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Ausgabe 116-4/2008

"Zur Hölle mit Osama!"

Gespräch mit Benjamin Gilmour, Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann der australisch-pakistanischen Produktion "Son of a Lion"

(Interview zum Film SON OF A LION)

KJK: Ihr Film zeigt Kinder, die schon im Grundschul-Alter mit Waffen hantieren. Wie sind Sie selbst aufgewachsen?
Benjamin Gilmour: "Ohne jede Gefahr, ich hatte eine wunderbare Kindheit. Geboren wurde ich als Sohn einer deutschen Mutter und eines australischen Lehrers in Mönchengladbach, kam aber mit drei Jahren nach Australien. Ich bin zweisprachig aufgewachsen, denn meine Mutter hat mit mir Deutsch gesprochen. Bei uns gab es kein Fernsehen, ich war viel am Strand und musste mir meine Abenteuer selbst erfinden. In Sydney ging ich auf eine sehr angesehene Schule, wo besonders der Sport gepflegt wurde. Ich war auch sportlich, aber ich habe mich trotzdem immer als Außenseiter gefühlt und stets einen großen Widerwillen gegen diese ewige Kontrolle durch die Schule und andere Institutionen gespürt. Ich war ein bisschen verträumt, wollte meine eigenen Sachen machen, meine Freiheit haben – so ein bisschen wie Niaz."

Das ist die elfjährige Hauptperson Ihres ersten Films. Wie kam es dazu?
"Das ist eine lange Geschichte. Meine ersten Filme habe ich erst mit 15, 16 Jahren gesehen und nie gedacht, dass ich jemals in dieser Welt landen würde. Nach der Schule war ich zunächst Rettungssanitäter in Sydney. Aber nach sieben Jahren fühlte ich mich so ausgebrannt, dass ich eine Pause brauchte, und mit meiner Freundin eine Motorrad-Reise nach Indien gemacht habe. Dort sind wir auch durch Rajasthan gefahren, kamen schließlich an die Grenze zu Pakistan und beschlossen, uns da drüben auch umzusehen. Wir landeten in einer faszinierenden Welt, in der sich seit mehr als 1000 Jahren nichts verändert zu haben schien. Wir fuhren erst nach Peschawar und lasen dort von Darra Adam Khel, einem Dorf im Stammesgebiet der Paschtunen, wo seit langem Waffen produziert, repariert und kopiert werden. Es liegt am Tor zum Khyber-Pass in einer wunderschönen Berg-Landschaft an der nordwestlichen Grenze zu Afghanistan und wird vom Paschtunen-Clan der Afridi beherrscht. Man hat uns dort ungeheuer gastfreundlich aufgenommen und wir konnten uns nicht genug wundern über den Widerspruch zwischen dem martialischen Eindruck der Turban- und Waffen-tragenden Männer und ihrer kultivierten, großherzigen, liebenswert-freundlichen Art, ihrem großen Interesse an Musik und Poesie, ihrem herrlichen Witz. Das meist gebrauchte Wort in ihrer Sprache, dem Paschtu, ist Blume und ich glaube, sie kennen nicht weniger als 64 verschiedene Blumenarten.
Natürlich hatten wir erst auch ein bisschen Angst, denn wenn man durch Darra Adam Khel geht, glaubt man, sich im Krieg zu befinden. In den Läden sieht man fast ausschließlich Gewehre, Maschinenpistolen, Panzerfäuste und Handgranaten, auch Kinder im Alter von sechs, sieben Jahren feilen daran herum, und dauernd kommen Leute heraus, die diese Waffen testen, indem sie einfach damit in die Luft ballern. Ich bin gewiss kein Waffen-Narr, aber am Ende habe ich dann auch mit einer AK-47, einer russischen Kalaschnikow, in die Luft geschossen – schon eine sehr beängstigende Erfahrung. Und das Ganze fand statt im August 2001, einen Monat vor dem Flugzeug-Attentat auf das World Trade Center in New York!
Nach unserer Rückkehr konnte ich zunächst keine Arbeit finden und bin nach London gegangen, wo ich einen Job als Rettungssanitäter bei Film-Sets bekam und zum Beispiel auch zuständig war für das gesundheitliche Wohlergehen von Sharon Stone. Aber weil es mich so bekümmert hat, dass die Bewohner der Stammesregion nach dem 11. September derart in Misskredit kamen und nun eine regelrechte Islam-Phobie ausbrach, beschloss ich, noch einmal dorthin zurückzukehren und ihr Leben zu filmen. Ich wollte der westlichen Welt zeigen, dass die Paschtunen ganz anders sind als ihr Image, an einen Spiel-Film hab ich dabei nicht gedacht."

Sie hatten ja wohl auch keine entsprechende Ausbildung. Wie ist es dann doch dazu gekommen?
"Bis dahin hatte ich noch nicht mal eine Kamera in der Hand gehabt. Aber ich habe mir auf den Sets so viel wie möglich bei den Dreharbeiten abgeguckt und den Leuten Löcher in den Bauch gefragt. Einen Produzenten gab es für mein Projekt natürlich auch nicht, dazu schien es viel zu gefährlich. Ich bin trotzdem hingefahren und habe im Stammesgebiet erst mal Kontakte geknüpft. Dort hat man mich sehr unterstützt, weil die Paschtunen darunter leiden, dass sie in der ganzen Welt jetzt als Mörder und Terroristen verschrien sind. Aber sie können dem nichts entgegen setzen, weil zu ihrem strengen Ehrenkodex nicht nur die Gastfreundschaft gehört, sondern auch das Asyl-Recht. Das bedeutet, dass sie jedem – und seien es Kriminelle – Asyl gewähren müssen. Und bevor sie einen Gast ausliefern, müssen sie sich selbst opfern. Insofern sehen sie sich im Moment als Gefangene ihrer Kultur, weshalb auch einer der Männer im Film sagt: 'Zur Hölle mit Osama!'
Als ich mit meinem Material nach Australien zurückkehrte, konnte ich die Produzentin Carolyn Johnson für das Projekt gewinnen – und wir versuchten gemeinsam, daraus ein Feature zu machen. Beim Rohschnitt aber stellte sich heraus, dass das Material dafür nicht ausreichte, und wir kamen überein, das Ganze zu einem Spielfilm auszuweiten. Also habe ich ein Drehbuch geschrieben, wobei mir als Anfang jene Szene diente, die ich bei meinem ersten Besuch beobachtet und nicht vergessen hatte. Damals hatte ich unter den afghanischen Flüchtlings-Jungen, die für wenig Geld eifrig versuchten, die abgeschossenen Kugeln aufzufangen, einen beobachtet, der ein wenig abseits stand und sich für alles andere, nur nicht für den Job zu interessieren schien. Ihn habe ich zum Ausgangspunkt meiner Vater und Sohn-Geschichte gemacht und dann bin ich mit meinem Drehbuch nach Pakistan zurückgekehrt – ohne jedes Equipment und nur mit einer kleinen Video-Kamera im Gepäck.
Von meinem 120 Seiten langen Manuskript ist aber nur die Eingangsszene übrig geblieben, denn die Leute dort haben beim Lesen nur in einer Tour gelacht. In den Gesprächen wurde mir dann klar, dass ich von ihrer Kultur wirklich keine Ahnung hatte, aber sie versprachen mir zu helfen. Für mich sind sie immer noch die großartigsten, gastfreundlichsten und friedfertigsten Leute, denen ich auf meinen zahlreichen Reisen je begegnet bin. Und obwohl diese Region nicht zu kontrollieren ist, obwohl die Taliban und Mitglieder von Al Qaida jederzeit auftauchen können, obwohl der Waffenhandel dort blüht und der Drogenschmuggel, habe ich in ihrer Obhut nie Angst verspürt. Das neue Drehbuch entstand nun vor Ort in enger Zusammenarbeit mit den Einheimischen und die Dialoge wurden sämtlich improvisiert, es gab nur ein paar Schlüsselworte. Wenn sich die Männer zum Beispiel in der Teestube oder beim Barbier über Osama Bin Laden und die jeweils aktuelle politische Lage unterhalten, äußern sie ihre eigenen Gedanken in ihren eigenen Worten."

Wie haben Sie denn Ihre Besetzung gefunden?
"Darauf hatte ich eigentlich keinen Einfluss. Die 'Schauspieler' hat mein ausführender Produzent und Produktions-Assistent Hayat Khan Shinwari ausgewählt. Die Hauptrolle hat er gleich mit seinem Sohn Niaz besetzt, die Großmutter mit seiner Mutter, den Onkel mit seinem Geschäftspartner – er selbst spielt den Vater von Pite, das ist der Junge, der Niaz so schikaniert. Haya Khan hat mich außerdem beherbergt, für mich übersetzt und mit am Drehbuch geschrieben. Er ist ein Großgrundbesitzer, der bei den nächsten Wahlen für die Paschtunen in der Grenzregion antritt, und nebenbei auch ein großer Fan von Italo-Western. Ihm ist es zu verdanken, dass das ganze Projekt überhaupt möglich wurde. Aber ein Casting hat da nicht stattgefunden, es sind ja auch alles Laien. Nur Sher Alam Afridi, der den Vater von Niaz spielt und mit dem ich mich wortlos verstanden habe, hat in den frühen 70er-Jahren mal bei einem Laien-Theater in Kabul gespielt. Er war übrigens ein großer Krieger, hat erst in der Garde von Präsident Daoud Khan gedient, spielte nach dessen Ermordung eine führende Rolle bei den Mudschaheddin, kämpfte gegen die Russen, und als die Amerikaner 2001 in Afghanistan einmarschierten, forderten ihn die Taliban auf, an ihrer Seite mitzukämpfen. Aber Sher Alam hatte vom Morden die Nase voll. Die schrecklichen Narben, die er Niaz im Film zeigt, sind echt und, was er über die Kämpfe gegen die Russen erzählt, seine eigenen Erfahrungen."

Wie konnten Sie in dieser Region überhaupt arbeiten?
"Undercover, mit einer in der Kleidung versteckten Sony PD 150. Ich war immer als Paschtune verkleidet, habe sie in Gang und Haltung kopiert, hatte nie Papiere bei mir und ewig Angst, von der pakistanischen Armee, der Polizei des Stammesgebietes, des Geheimdienstes, den pakistanischen Taliban oder den Leuten von Al-Qaida entdeckt zu werden. Denn Darra Adam Khel war inzwischen nicht nur für Ausländer, sondern z. B. auch für pakistanische Journalisten ein verbotener Ort. Viele Szenen mussten wir daher in sichere Räume oder einsame Täler verlegen. Trotzdem gab es Situationen, da stockte einem der Atem. Als wir zum Beispiel auf dem Markt in Darra gedreht haben, hatte ich anstelle einer Brille Kontaktlinsen eingesetzt, ich sah aus, als hätte ich mich eine Woche lang nicht gewaschen, und natürlich gingen Sher Alam und ich nicht gemeinsam zum Bus, saßen auch nicht zusammen. Die Kamera hatte er vorsorglich an sich genommen. Plötzlich kontrollierten zwei Polizisten den Bus und entdeckten sie. Ich dachte: So, das war’s also, aber Sher Alam blieb ganz cool. Er ist wirklich der geborene Schauspieler und erklärte den Polizisten, dass er zur Hochzeit seiner Cousine führe. Postwendend bekam er die Kamera zurück, denn eine Hochzeit ist dort die einzige Gelegenheit, wo man filmt."

Ihr beeindruckender Film wird jetzt um die Welt gehen – ist da das Risiko für Ihre Mitwirkenden nicht sehr groß?
"Auf jeden Fall. Aber sie stehen hinter dem Film und haben nach einer privaten Vorführung gesagt, dass nichts an der Darstellung des Islam, Pakistans oder der Paschtunen darin falsch sei. Sie sind das Risiko wirklich ganz bewusst eingegangen, weil sie der Welt sagen wollten, dass zwar die Mehrheit der Taliban-Krieger Paschtunen sind, aber nicht die Mehrheit der Paschtunen Taliban."

Und Sie? Können Sie noch in dieses faszinierende Land zurückkehren?
"Nein. Seit die Taliban die Kontrolle in Darra Adam Khel übernommen haben, ist es für mich unmöglich, dahin zu fahren. Leider."

Mit Benjamin Gilmour sprach Uta Beth

 

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Liste - Interview

 

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Das ist das Faszinierende an unserer Arbeit."| Kishore Bir, Apurva - "Ich habe mit meinem Film auch über einen Teil meines Lebens reflektiert"| Klein, Gerhard - "Wir werden anfangen, selbst Kinderfilme zu produzieren"| Klinajew, Jegor und Semjon Treskunow - "Ganz gewöhnliche Jungen"| König, Inge - Kinderfilm GbmH – eine neue Produktionsfirma in Erfurt| König, Ingelore - Kinderfilm GmbH stellt den ersten "besonderen Kinderfilm" her| Koepp, volker - "Wir mussten uns mit der Kamera niemals verstecken"| Kohlert, Morton - "Wir hatten das Gefühl, etwas erschaffen zu haben, das alle berührte "| Konuma, Masaru - "Vom Abenteuer, erwachsen zu werden"| Koole, Boudewijn - "Ich konnte und kann das immer noch nicht glauben"| Koolhoven, Martin und Marco van Geffen - "Jeder muss seinen eigenen Weg finden."| Kopf, Christine - Frankfurter "MiniFilmclub" nimmt Formen an| Koval, Ota - "Das Blaue vom Himmel"| Kozik, Christa - "Kinder brauchen leise humanistische und poetische Botschaften"| Krää , Gernot - 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Hals über Kopf| Losansky, Rolf - "Ich bin und bleibe Kintopp-Mann!" | Losansky, Rolf - "Ich erzähle mit einem Augenblinzeln"| Losansky, Rolf - Ein leiser Film zwischen Phantasie und Wirklichkeit| Lotz, Karl Heinz - "Hätte ich gewusst, dass es so einen Rummel zu Mozart gibt, hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht"| Lotz, Karl Heinz - "Wenn ein Projekt genehmigt war, hatte man große finanzielle Freiheiten" | Lowenthal, Mark - "Ich habe einfach nach einem wahrhaftigen Ende gesucht"| Lu, Zhang - Man kann den ganzen Film auch als Traum von Chang-ho sehen| Lucchesi, Matías - Man muss es versuchen und dann auch tun| Lucchini, Domenico - "Die Zukunft des Festivals sieht gut aus"| Luruli, Ntshavheni Wa - "Es liegt in unseren Händen"| Maar, Paul - "Ich gehe ziemlich liebevoll mit meinen Figuren um"| MacLean, Andrew Okpeaha - "Wir können unsere eigenen Geschichten erzählen und der ganzen Welt zeigen, wie wir sind."| Makhmalbaf, Hana - "Ich musste mir jeden Tag etwas Neues einfallen lassen."| Malas, Mohamed - "Das Gedächtnis ist das Ausgangsmaterial für meine Arbeit"| Malberti, Juan Carlos Cremata - "Ich kann keine Lösung eines Problems anbieten, das nicht zu lösen ist"| Mandoki, Luis - "Ich hoffe, dass die Regierungen an uns Kinder denken, bevor sie ihre Entscheidungen treffen"| Marshall, Klaus & Jürgen - "Wir sind der Meinung, dass wir einen schönen, vorzeigbaren Familienfilm gemacht haben"| Masannek, Joachim - "Alles ist gut, solange du wild bist!"| McCanlies, Timothy - Wie ein junger Tarzan| McKenzie, Catriona - "Die Frage nach unseren Wurzeln wird immer wichtiger"| Mehmert, Gil - "Wir haben unter den gegebenen Möglichkeiten das Optimale herausgequetscht"| Meier, Ursula - Alle meine Filme spielen an solchen "nowhere places"| Meinke, Christian - "Ideal sind die Filme, die gut gemacht sind und die das Publikum berühren."| Meyer, Günter - "Der Zuschauer muss wirklich um seine Helden bangen"| Meyer, Günter - Filmmusik als emotionaler Kommentar | Meyer, Günther - "Krimi ist meine Leidenschaft"| Meyer, Werner - "Als Regisseur ist man immer ein Grenzgänger"| Meyers, Randall - "Dann bringen wir eben das Orchester ins Kino"| Miler, Zdenek - "Idee, Zeichnungen, Drehbuch, Regie – das mache ich alles selbst"| MIller, David Lee - "Diese wunderbare 'Suicide'-Familie"| Mordaunt, Kim - "Wir waren fasziniert von der Lebensfreude und Energie"| Morelli, Paulo - "Die Situation in den Favelas ist nach wie vor hoffnungslos"| Moretti, Nanni - "Ich finde private Geschichten einfach spannender zu erzählen"| Morrison, Paul - "Am meisten fühle ich mich von ganz normalen Menschen überall auf der Welt inspiriert"| Müntefering, Gert K. - "Kinderfernsehen braucht eine provokante Seite, um wahrgenommen zu werden" | Müntefering, Gert K. - "Wir haben so etwas wie eine neue Sachlichkeit für Kinder eingeführt"| Mune, Ian - "Das Thema ist die Konfrontation mit dem Tod"| Muntean, Lucian und Natasa - "Wir kamen als Touristen und gingen als Filmemacher"| Munzi, Francesco - "Es gibt leider nicht viele Saimirs"| Muyl, Philippe - Eine Mischung aus Humor, Zärtlichkeit und Ironie| Näter, Thorsten - "Man muss sich seine Menschlichkeit bewahren"| Narymbetov, Satybaldy - "Mich interessieren die Nuancen, die Schattierungen in den Beziehungen der Menschen"| Nattiv, Guy - "Kindheit ist sehr intensiv. Auch was die Schmerzen betrifft"| Nebe, André F. - "Wir haben es so gemacht und es ging"| Nesslauer, Nessie - "Es ist der Magic Moment, der entscheidet ..."| Neumann, Bernd - "Jugendschutz grenzüberschreitend verbessern"| Niehage, Dagmar - "Pommes Essen" – Eine starke David gegen Goliath-Geschichte| Nielsen, Jesper W. - "Kindheit ist wie eine große Landschaft"| Noczynski, Fred - Schwer, aber nicht hoffnungslos| Næss, Petter - "Damit kann sich jedes Kind identifizieren"| O'Byrne, Joe - "Ich wollte verschiedene Aspekte des Lebens in so einer Art Armenviertel zeigen"| Ocelot, Michel - "Ich war ganz klein und nackt wie Kiriku, aber ich habe es geschafft"| Ocelot, Michel - "Lotte Reiniger hatte diese tolle Idee mit den Silhouetten und ich bin ihr Erbe"| Olofson, Christina - "Es geht um Probleme in einer Mädchengruppe, aber es wird insgesamt ein Lebensgefühl vermittelt, das Jungen genauso interessiert"| Oplev, Niels Arden - "Extremisten sind niemals harmlos!"| Oplev. Niels Arden - "Es ist der persönlichste Film, den ich bisher geschrieben und gedreht habe"| Osawa. Yutaka - Osawas Film gegen das Vergessen| Ovashvili, George - "Ich habe diesen Film meiner unglücklichen Heimat gewidmet." | Overweg, Calle - "Den sozialen Betroffenheitsfilm kann man Kindern nicht anbieten"| Overweg, Calle und Volker Ullrich - Unterhalten mit Welthaltigkeit| Oz, Frank - "Die Muppets erobern Manhattan"| Palombo, Joel - "Ich möchte ein Kino, das zum Fragen herausfordert"| Paulus, Wolfram - Distanz und Achtung – das ist das Rezept| Payer, Peter - "Ich fand die Geschichte von drei Generationen, die in einem Haus leben, sehr reizvoll"| Peck, Raoul - "Die Männer gehen, die Kinder bleiben"| Peters, Maria - "Diese Geschichte hat viel mit meinen eigenen Erfahrungen als Kind zu tun"| Peters, Maria - "Für mich ist wichtig, dass Kinder mit Respekt betrachtet werden"| Pieck, Kai S. - "Mir fehlt nicht nur in vielen Kinder- und Jugendfilmen, sondern überhaupt in deutschen Filmen der Raum für die Phantasie"| Pieters, Guido - "Ein Film ohne Publikum ist kein Film"| Pimenta, Pedro - "Heute braucht man fünfmal so viele Nüsse"| Plattner, Enrico - "Ich lebe sehr gern in der Welt der Kinder"| Pöldma, Janno und Heiki Ernits - "Wir wollten einfach nur einen guten Film machen, der Kindern gefällt"| Preuschhof, Sabine - "Wir wollen das Kulturgut Märchen lebendig halten"| Preußler, Otfried - "Ich betrachte das Schreiben von Geschichten für Kinder nicht als literarische Tätigkeit zweiten oder fünften Ranges"| Prijomichov, Valerij - Die ganze Geschichte aus dem Leben gegriffen| Proskar, Danielle - "Mit Kindern zu drehen ist sehr bereichernd – ein ständiger Sonnenschein am Set"| Radke, Hans-Dieter - Die Welt des Märchens – neuer Programmschwerpunkt des Zweiten Deutschen Fernsehens| Rambeck, Johann - Aus einer anfänglich noch kleinen Idee wurde eine richtig große Bewegung ...| Ramezani, Gholamreza - "Man darf nie aufgeben!"| Ranisch, Axel - "Ich wollte mal etwas für Kinder machen, weil ich von Kindern umgeben bin"| Ray, Satyajit - "Das Königreich der Diamanten"| Reding, Benjamin - Gefühl der Machtlosigkeit| Redpath, Maryanne und Florian Weghorn - Alles auf Augenhöhe| Reich, Uschi - "Ich denke, dass die Intelligenz des Publikums wächst"| Reich, Uschi - "Welcher Name garantiert heute schon Erfolg?"| Ried, Elke - "Das tapfere Schneiderlein" kehrt zurück| Ried, Elke - "Die Grundstimmung ist lebensbejahend"| Ried, Elke - "Es hat sich auch vieles zum Positiven verändert"| Ried, Elke - Nestwärme für den Spatzen in einer kargen Zeit| Riedlsperger, Erhard - "Mit dem Mädchen mitfühlen" | Rieman, Ziska und Luci van Org - "Wir wären ein schönes Duo Infernale gewesen"| Rosenbaum, Marianne - "Ich dachte, es wäre ganz leicht, dieses Buch zu verfilmen"| Rosenbaum, Marianne - "Lilien in der Bank"| Rosenbaum, Marianne - "Peppermint Frieden"| Rosenbaum, Uwe - "Es geht darum, Mittel und Ideen zu konzentrieren"| Rosenbaum, Uwe - "Leider stecken die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Geld ins Serielle"| Rosenbaum, Uwe - Mit wenigen Mitteln viel erreicht| Rosenmüller, Marcus H. - "Ich habe den Film nicht nur für Bayern gemacht!"| Roslaniec, Kasia - "Menschen sind offensichtlich austauschbar"| Rosslenbroich, Gabriele - "Wir sind überzeugt, dass man Kindern das Medium Film im Kino näher bringen muss"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben über die Jahre eine eigene Welt aufgebaut"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben einen hohen Anspruch"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir können stringenter produzieren, wenn alles in einer Hand bleibt"| Rottländer, Yella - "Wim Wenders ist begnadet im Umgang mit Kindern beim Drehen" | Ruzowitzky, Stefan - "Tempo steht für Rave-Kultur"| Sahling, Bernd - "Sie hat die Gabe, Brücken zu schlagen ..."| Sahling, Bernd - "Wie viel Ratlosigkeit können wir Kindern in einem Film zumuten?"| Sahling, Bernd - Mut zur Stille und zur Langsamkeit| Salvatores, Gabriele - "Keine Angst zu haben bedeutet für mich Freiheit"| Saparov, Usman - "Ich möchte die Kinder sensibilisieren dafür, dass es menschliche Güte gibt und dass daneben aber auch eine teuflische Politik existiert"| Saparow: Usman - Den Kindern eine andere Beziehung zur Natur plausibel machen| Schäfer, Horst - "Eine Menge Wünsche von draußen und viele Ideen aus eigenem Hause" | Schäfer, Horst - "Um die Zukunft des Kinderkinos ist mir nicht bange"| Schäfer, Horst - "Wir müssen uns an die vorgegebene Zielgruppe halten"| Schäfer, Horst - 25 Jahre KJF| Schardt, Andreas - "Für viele ist die Förderung durch das Kuratorium so etwas wie ein Gütesiegel"| Schatalowa, Elena - "Die Grundidee war, einen schönen realen Märchenfilm zu drehen"| Schesch, Stephan - "Die Schublade Trickfilm gleich Kinderfilm ist sehr deutsch"| Schindler, Christina - "Das übergeordnete Thema in meinen Filmen ist immer das Verhältnis von Fiktion und Realität"| Schindler, Christina - "Ich habe gespürt, das ist mein Medium"| Schindler, Christina - "Sich fügen, dagegen muss ich einfach rebellieren!"| Schindler, Rosi - "Ich habe alles gut verkraftet"| Schleinstein, Frank - "Eigentlich bist du verrückt, einen Film zu drehen, der völlig gegen den Strich geht"| Schmid , Alice - "Keine Erklärungen, kein Kommentar"| Schmid, Hans-Christian - Eine Hauptfigur, die leidenschaftlich ein bestimmtes Ziel verfolgt| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - "Uns geht es um inhaltliche Fragen, nicht um oberflächlichen Erfolg"| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - Vom klanglich attraktiven Titel "Wintervater" zur heller anmutenden "Wintertochter"| Schmidt, Gerhard - "Keine Angst vor den Amerikanern"| Schmidt, Manfred - "Wenn es ein gesellschaftlicher Wunsch ist, dass Kinder sich mit Filmen auseinander setzen, dann müssen wir dafür auch etwas tun"| Schmidt, Renate - Das Fernsehen darf nicht der beste Freund der Kinder werden| Schmitt, Eric-Emmanuel - "In unseren Städten versteckt man den Tod"| Schmitz, Oliver - "Das Land hat mich geprägt| Schneider, Wolfgang - Kulturelle Bildung ist nicht Event-Kultur| Schoemann, Michael - "Hot Dogs – Wau, wir sind reich"| Schreitmüller, Andreas - Gespräch mit Andreas Schreitmüller| Schröder, Claudia - "Ich möchte vor allem keine pädagogischen Filme machen" | Schuchardt, Friedemann - "Alleingänge haben keine Ãœberlebenschance"| Schuchardt, Friedemann - "Ich war eigentlich immer Pionier"| Schuhler, Juliane - "Marcel ist antiautoritär aus sich heraus"| Schwochow, Christian und Matthias Adler - "Man wacht morgens auf und dann ist eine Figur da – und die hieß ganz schnell Marta"| Senft, Haro - "Jakob hinter der blauen Tür"| Seth, Gaurav - "In dem Film stecken eine Menge eigener Gefühle"| Shaul, Dror - "Sweet Mud ist der bessere Titel"| Shortland, Cate - "Die Kinder von Mördern sind keine Mörder"| Siddiquie, Sabu - "Wir stehen noch ganz am Anfang"| Sieben, Thomas - "Der Film ist ein Experiment"| Siegert, Hubertus - ... von der Stimmung des Films und ihrer eigenen Ausstrahlung als Klasse sehr beeindruckt| Silber, Rolf - Kinderfilme: Mit Emotionen gegen Vorurteile | Simon, Rainer - "Sich an den bestehenden Verhältnissen reiben"| Simon, Rainer - Mut zum Risiko, Rat vom Schamanen, Verabredung zum Spiel| SkarsgÃ¥rd, Stellan - Gespräch mit Stellan SkarsgÃ¥rd| Solito, Auraeus und Raymond Lee - "Ja, wir sind arm, aber nicht im Geist!"| Solrun, Maria - "Wenn es um Liebe und Freundschaften geht, spielt die Herkunft keine Rolle"| Sommer, Gudrun - "Der DEFA-Kinderdokumentarfilm hat seine Spuren hinterlassen"| Sommer, Gudrun und Katya Mader - "Junge Menschen sind neugierig gegenüber Filmen über ihre Lebenswirklichkeit"| Sommer, Gudrun und Petra Schmitz - "Wir wollen möglichst viele Kinder erreichen"| Sonnenschein, Sabine und Joachim Steinigeweg - "Unser Anspruch war immer, nicht nur das zu zeigen, was sowieso schon in den Kinos zu sehen ist"| Spyrou, Dimitris - Die Liebe des ganzen Teams gehörte diesem Film| Stacke, Manuela und Katrin Milhahn - "Es gibt nicht viele Filme, die Kinder noch interessieren und trotzdem auch schön sind für Erwachsene" | Standaert, Dominique - "Keine Lanze für den Terrorismus"| Stark, Ulf - "Bei einem guten Kinderfilm sollte man alle Fäden wieder zusammenbringen"| Starost, Antje und Hans Helmut Grotjahn - "Die Entdeckung des Gesprächs"| Starost, Antje und Hans-Helmut Grotjahn - "Es ist wie ein Zeitsprung"| Steyer, Christian - Es gibt nichts Berührenderes als Einfachheit| Strand, Rose-Marie - "Produzenten und Regisseure sollten mehr wagen"| Strigel, Claus - "Kinder müssen lernen dürfen"| Strigel, Claus - echt tu matsch| Strigel, Claus - Unterhaltung mit Qualität| Sugmakanan, Songyos - "Ich bin ein Fan von Horror-Filmen"| Svarcova, Iva - "Mich interessieren einfache Menschen, die sehr viel bewegen können"| Svardal, Renate - CIFEJ öffnet sich für neue Mitglieder| Sycholt, Stefanie - "Eigentlich wollte ich Schauspielerin werden"| Tabak, Hüseyin - "Man muss eine menschliche Lösung finden"| Tafel, Sybille - "Kindern traue ich von ihrer Phantasie her mehr zu als Erwachsenen"| Taihyung, Lim - Während der Dreharbeiten dachte ich viel über Glauben und Religion nach| Talebi, Mohammad Ali - "In meinem Land fühle ich mich oft sehr einsam"| Talebi, Mohammad-Ali - "Ich will das Echte aus jedem herausholen"| Tasdiken, Atalay - "Alles, was in dem kleinen Dorf in Anatolien passiert, wird durch die Tradition, die Hierarchie und nicht durch das Gesetz bestimmt"| Terc, Milon - "Der Kinderfilm war immer ein wichtiger Bestandteil unserer Produktionsarbeit"| Theede, Christian - "Wir setzen nicht auf den Lügner und Aufschneider, sondern auf die Schlauheit des kleinen Mannes"| Tirard, Laurent - "Das Parfüm der Kindheit"| Tolentino, Rommel - Du musst zu dem stehen, was du bist, und was draus machen – so wie Nono| Tuomainen, Hannu - "Es gibt immer Hoffnung"| Ungureit, Dagmar - "Mit offenem Blick den Märchen neu annähern"| Unterberg, Hannelore - "Ich möchte die Kinder immer etwas ermuntern"| Uranchimeg, Nansalmaagyn - "Jeder Film hat sein eigenes Schicksal"| Urchs, Wolfgang - "Der Zeichenfilm ist ein modernes Medium"| Urchs, Wolfgang - "Wir haben versucht, eine Phantasie-Welt zu schaffen, die die Phantasie anregt, Spannung vermittelt und so richtig Spaß macht" | van der Meulen, Karst - "Machen nur Idealisten Kinderfilme?"| van Kilsdonk, Nicole - "Ganz dicht an die Hauptfigur heran"| van Rijckeghem, Jean-Claude - "So visuell wie möglich"| Vávrová, Dana - Kinder sind die wahren Helden| Vergés, Rosa - Man kann sein ganzes Leben lang Kind sein ...| Verhoeven, Michael - „Die Serie wäre so nicht gemacht worden, wenn in den Redaktionen so gedacht worden wäre wie in der Gesellschaft“| Vilsmaier, Joseph - Die Entscheidung für den Filmschluss fiel in den Previews – nicht am Schneidetisch| Vollmar, Neele Leana - "Ich wusste, dass ich diese Geschichte mit vollem Herzblut erzählen muss"| von Traben, Tina - Schade, dass nicht mehr Originaldrehbücher im Kinder- und Jugendbereich verfilmt werden| Vorlícek, Václav - "Ich wollte sie befreien und in das normale Leben führen"| Walther, Connie - "Leitfiguren braucht man immer"| Wedel, Karsten - "Wir müssen Menschenfilme machen"| Wedel, Karsten - Eine neue Erfahrung| Wendel, Linda - Gespräch mit Linda Wendel, | Wessel, Kai - "Dieses Sommer-Sonne-Wind-Urlaub-Gefühl überspringen lassen"| Wessel, Kai - "Es war eine große Freude zu beobachten, welche Kraft in den kleinen Menschen steckt"| Westmeier, Inigo - "Man sieht quasi nur rote Punkte!"| Wheeler, Anne - "Ich denke, die Leute sind es langsam leid, immer Filme wie 'Rambo' zu sehen"| Wiedemann, Dieter - Studiengang für Kinderfilm und Kinderfernsehen an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg geplant| Wiehle-Timm, Heike - "Größere Toleranz wäre schön"| Wielopolska, Brita - Eine Lovestory für Kinder| Wigand, Tomy - "Emotion ist mir total wichtig"| Wild, Anne - Den Kindern ihr Märchen geben| Wolf, Klaus Peter - "In dieser irren Wut auf die Erwachsenenwelt und in der Auflehnung gegen sie, darin trägt Sven ganz viele Züge von mir."| Wolpert, Bernd - "Kinder und Jugendliche sind unser wichtigste Zielgruppe"| Wullenweber, Hans Fabian - "Als ob das Glück an dieser Idee klebte"| Zaritzki, Igor - "Es ging mir einfach um eine emotionale Geschichte"| Zeitlin, Benh - "Poesie und Lyrik einer außergewöhnlichen Kindheit"| Zeuschner, Miko - "Ohne die Filmförderung Hamburg wäre das Projekt nicht zustande gekommen"| Zheng, Dong-Tian - "Zurzeit thematisieren viele Kinderfilme das Verhältnis der Generationen"| Ziegenbalg, Oliver - Ich möchte, dass die Menschen so miteinander umgehen wie in meinen Filmen| Zvirbulis, Armands - "Der Produzent hat mir vertraut"| Zylla. Renate - 19 Jahre KinderFilmFest Berlin|


KJK-Ausgabe 116/2008

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