Gantzler (Professor Erik Lund), Lotte Merete Andersen (Frau Flinth), Birthe Neumann (Maklerin), Lasse Baunkilde (Frederik), Neel Rønholt (Amalie) u.a. – Länge: 78 Min. – Farbe – Weltvertrieb: Nordisk Film Int. Sales, Halmtorvet 29, DK-1700 Kopenhagen, Telefon 0045-3326 6880, Fax 0045-3326 6889, e-mail: nfis@tvd.egmont.com – Altersempfehlung: ab 8 J.

Als Vater und Mutter Borgensen nach Paris reisen, muss Onkel Erik, ein dänischer Professor für Kinderpsychologie, die fünf Kinder seiner Schwester beaufsichtigen. Der abgehobene Wissenschaftler hat gerade ein dickes Buch über die Rechte von Kindern geschrieben und kann nun die Probe aufs Exempel machen. Allerdings führen ihn die fünf Kids mit ihrem schier unerschöpflichen Einfallsreichtum erst mal an der Nase herum. Dramatisch wird es jedoch, als eine gerissene Maklerin auftaucht, die mit dem Einverständnis der abwesenden Eltern unbedingt das heruntergekommene Haus der Borgensens verkaufen will. Die aufgeweckten Sprösslinge möchten ihr lieb gewonnenes Zuhause auf keinen Fall aufgeben und nehmen mit Eriks Unterstützung den Kampf auf. Sie überreden ihren Onkel, das Gebäude zu renovieren, was natürlich zu allerhand Komplikationen führt

In Tomas Villum Jensens Spielfilm, einem der drei dänischen Langfilme im Wettbewerb des 25. Berlinale-Kinderfilmfests, geht es turbulent zu. Mit immer neuen Streichen zeigen die Kleinen den Großen, dass sie ihnen in Sachen Pfiffigkeit nur allzu oft überlegen sind. Beim jungen Publikum macht Jensen damit mit Slapstick und schlagfertigen Dialogen jede Menge Amüsierpunkte. Die älteren Kinogänger lachen zwar auch gerne mit, runzeln aber doch gelegentlich die Stirn, wenn die Erwachsenen-Figuren einmal mehr zu nervenschwachen Karikaturen herabgestuft werden. Der 1971 geborene Regisseur Tomas Villum Jensen arbeitete zunächst als Schauspieler, ehe er gleich mit seinem ersten Kurzfilm "Ernst og Lyset", den er gemeinsam mit Anders Thomas Jensen drehte, großen Erfolg hatte: Der Film wurde zum Oscar nominiert. Nach Stationen als Werbefilmer und Regieassistent von Søren Kragh-Jacobsen realisierte Jensen 1999 seinen ersten langen Spielfilm "Kaerlighed ved Forste". Nimmt man die beiden anderen Berlinale-Beiträge "Send mehr Süsses" von Caecilia Holbek Trier und "Kletter-Ida" von Hans Fabian Wullenweber zum Vergleich hinzu, dann fällt die Bandbreite und Professionalität der dänischen Kinderfilmproduktion auf. Das kleine skandinavische Land setzte damit einmal mehr wichtige Akzente. Ein Wunder ist das nicht, werden in Dänemark Kinderfilme doch seit vielen Jahren besonders konsequent und systematisch gefördert. Und noch immer wartet die deutsche Kinderfilmszene darauf, dass Politik und Förderer vom dänischen Vorbild lernen.

Reinhard Kleber

 

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KJK-Ausgabe 92/2002

 

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