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Ausgabe 69-1/1997

"Wim Wenders ist begnadet im Umgang mit Kindern beim Drehen"

Gespräch mit Yella Rottländer, 32, die vor 22 Jahren in dem Wim-Wenders-Film "Alice in den Städten" die Hauptrolle spielte

(Interview zum Film ALICE IN DEN STÄDTEN)

Über den Film

Für viele ist dieser vierte Spielfilm von Wim Wenders aus dem Jahre 1974 der schönste. Mit aufregender Langsamkeit erzählt er die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft zwischen dem Reporter Felix (Rüdiger Vogler) und dem Mädchen Alice (Yella Rottländer). Am New Yorker Flughafen begegnen sie sich zum ersten Mal. Felix, enttäuscht von seiner Arbeit, nimmt zunächst mehr die Mutter (Lisa Kreuzer) wahr als das Kind. Mit ihr verbringt er eine Nacht im Hotelzimmer, mit dem Kind ist er tagelang unterwegs – unfreiwillig. Die Mutter hat ihm per Notizzettel, den er auf dem Nachttisch fand, die Verantwortung für Alice übertragen. Das Mädchen, spontan, direkt und souverän, lässt Felix keine Zeit, über seine Lebens- und Arbeitskrise nachzudenken. Als die Mutter mit dem nächsten Flugzeug nicht nachkommt, ist Felix ratlos, im Gegensatz zu Alice. Sie zieht ein Foto aus ihrer Tasche, auf dem das Haus ihrer Oma abgebildet ist. Zu ihr, nach Wuppertal, möchte sie gebracht werden. Damit beginnt die Geschichte einer behutsamen Annäherung. Bei der lange Zeit vergeblichen Suche nach dem Haus der Großmutter, das so aussieht wie tausende von Häusern im Ruhrgebiet, entsteht zwischen dem Mann und dem Mädchen eine Beziehung, die in ihrer vertrauensvollen Zuneigung heute – vor dem Hintergrund der Missbrauchs-Debatte – so nicht mehr darstellbar wäre. Aus einer zeitgenössischen Filmkritik: "Die neunjährige Alice, dieses merkwürdig tapfere Kind ..., bringt wieder Leben, Engagement und Emotion in sein dumpfes Dasein. Diese kleine, zarte und kraftvolle Alice wird für diesen empfindsamen, doch verhärteten und verschlossenen Mann zu einer konkreten Utopie auf märchenhaft natürliche Weise." (Siegfried Schober, in "Spiegel" 10/74)

Wir trafen Yella Rottländer in München. Eine engagierte junge Frau, Mutter zweier Kinder. Und noch genauso zart, kraftvoll und überzeugend wie einst als "Alice in den Städten".

KJK: Sie waren ein "Kinderstar" und haben jetzt selbst zwei Kinder, dreieinhalb und sechs Jahre. Wie würden Sie reagieren, wenn Ihre Kinder zum Film wollen?
Yella Rottländer: "Mein sechsjähriger Sohn hatte vor Monaten die Idee für einen eigenen Film geboren, und er redet immer noch darüber. Da ich die Konsequenzen vor Augen habe, verspürte ich erst mal keine Lust dazu. Es ist der innere Spagat, den Erwachsene machen müssen, wenn die Kinder etwas wünschen ... Vor allem verlangt es kontinuierliche Aufmerksamkeit dem Kind gegenüber. Es ist ein Prozess von vielen kleinen Schritten, die Geschichte aufschreiben, Bilder dazu malen, darüber sprechen, wie man Ideen umsetzen kann."

Haben Sie selbst noch mit Film zu tun?
"Bei uns zu Hause spielt Film eine wichtige Rolle, weil mein Mann Filmkritiker ist und mir natürlich das Metier nicht fremd. Ich selbst arbeite aber nicht beim Film, sondern von Zeit zu Zeit am Theater als Kostümbildnerin. Es gefällt mir, dort eigene Welten zu entwerfen."

Hatten Sie nach "Alice" und anderen Kinderrollen den Wunsch, Schauspielerin zu werden?
"Schauspielerei hat mich überhaupt nicht interessiert, bis heute nicht. Ich bin eine Schauspielerin im Alltag, aber das als Beruf auszuüben, kann ich so nicht sehen. Ich versuchte es noch einmal, machte Statisterie bei Edgar Reitz in der 'Zweiten Heimat'. Als sie dort herausbekamen, dass ich die 'Alice' bei Wenders war, interessierten sich auf einmal alle für mich. Dem habe ich nicht standhalten können ... Ich stellte sehr bald fest, dass ich als Erwachsene zu dieser Arbeit vor der Kamera nicht tauge, es öffnet mich nicht."

Wie empfanden Sie es damals, als Hauptdarstellerin Alice, vor der Kamera?
"Das war eine ganz natürliche Arbeit. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich schauspielere. Wim Wenders ist begnadet im Umgang mit Kindern beim Drehen."

Sind Sie nach den Dreharbeiten mit Wim Wenders in Verbindung geblieben?
"Er war eine wesentliche Vertrauensperson für mich. Ich fand es sehr eigenartig, dass alles vorbei war, als ich älter wurde. Da war ich eine heranwachsende Frau in einer anderen Welt, die nichts mit seiner zu tun hat. Erst jetzt haben wir uns in Berlin ein paar Mal getroffen. Ich zeigte auch meine Mappe, nicht weil ich bei ihm arbeiten wollte, sondern weil es für mich ganz schön war zu zeigen, wie mein Leben weitergegangen ist. Die Arbeit mit ihm war ja prägend und kommt immer wieder auf mich zurück."

Waren Sie enttäuscht über Wim Wenders' Rückzug?
"Es war erst mal schmerzhaft für mich, diesen Menschen als Freund verloren zu haben. Ich hatte eine problematische Vatergeschichte, und dies war noch etwas obendrauf."

Wie sind Sie überhaupt zum Film gekommen, wer hat Sie "entdeckt"?
"Das war in den 70er-Jahren in München. Wim Wenders fragte seinen Freund Hark Bohm, ob er nicht ein kleines freches Mädchen kennt. Hark Bohm hatte ein Zimmer in unserer großen Altbauwohnung und versuchte dort ein Drehbuch zu schreiben. Er hatte das Pech, sich in meine Räuberhöhle einquartiert zu haben. Das passte mir überhaupt nicht, ich wehrte mich dagegen – rohe Eier, Reißnägel, alles Mögliche. Deshalb sagte er nur zu Wim Wenders: Ich weiß jemand."

Damals war ja eine allgemeine Aufbruchsstimmung in unserer Gesellschaft, es war die Zeit des Ausprobierens neuer Lebens- und Erziehungsformen. Wie weit hat das in Ihr Leben eingegriffen?
"Ich bin nur mit meiner Mutter aufgewachsen, war in der Freien Schule, da kam alles zusammen. Die Schule war eine Katastrophe, als ich endlich in der Regelschule war, sagte ich: Mama, ich darf lernen. Aber es war für mich völlig normal, etwas mit Kultur, mit Film zu tun zu haben. Da kamen die Kinder von Hark Bohm, die Kinder von Welser-Ude, alle machten irgendetwas Kreatives."

Wie war die erste Begegnung mit Wim Wenders?
"Das war auf dem Land auf einem Bauernhof. Ich war im Heu. Meine Mutter rief mich. Ich sah nur ein riesiges buntes Auto, aus dem jemand mit einem bunten Hemd ausstieg mit einem Cowboyhut auf dem Kopf. Ich bin im Heu sitzen geblieben, und er ist wieder weggefahren. Ich weiß nur, dass dieser bunte Mensch kam und ich dachte: Nein. Dann erinnere ich mich an Testaufnahmen. Anfangs fand ich das komisch, doch bald habe ich die Kamera vergessen, dann war alles selbstverständlich für mich."

Kinder beim Film – wie beurteilen Sie das heute? Ist es Kinderarbeit?
"Ich finde etwas anderes wichtig. Es geht um die Nutzung des Kindes. Filmarbeit ist ein starkes Prägungserlebnis. Man ist konzentriert und man merkt, dass man von den wichtigsten Menschen am Drehort die volle Aufmerksamkeit hat. Man empfindet es als eine ganz intensive Beschäftigung. Meines Erachtens ist es für ein Kind überhaupt nicht zu verstehen, warum das in einem Moment da ist, bei Proben und beim Drehen, und dann nicht mehr. Deshalb spreche ich von Nutzung."

Fühlten Sie sich ausgenutzt?
"Nein, eher verlassen als heranwachsender Mensch, wobei ich sagen muss, dass es nicht nur an einer Seite lag. Ich hatte immer das Gefühl, da ist einer, der mir als Freund verbunden bleibt, aber das war eben mehr ein Gefühl, keine tatsächliche Hilfe. Es ist wichtig, dass man sich der emotionalen Verantwortung bewusst ist, wenn man mit Kindern arbeitet, damit das bei der Filmarbeit gewonnene Selbstwertgefühl erhalten bleibt. Sonst rutscht man aus und weiß nicht warum. Oder man arbeitet sich von einem Film zum nächsten und hat nichts mehr mit der Realität zu tun. Die Entwicklung des tatsächlichen Selbstwertgefühls wird dadurch stark gefährdet."

Wie ging es Ihnen danach? Immerhin hatten Sie eine Hauptrolle bei Wim Wenders. Hatte sich dadurch etwas in Ihrem Alltagsleben verändert?
"Das kam später. Das Fernsehen hatte einen Bericht über Kinderstars gebracht, in dem auch Yella Rottländer als 'Alice' vorkam. Da sprachen mich wildfremde Menschen im Bus an. Und als auf einmal meine beste Freundin nicht mehr zu mir nach Hause kam, war ich unheimlich traurig. Später, wenn ich auf diesen Film angesprochen wurde, der ja immer wieder mal zu sehen ist, hat das unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst. Manchmal sagte ich gar nichts, dachte nur, ich muss mich erst selbst behaupten."

Was halten Sie von der Forderung, die täglich erlaubten fünf Stunden Filmarbeit für Kinder auszudehnen?
"Lieber drei Stunden als fünf, damit das Ganze gar nicht zu große Wichtigkeit bekommt. Aber es geht heutzutage ums Geld. Jeder Drehtag kostet, also versucht man, möglichst schnell und möglichst viel an einem Tag zu erreichen. Schon deswegen könnte ein Film wie 'Alice in den Städten' heute gar nicht mehr gemacht werden."

Wie war das damals – Wim Wenders hat bestimmt nicht auf die Uhr geschaut beim Drehen. Noch heute beim Betrachten des Films "Alice in den Städten" hat man das Gefühl von Zeit und Ruhe, von Gelassenheit und Unangestrengtheit.
"Ich habe keine Ahnung, wie lange der Drehtag damals für mich war. Manchmal war es anstrengend, manchmal hatte ich Hunger. Das Essen war überhaupt wichtig für mich."

Das Wort "Catering" war unbekannt, man aß zwischendurch und überhaupt ging es beim Drehen familiärer zu. Gab es dennoch Stress?
"Nein. Das lag an Wenders' Arbeitsweise. Ich habe nie Texte gelernt, er hat erklärt, was es bedeutet und was ich zu tun habe, von Einstellung zu Einstellung. Zum Beispiel: Jetzt sind wir hier in einem Hotelzimmer, du bist jetzt ganz traurig und Rüdiger (Vogler) erzählt dir eine Geschichte, damit du einschlafen kannst. Ich habe die Story des Films damals nicht begriffen. Es war für mich überhaupt nicht durchschaubar, was ich da machte. Für mich war etwas ganz anderes wichtig – das Zusammenspiel der Leute im Team und wie ich mit den einzelnen zurechtkomme. Rüdiger Vogler war eher ein Kollege für mich, Wim Wenders der Freund und Bezugsmensch."

Gab es eine Kinderbetreuung?
"Ich weiß es nicht. Ich habe es nicht wahrgenommen. Damals hieß es nur: Das ganze Team spielt Fußball oder das ganze Team geht essen. Meine Mutter war übrigens dabei."

Ihre erste Filmerfahrung war eine Rolle in "Der scharlachrote Buchstabe"...
"Ja, das hatte sich positiv bei mir abgesetzt. Deshalb sagte ich ja, als meine Mutter mich fragte, ob ich noch einmal spielen möchte. Nach 'Alice' kam die ZDF-Kinderserie 'Paul und Paulinchen', meine erste 'richtige' Dreherfahrung, mit unendlichen Wiederholungen, Dienst nach Vorschrift, Text lernen. Da war ich etwa elf Jahre und bin unter großen emotionalen Druck geraten. Hinzu kamen Reibereien mit dem Regisseur."

Fühlten Sie sich überfordert?
"Kinder sind unglaublich belastbar. Obwohl sie emotional überbelastet werden, bleiben sie oft ruhig, wirken kräftig, stark und selbstsicher. So sind Kinder eben. Und dann denken die Erwachsenen: Die macht das schon, die kann das."

Ist Ihnen deshalb die Lust am Film vergangen, liegt darin Ihre Skepsis begründet?
"Meine Einstellung dazu: Im Prinzip bin ich eher gegen Arbeit mit Kindern, weil saudumm mit ihnen umgegangen wird. Es mag sein, dass ein Vilsmaier, der selbst Vater von drei Kindern ist, einen ganz anderen Umgang hat. Aber wie beim Fernsehen, in Vorabendserien, mit Menschen umgegangen wird – das ist kein gesundes Klima für Kinder. Das ist ein Vorgaukeln falscher Werte. Da geht es nicht um Menschlichkeit, sondern ums Geschäft. Es gibt so viele schöne andere Beispiele, wo Kinder etwas lernen können durch das, was sie machen. Das sind nicht die Dinge, die in den Medien ihren Niederschlag finden."

Mit Yella Rottländer sprachen Gudrun Lukasz-Aden und Christel Strobel

 

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Liste - Interview

 

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30 Jahre kreatives Filmschaffen| Lindner, Friedrich und Berghäuser, Laura - Schauspieler ist beim Film ja doch das Einfachste ...| Lindrgen, Astrid - "Ich will gern sehen, was ich geschrieben habe"| Linh, Viet - "Meine Arbeit muss mir in Vietnam Erfolg bringen"| Link, Caroline - "Die kleinen Momente sind für mich das, was die große Geschichte ausmacht"| Link, Caroline - "Ich möchte gerne Filme machen, die gesehen werden und im Kino Erfolg haben"| Link, Caroline - "In meinem Film wird niemand makellos sein"| Linsel, Anne und Rainer Hoffmann - Die Jugendlichen wussten, dass sie sich auf uns verlassen konnten| Loach, Ken - "Ich gebe denen eine Stimme, die man sonst nicht hört."| Londner, Eitan - "Ich bin viele Umwege gegangen"| Lord, Jean-Claude - "Ich möchte Kindern einfach einen Teil der wunderschönen Dinge zeigen, die es auf der Welt noch gibt!" | Lorey, Elmar - Der Blick aus dem Inneren einer anderen Kultur| Lorey, Elmar M. - "Das Thema Dritte Welt ist immer schwieriger präsent zu halten"| Lorey, Elmar M. - Hals über Kopf| Losansky, Rolf - "Ich bin und bleibe Kintopp-Mann!" | Losansky, Rolf - "Ich erzähle mit einem Augenblinzeln"| Losansky, Rolf - Ein leiser Film zwischen Phantasie und Wirklichkeit| Lotz, Karl Heinz - "Hätte ich gewusst, dass es so einen Rummel zu Mozart gibt, hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht"| Lotz, Karl Heinz - "Wenn ein Projekt genehmigt war, hatte man große finanzielle Freiheiten" | Lowenthal, Mark - "Ich habe einfach nach einem wahrhaftigen Ende gesucht"| Lu, Zhang - Man kann den ganzen Film auch als Traum von Chang-ho sehen| Lucchesi, Matías - Man muss es versuchen und dann auch tun| Lucchini, Domenico - "Die Zukunft des Festivals sieht gut aus"| Luruli, Ntshavheni Wa - "Es liegt in unseren Händen"| Maar, Paul - "Ich gehe ziemlich liebevoll mit meinen Figuren um"| MacLean, Andrew Okpeaha - "Wir können unsere eigenen Geschichten erzählen und der ganzen Welt zeigen, wie wir sind."| Makhmalbaf, Hana - "Ich musste mir jeden Tag etwas Neues einfallen lassen."| Malas, Mohamed - "Das Gedächtnis ist das Ausgangsmaterial für meine Arbeit"| Malberti, Juan Carlos Cremata - "Ich kann keine Lösung eines Problems anbieten, das nicht zu lösen ist"| Mandoki, Luis - "Ich hoffe, dass die Regierungen an uns Kinder denken, bevor sie ihre Entscheidungen treffen"| Marshall, Klaus & Jürgen - "Wir sind der Meinung, dass wir einen schönen, vorzeigbaren Familienfilm gemacht haben"| Masannek, Joachim - "Alles ist gut, solange du wild bist!"| McCanlies, Timothy - Wie ein junger Tarzan| McKenzie, Catriona - "Die Frage nach unseren Wurzeln wird immer wichtiger"| Mehmert, Gil - "Wir haben unter den gegebenen Möglichkeiten das Optimale herausgequetscht"| Meier, Ursula - Alle meine Filme spielen an solchen "nowhere places"| Meinke, Christian - "Ideal sind die Filme, die gut gemacht sind und die das Publikum berühren."| Meyer, Günter - "Der Zuschauer muss wirklich um seine Helden bangen"| Meyer, Günter - Filmmusik als emotionaler Kommentar | Meyer, Günther - "Krimi ist meine Leidenschaft"| Meyer, Werner - "Als Regisseur ist man immer ein Grenzgänger"| Meyers, Randall - "Dann bringen wir eben das Orchester ins Kino"| Miler, Zdenek - "Idee, Zeichnungen, Drehbuch, Regie – das mache ich alles selbst"| MIller, David Lee - "Diese wunderbare 'Suicide'-Familie"| Mordaunt, Kim - "Wir waren fasziniert von der Lebensfreude und Energie"| Morelli, Paulo - "Die Situation in den Favelas ist nach wie vor hoffnungslos"| Moretti, Nanni - "Ich finde private Geschichten einfach spannender zu erzählen"| Morrison, Paul - "Am meisten fühle ich mich von ganz normalen Menschen überall auf der Welt inspiriert"| Müntefering, Gert K. - "Kinderfernsehen braucht eine provokante Seite, um wahrgenommen zu werden" | Müntefering, Gert K. - "Wir haben so etwas wie eine neue Sachlichkeit für Kinder eingeführt"| Mune, Ian - "Das Thema ist die Konfrontation mit dem Tod"| Muntean, Lucian und Natasa - "Wir kamen als Touristen und gingen als Filmemacher"| Munzi, Francesco - "Es gibt leider nicht viele Saimirs"| Muyl, Philippe - Eine Mischung aus Humor, Zärtlichkeit und Ironie| Näter, Thorsten - "Man muss sich seine Menschlichkeit bewahren"| Narymbetov, Satybaldy - "Mich interessieren die Nuancen, die Schattierungen in den Beziehungen der Menschen"| Nattiv, Guy - "Kindheit ist sehr intensiv. Auch was die Schmerzen betrifft"| Nebe, André F. - "Wir haben es so gemacht und es ging"| Nesslauer, Nessie - "Es ist der Magic Moment, der entscheidet ..."| Neumann, Bernd - "Jugendschutz grenzüberschreitend verbessern"| Niehage, Dagmar - "Pommes Essen" – Eine starke David gegen Goliath-Geschichte| Nielsen, Jesper W. - "Kindheit ist wie eine große Landschaft"| Noczynski, Fred - Schwer, aber nicht hoffnungslos| Næss, Petter - "Damit kann sich jedes Kind identifizieren"| O'Byrne, Joe - "Ich wollte verschiedene Aspekte des Lebens in so einer Art Armenviertel zeigen"| Ocelot, Michel - "Ich war ganz klein und nackt wie Kiriku, aber ich habe es geschafft"| Ocelot, Michel - "Lotte Reiniger hatte diese tolle Idee mit den Silhouetten und ich bin ihr Erbe"| Olofson, Christina - "Es geht um Probleme in einer Mädchengruppe, aber es wird insgesamt ein Lebensgefühl vermittelt, das Jungen genauso interessiert"| Oplev, Niels Arden - "Extremisten sind niemals harmlos!"| Oplev. Niels Arden - "Es ist der persönlichste Film, den ich bisher geschrieben und gedreht habe"| Osawa. Yutaka - Osawas Film gegen das Vergessen| Ovashvili, George - "Ich habe diesen Film meiner unglücklichen Heimat gewidmet." | Overweg, Calle - "Den sozialen Betroffenheitsfilm kann man Kindern nicht anbieten"| Overweg, Calle und Volker Ullrich - Unterhalten mit Welthaltigkeit| Oz, Frank - "Die Muppets erobern Manhattan"| Palombo, Joel - "Ich möchte ein Kino, das zum Fragen herausfordert"| Paulus, Wolfram - Distanz und Achtung – das ist das Rezept| Payer, Peter - "Ich fand die Geschichte von drei Generationen, die in einem Haus leben, sehr reizvoll"| Peck, Raoul - "Die Männer gehen, die Kinder bleiben"| Peters, Maria - "Diese Geschichte hat viel mit meinen eigenen Erfahrungen als Kind zu tun"| Peters, Maria - "Für mich ist wichtig, dass Kinder mit Respekt betrachtet werden"| Pieck, Kai S. - "Mir fehlt nicht nur in vielen Kinder- und Jugendfilmen, sondern überhaupt in deutschen Filmen der Raum für die Phantasie"| Pieters, Guido - "Ein Film ohne Publikum ist kein Film"| Pimenta, Pedro - "Heute braucht man fünfmal so viele Nüsse"| Plattner, Enrico - "Ich lebe sehr gern in der Welt der Kinder"| Pöldma, Janno und Heiki Ernits - "Wir wollten einfach nur einen guten Film machen, der Kindern gefällt"| Preuschhof, Sabine - "Wir wollen das Kulturgut Märchen lebendig halten"| Preußler, Otfried - "Ich betrachte das Schreiben von Geschichten für Kinder nicht als literarische Tätigkeit zweiten oder fünften Ranges"| Prijomichov, Valerij - Die ganze Geschichte aus dem Leben gegriffen| Proskar, Danielle - "Mit Kindern zu drehen ist sehr bereichernd – ein ständiger Sonnenschein am Set"| Radke, Hans-Dieter - Die Welt des Märchens – neuer Programmschwerpunkt des Zweiten Deutschen Fernsehens| Rambeck, Johann - Aus einer anfänglich noch kleinen Idee wurde eine richtig große Bewegung ...| Ramezani, Gholamreza - "Man darf nie aufgeben!"| Ranisch, Axel - "Ich wollte mal etwas für Kinder machen, weil ich von Kindern umgeben bin"| Ray, Satyajit - "Das Königreich der Diamanten"| Reding, Benjamin - Gefühl der Machtlosigkeit| Redpath, Maryanne und Florian Weghorn - Alles auf Augenhöhe| Reich, Uschi - "Ich denke, dass die Intelligenz des Publikums wächst"| Reich, Uschi - "Welcher Name garantiert heute schon Erfolg?"| Ried, Elke - "Das tapfere Schneiderlein" kehrt zurück| Ried, Elke - "Die Grundstimmung ist lebensbejahend"| Ried, Elke - "Es hat sich auch vieles zum Positiven verändert"| Ried, Elke - Nestwärme für den Spatzen in einer kargen Zeit| Riedlsperger, Erhard - "Mit dem Mädchen mitfühlen" | Rieman, Ziska und Luci van Org - "Wir wären ein schönes Duo Infernale gewesen"| Rosenbaum, Marianne - "Ich dachte, es wäre ganz leicht, dieses Buch zu verfilmen"| Rosenbaum, Marianne - "Lilien in der Bank"| Rosenbaum, Marianne - "Peppermint Frieden"| Rosenbaum, Uwe - "Es geht darum, Mittel und Ideen zu konzentrieren"| Rosenbaum, Uwe - "Leider stecken die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Geld ins Serielle"| Rosenbaum, Uwe - Mit wenigen Mitteln viel erreicht| Rosenmüller, Marcus H. - "Ich habe den Film nicht nur für Bayern gemacht!"| Roslaniec, Kasia - "Menschen sind offensichtlich austauschbar"| Rosslenbroich, Gabriele - "Wir sind überzeugt, dass man Kindern das Medium Film im Kino näher bringen muss"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben über die Jahre eine eigene Welt aufgebaut"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben einen hohen Anspruch"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir können stringenter produzieren, wenn alles in einer Hand bleibt"| Rottländer, Yella - "Wim Wenders ist begnadet im Umgang mit Kindern beim Drehen" | Ruzowitzky, Stefan - "Tempo steht für Rave-Kultur"| Sahling, Bernd - "Sie hat die Gabe, Brücken zu schlagen ..."| Sahling, Bernd - "Wie viel Ratlosigkeit können wir Kindern in einem Film zumuten?"| Sahling, Bernd - Mut zur Stille und zur Langsamkeit| Salvatores, Gabriele - "Keine Angst zu haben bedeutet für mich Freiheit"| Saparov, Usman - "Ich möchte die Kinder sensibilisieren dafür, dass es menschliche Güte gibt und dass daneben aber auch eine teuflische Politik existiert"| Saparow: Usman - Den Kindern eine andere Beziehung zur Natur plausibel machen| Schäfer, Horst - "Eine Menge Wünsche von draußen und viele Ideen aus eigenem Hause" | Schäfer, Horst - "Um die Zukunft des Kinderkinos ist mir nicht bange"| Schäfer, Horst - "Wir müssen uns an die vorgegebene Zielgruppe halten"| Schäfer, Horst - 25 Jahre KJF| Schardt, Andreas - "Für viele ist die Förderung durch das Kuratorium so etwas wie ein Gütesiegel"| Schatalowa, Elena - "Die Grundidee war, einen schönen realen Märchenfilm zu drehen"| Schesch, Stephan - "Die Schublade Trickfilm gleich Kinderfilm ist sehr deutsch"| Schindler, Christina - "Das übergeordnete Thema in meinen Filmen ist immer das Verhältnis von Fiktion und Realität"| Schindler, Christina - "Ich habe gespürt, das ist mein Medium"| Schindler, Christina - "Sich fügen, dagegen muss ich einfach rebellieren!"| Schindler, Rosi - "Ich habe alles gut verkraftet"| Schleinstein, Frank - "Eigentlich bist du verrückt, einen Film zu drehen, der völlig gegen den Strich geht"| Schmid , Alice - "Keine Erklärungen, kein Kommentar"| Schmid, Hans-Christian - Eine Hauptfigur, die leidenschaftlich ein bestimmtes Ziel verfolgt| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - "Uns geht es um inhaltliche Fragen, nicht um oberflächlichen Erfolg"| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - Vom klanglich attraktiven Titel "Wintervater" zur heller anmutenden "Wintertochter"| Schmidt, Gerhard - "Keine Angst vor den Amerikanern"| Schmidt, Manfred - "Wenn es ein gesellschaftlicher Wunsch ist, dass Kinder sich mit Filmen auseinander setzen, dann müssen wir dafür auch etwas tun"| Schmidt, Renate - Das Fernsehen darf nicht der beste Freund der Kinder werden| Schmitt, Eric-Emmanuel - "In unseren Städten versteckt man den Tod"| Schmitz, Oliver - "Das Land hat mich geprägt| Schneider, Wolfgang - Kulturelle Bildung ist nicht Event-Kultur| Schoemann, Michael - "Hot Dogs – Wau, wir sind reich"| Schreitmüller, Andreas - Gespräch mit Andreas Schreitmüller| Schröder, Claudia - "Ich möchte vor allem keine pädagogischen Filme machen" | Schuchardt, Friedemann - "Alleingänge haben keine Überlebenschance"| Schuchardt, Friedemann - "Ich war eigentlich immer Pionier"| Schuhler, Juliane - "Marcel ist antiautoritär aus sich heraus"| Schwochow, Christian und Matthias Adler - "Man wacht morgens auf und dann ist eine Figur da – und die hieß ganz schnell Marta"| Senft, Haro - "Jakob hinter der blauen Tür"| Seth, Gaurav - "In dem Film stecken eine Menge eigener Gefühle"| Shaul, Dror - "Sweet Mud ist der bessere Titel"| Shortland, Cate - "Die Kinder von Mördern sind keine Mörder"| Siddiquie, Sabu - "Wir stehen noch ganz am Anfang"| Sieben, Thomas - "Der Film ist ein Experiment"| Siegert, Hubertus - ... von der Stimmung des Films und ihrer eigenen Ausstrahlung als Klasse sehr beeindruckt| Silber, Rolf - Kinderfilme: Mit Emotionen gegen Vorurteile | Simon, Rainer - "Sich an den bestehenden Verhältnissen reiben"| Simon, Rainer - Mut zum Risiko, Rat vom Schamanen, Verabredung zum Spiel| Skarsgård, Stellan - Gespräch mit Stellan Skarsgård| Solito, Auraeus und Raymond Lee - "Ja, wir sind arm, aber nicht im Geist!"| Solrun, Maria - "Wenn es um Liebe und Freundschaften geht, spielt die Herkunft keine Rolle"| Sommer, Gudrun - "Der DEFA-Kinderdokumentarfilm hat seine Spuren hinterlassen"| Sommer, Gudrun und Katya Mader - "Junge Menschen sind neugierig gegenüber Filmen über ihre Lebenswirklichkeit"| Sommer, Gudrun und Petra Schmitz - "Wir wollen möglichst viele Kinder erreichen"| Sonnenschein, Sabine und Joachim Steinigeweg - "Unser Anspruch war immer, nicht nur das zu zeigen, was sowieso schon in den Kinos zu sehen ist"| Spyrou, Dimitris - Die Liebe des ganzen Teams gehörte diesem Film| Stacke, Manuela und Katrin Milhahn - "Es gibt nicht viele Filme, die Kinder noch interessieren und trotzdem auch schön sind für Erwachsene" | Standaert, Dominique - "Keine Lanze für den Terrorismus"| Stark, Ulf - "Bei einem guten Kinderfilm sollte man alle Fäden wieder zusammenbringen"| Starost, Antje und Hans Helmut Grotjahn - "Die Entdeckung des Gesprächs"| Starost, Antje und Hans-Helmut Grotjahn - "Es ist wie ein Zeitsprung"| Steyer, Christian - Es gibt nichts Berührenderes als Einfachheit| Strand, Rose-Marie - "Produzenten und Regisseure sollten mehr wagen"| Strigel, Claus - "Kinder müssen lernen dürfen"| Strigel, Claus - echt tu matsch| Strigel, Claus - Unterhaltung mit Qualität| Sugmakanan, Songyos - "Ich bin ein Fan von Horror-Filmen"| Svarcova, Iva - "Mich interessieren einfache Menschen, die sehr viel bewegen können"| Svardal, Renate - CIFEJ öffnet sich für neue Mitglieder| Sycholt, Stefanie - "Eigentlich wollte ich Schauspielerin werden"| Tabak, Hüseyin - "Man muss eine menschliche Lösung finden"| Tafel, Sybille - "Kindern traue ich von ihrer Phantasie her mehr zu als Erwachsenen"| Taihyung, Lim - Während der Dreharbeiten dachte ich viel über Glauben und Religion nach| Talebi, Mohammad Ali - "In meinem Land fühle ich mich oft sehr einsam"| Talebi, Mohammad-Ali - "Ich will das Echte aus jedem herausholen"| Tasdiken, Atalay - "Alles, was in dem kleinen Dorf in Anatolien passiert, wird durch die Tradition, die Hierarchie und nicht durch das Gesetz bestimmt"| Terc, Milon - "Der Kinderfilm war immer ein wichtiger Bestandteil unserer Produktionsarbeit"| Theede, Christian - "Wir setzen nicht auf den Lügner und Aufschneider, sondern auf die Schlauheit des kleinen Mannes"| Tirard, Laurent - "Das Parfüm der Kindheit"| Tolentino, Rommel - Du musst zu dem stehen, was du bist, und was draus machen – so wie Nono| Tuomainen, Hannu - "Es gibt immer Hoffnung"| Ungureit, Dagmar - "Mit offenem Blick den Märchen neu annähern"| Unterberg, Hannelore - "Ich möchte die Kinder immer etwas ermuntern"| Uranchimeg, Nansalmaagyn - "Jeder Film hat sein eigenes Schicksal"| Urchs, Wolfgang - "Der Zeichenfilm ist ein modernes Medium"| Urchs, Wolfgang - "Wir haben versucht, eine Phantasie-Welt zu schaffen, die die Phantasie anregt, Spannung vermittelt und so richtig Spaß macht" | van der Meulen, Karst - "Machen nur Idealisten Kinderfilme?"| van Kilsdonk, Nicole - "Ganz dicht an die Hauptfigur heran"| van Rijckeghem, Jean-Claude - "So visuell wie möglich"| Vávrová, Dana - Kinder sind die wahren Helden| Vergés, Rosa - Man kann sein ganzes Leben lang Kind sein ...| Verhoeven, Michael - „Die Serie wäre so nicht gemacht worden, wenn in den Redaktionen so gedacht worden wäre wie in der Gesellschaft“| Vilsmaier, Joseph - Die Entscheidung für den Filmschluss fiel in den Previews – nicht am Schneidetisch| Vollmar, Neele Leana - "Ich wusste, dass ich diese Geschichte mit vollem Herzblut erzählen muss"| von Traben, Tina - Schade, dass nicht mehr Originaldrehbücher im Kinder- und Jugendbereich verfilmt werden| Vorlícek, Václav - "Ich wollte sie befreien und in das normale Leben führen"| Walther, Connie - "Leitfiguren braucht man immer"| Wedel, Karsten - "Wir müssen Menschenfilme machen"| Wedel, Karsten - Eine neue Erfahrung| Wendel, Linda - Gespräch mit Linda Wendel, | Wessel, Kai - "Dieses Sommer-Sonne-Wind-Urlaub-Gefühl überspringen lassen"| Wessel, Kai - "Es war eine große Freude zu beobachten, welche Kraft in den kleinen Menschen steckt"| Westmeier, Inigo - "Man sieht quasi nur rote Punkte!"| Wheeler, Anne - "Ich denke, die Leute sind es langsam leid, immer Filme wie 'Rambo' zu sehen"| Wiedemann, Dieter - Studiengang für Kinderfilm und Kinderfernsehen an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg geplant| Wiehle-Timm, Heike - "Größere Toleranz wäre schön"| Wielopolska, Brita - Eine Lovestory für Kinder| Wigand, Tomy - "Emotion ist mir total wichtig"| Wild, Anne - Den Kindern ihr Märchen geben| Wolf, Klaus Peter - "In dieser irren Wut auf die Erwachsenenwelt und in der Auflehnung gegen sie, darin trägt Sven ganz viele Züge von mir."| Wolpert, Bernd - "Kinder und Jugendliche sind unser wichtigste Zielgruppe"| Wullenweber, Hans Fabian - "Als ob das Glück an dieser Idee klebte"| Zaritzki, Igor - "Es ging mir einfach um eine emotionale Geschichte"| Zeitlin, Benh - "Poesie und Lyrik einer außergewöhnlichen Kindheit"| Zeuschner, Miko - "Ohne die Filmförderung Hamburg wäre das Projekt nicht zustande gekommen"| Zheng, Dong-Tian - "Zurzeit thematisieren viele Kinderfilme das Verhältnis der Generationen"| Ziegenbalg, Oliver - Ich möchte, dass die Menschen so miteinander umgehen wie in meinen Filmen| Zvirbulis, Armands - "Der Produzent hat mir vertraut"| Zylla. Renate - 19 Jahre KinderFilmFest Berlin|


KJK-Ausgabe 69/1997

 

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