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Ausgabe 67-3/1996

PEPOLINO UND DER SCHATZ DER MEERJUNGFRAU

Produktion: Infafilm / Focusfilm / Matima Filmproduction; Deutschland / Ungarn / Kanada 1994 – Regie: Janós Uzsák – Buch: Irene Rodrian, Joszef Nepp, Shimon Wincelberg, nach dem Roman "Unglaubliche Abenteuer" von Irene Rodrian – Animation: Video Vox Studio Budapest – Schnitt: Magda Hap, Susanne Pfister – Musik: Giorgio Moroder – Länge: 84 Min. – Farbe – FSK: o. A. – FBW: bw – Verleih: Movienet (35mm) – Alterseignung: ab 6 J.

Die Hexe Hildegard füttert einen gefangenen Piraten dreizehn Jahre lang nur mit Karotten, bis jener verrät, wo er seine Schatzkarte versteckt hat. Dann schickt sie ihre drei Schergen los, um die Karte endlich in ihren Besitz zu bringen. Pepolino ist der Enkel des gefangenen Piraten. Obwohl sich seine Großmutter nach Kräften bemüht, ihn in "guter" Piratentradition zu erziehen, schlägt Pepolino aus der Art. Er ist redlich, hilfsbereit und gut. Und wenn es darauf ankommt, dichtet und komponiert er auch Lieder. Aber dann taucht der Piratenkapitän Babaluk auf. Er hat das lange verschollene Schiff von Pepolinos Großvater im Schlepptau. Mit diesem – und mit der von Großmutter versteckten Karte – soll Pepolino endlich den Schatz seines Großvaters finden. Der Hund Jakob, die Schiffsratte Emil und der Papagei Poco werden dabei zu Pepolinos Weggefährten und Freunden, während die von Hexe Hildegard beauftragten Piraten, Rotbart, Holzbein und Glausauge, sowie Kapitän Babaluk die Verfolgung aufnehmen.

Pepolinos Interesse am Schatz schwindet, als er der Meerjungfrau Mora (einer "Verwandten" von Disneys Meerjungfrau Arielle) begegnet. Aber nachdem ihm die Gegenspieler zusetzen, will Pepolino seiner Großmutter doch den Schatz bringen. Die Meerjungfrau hört das und hält ihn – irrtümlich – für ebenso habgierig wie die übrigen Menschen. Doch schließlich erkennt sie die Wahrheit und hilft Pepolino, seinen Großvater zu befreien. Zu guter Letzt gibt sie ihm sogar noch eine kleine Schatztruhe für seine Großmutter mit. Hexe und Piraten erhalten ihre gerechte Strafe, die Großeltern sind glücklich wiedervereint und Pepolino fährt mit dem Schiff hinaus aufs Meer, der untergehenden Sonne – und Mora entgegen.

"Pepolino und der Schatz der Meerjungfrau" ist ein ganz passabler Zeichentrickfilm geworden, an dem die Kinder dank einiger guter Nebenfiguren, Hauptfiguren, Gags und Spannungselementen ihre Freude haben werden. Die Produzenten meinten zwar, dieser Film beweise, dass man es auch außerhalb Amerikas den Disney-Studios gleichtun könne. Aber dem ist nicht ganz so. Wie in so vielen Nicht-Disney-Produktionen wirken auch hier die Lieder nicht unbedingt handlungsvorantreibend. Das wirkt sich leider auf die Länge und die gesamte Wirkung des Films aus. Immerhin: Der Film hat seine guten Momente und pfiffigen Einfälle. Trotz der offensichtlich vielen Mühe, die in ihm steckt, ist er jedoch nicht ganz so "wie aus einem Guss", wie man das von Disney-Produktionen gewohnt ist.

Dennoch: Auch wenn der Film für (erwachsene) Kritiker einige Schwächen hat, zieht er die Kinder in seinen Bann, amüsiert und unterhält sie.

Wolfgang J. Fuchs

Zu diesem Film siehe auch:
KJK 67-3/1996 - Kinder-Film-Kritik - Pepolino und der Schatz der Meerjungfrau

 

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