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Ausgabe 61-1/1995

DAS WUNDER VON MANHATTAN

MIRACLE ON 34TH STREET

Produktion: Hughes Entertainment / Twentieth Century Fox, USA 1994 – Regie: Les Mayfield – Buch: John Hughes, George Seaton – Kamera: Julio Macat – Schnitt: Raja Gosnell – Musik: Bruce Broughton – Darsteller: Richard Attenborough (Driss Kringle), Elizabeth Parkins (Dorey Walker), Dylan McDermott (Bryan Bedford), Mara Wilson (Susan Walker) u. a. – Länge: 114 Min. – Farbe – Verleih: Twentieth Century Fox

In der Vorweihnachtszeit können sich die Angestellten des New Yorker Kaufhauses Coles gar nicht recht freuen, weil es in einer tiefen Absatzkrise steckt. Als die Werbechefin Dorey dringend Ersatz für den betrunkenen Darsteller eines Weihnachtsmannes braucht, engagiert sie von der Straße weg einen weißhaarigen, freundlichen alten Herrn. Im Handumdrehen wird Kriss Kringle der Liebling aller Kinder, die ihn für den echten Weihnachtsmann halten. Obwohl Dorey ihrer achtjährigen Tochter Susan den Glauben an Santa Claus schon fast ausgeredet hat, gibt Susan Kriss noch eine Chance, sie zu überzeugen. Sie erzählt ihm ihren geheimsten Wunsch: eine richtige Familie mit Vater, Brüderchen und einem Haus im Grünen. Bevor Kriss in Aktion treten kann, wird er zum Opfer einer Intrige der Kaufhaus-Konkurrenz. Als er in einem Prozess für unzurechnungsfähig erklärt werden soll, rettet ihn der Anwalt Bryan, Doreys beharrlicher Verehrer.

Der amerikanische Produzent, Regisseur und Drehbuchautor John Hughes, auf dessen Konto unter anderem die "Kevin"-Filme gehen, gehört zu den erfolgreichsten Filmemachern Hollywoods. Seit 1982 hat er für 25 Filme verantwortlich gezeichnet, bei denen er vielfach sein Gespür für die Vorlieben eines breiten Publikums bewiesen hat. Mit "Das Wunder von Manhattan" legen er und sein Regisseur Les Mayfield ("Steinzeit Junior") ein Remake des berühmten Weihnachtsfilms "Miracle on 34th Street" von George Seaton aus dem Jahre 1947 vor. Für die Hauptrolle konnte Hughes mit Richard Attenborough einen Superstar gewinnen, der so überzeugend spielt, dass man ihm seine Beteuerung ohne weiteres abnimmt, er sei der Weihnachtsmann. Die Rolle der Susan, die bei Seaton die junge Natalie Wood spielte, wird in der neuen Fassung von Mara Wilson ("Mrs. Doubtfire") verkörpert, die allerdings etwas zu altklug und hochnäsig auftritt.

Das arg sentimentale Märchen um Sein oder Nichtsein des Weihnachtsmannes ist zugleich eine Huldigung herkömmlicher Familienwerte und ein Bekenntnis zum naiven Glauben an das Gute. Des Guten ein wenig zuviel tut das fast zweistündige Rührstück des Öfteren, etwa wenn Kriss mit konsequenter Ehrlichkeit auch Qualitätsmängel oder überzogene Preise bei den Waren seines Arbeitgebers eingesteht, gerade damit aber Umsatzrekorde erzielt. Oder wenn Millionen von New Yorkern auf den Straßen mit Plakaten, Transparenten und Aufklebern kundtun, dass sie an die Existenz des Weihnachtsmannes glauben. Das Drehbuch schrieb Hughes übrigens nach der Originalfassung von Seaton selbst. Mit sanfter Ironie greift er gelegentlich auch den rastlosen Weihnachtsrummel um das Geschenkekaufen und das so wenig festgemäße Kommerzdenken der Geschäftsleute auf. Der insgesamt stimmungsvollen Atmosphäre des Weihnachtsmärchens tun solche harmlosen Seitenhiebe allerdings keinen Abbruch.

Reinhard Kleber

 

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