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Ausgabe 126-2/2011

"Manchmal braucht es nicht viel, um Träumen das Leben zu nehmen"

Gespräch mit Dorota Kędzierzawska, Drehbuchautorin und Regisseurin, und Arthur Reinhart, Kameramann, Ausstatter und Produzent des Spielfilms "Morgen wird alles besser"

(Interview zum Film MORGEN WIRD ALLES BESSER)

KJK: Im Mittelpunkt Ihrer neuen Arbeit, die auf der Berlinale 2011 nicht nur in der Sektion "Generation Kplus" als bester Spielfilm mit dem "Großen Preis des Deutschen Kinderhilfswerks", sondern auch mit dem renommierten "Friedensfilmpreis" ausgezeichnet wurde, steht der umwerfend charmante Oleg Ryba. Er verkörpert den sechsjährigen Petya, der zusammen mit seinem zehnjährigen Bruder Vaya und dem nur ein Jahr älteren Lyapa in der Hoffnung auf ein besseres Leben über die russische Grenze nach Polen flieht. Olegs hinreißendes Spiel, seine einzigartige Persönlichkeit "durchleuchtet die Welt – direkt ins Herz". So überschwänglich hat es die Jury für den Friedensfilmpreis in ihrer Begründung formuliert und auch die Jury des Deutschen Kinderhilfswerkes sprach vom "Licht", das die "außergewöhnlichen Darsteller in die düstersten Situationen" bringen. Wo und wie haben Sie Ihre 'Bahnhofskinder' gefunden?
Dorota Kędzierzawska: Akhmed Sardalov, der den Lyapa spielt, stammt aus Tschetschenien. Er ist mit seiner Familie nach Polen eingewandert. Die hat dort Asyl beantragt, auch bekommen, und wollte dann weiter zu seinem älteren Bruder nach Schweden. Wir haben die Familie zuletzt im Sommer gesehen, da wollte sie es noch einmal mit Schweden versuchen. Es war ihr bereits dritter Versuch und dabei sind sie wahrscheinlich geschnappt und diesmal von Schweden direkt nach Tschetschenien deportiert worden. Akhmeds Vater hatte eigentlich versprochen, sich vor ihrer Ausreise noch einmal bei uns zu melden, aber seit dem Sommer hatten wir keinen Kontakt mehr. Sicherlich werden wir von Akhmed irgendwann wieder hören. Die Geschwister Ryba haben wir in Dnepropietrovsk gefunden, das ist eine Kleinstadt im östlichen Teil der Ukraine, wo noch russisch gesprochen wird. Die Familie ist arm und hat es schwer.

Warum haben Sie Ihre Darsteller nicht in Russland gesucht?
Dorota Kędzierzawska: Es lag nahe, es erst mal in der Ukraine zu versuchen, weil es für russische Kinder problematisch sein könnte, jemanden zu spielen, der von Russland nach Polen gehen will. Dass wir Oleg gefunden haben, war fast Zufall. Denn meine Assistentin sollte zwar nach einem Geschwisterpaar suchen, doch als sie Evgeny entdeckt hatte, dachte sie nicht mehr daran.

Aber Evgeny und Oleg sind doch Brüder!
Dorota Kędzierzawska: Ganz recht. Aber von Oleg wussten wir nichts. Erst als ich selbst in die Ukraine gefahren bin, um den Jungen zu treffen, der mir auch eine sehr gute Wahl schien, zeigte mir seine Mutter ein Foto, auf dem auch Oleg mit drauf war. Der Junge mit den langen Haaren hat mich sofort interessiert. "Wer ist das?", hab' ich gefragt und Frau Ryba sagte: "Na, das ist Evgenys Bruder!" Auf diese Weise fand ich eine Stunde vor meinem Abflug auch unseren jüngsten Darsteller. Da es sich bei den beiden auch noch um Brüder handelte, konnte es wirklich nicht besser kommen, und ich war richtig glücklich.
Arthur Reinhart: Aber damit fingen auch die Schwierigkeiten an! Nachdem Dorota unser Geschwisterpaar also ganz kurz gesehen hatte, ist unsere Assistentin wieder nach Dnepropietrovsk gefahren, um die Formalitäten zu erledigen. Plötzlich bekamen wir einen alarmierenden Anruf, es sei doch keine gute Idee, den Kleinen für den Film zu engagieren. "Warum?" "Weil der einfach nicht will. Oleg will sich partout nicht fotografieren lassen!" Drei Stunden wären sie beim Fotografen gewesen, aber der Junge habe sich standhaft geweigert, Pass-Fotos von sich machen zu lassen. Dorota war sehr erschrocken – aber weil er total zu dem Charakter passte, den sie sich vorstellte, hatte sie sich in den Jungen schon dermaßen verguckt, dass sie einfach nicht von ihm lassen wollte. Also ist sie auch noch mal in die Ukraine gefahren und konnte ihn umstimmen. Aber als dann das Visum beantragt werden sollte, stellte sich heraus, dass die Kinder entgegen der Auskunft der Mutter nicht mal eine Geburtsurkunde hatten. Damit existierten sie eigentlich gar nicht. Das Beantragen der Papiere dauert normalerweise ein halbes Jahr, wir haben es aber dann doch irgendwie geschafft, es innerhalb von zwei Monaten zu erledigen. Geholfen haben uns dabei die Botschaften und ja, Geheimagenten, von denen wir nur die Telefonnummern hatten. Eigentlich war auch das gar nicht machbar, weil wir ja schon alles gebucht hatten, die Hotels, die Wagen und … Und die Crew wartete eigentlich auch schon. Also, mit den beiden Jungs hatten wir am Start wirklich Riesenprobleme.

Im Nachhinein hat sich die Beharrlichkeit Ihrer Frau dann aber doch gelohnt. Denn dass sie an den Brüdern festgehalten hat, erwies sich als Glücksgriff für Ihren Film. Vor allem Oleg strahlt ja eine unglaubliche Präsenz und Kraft aus.
Arthur Reinhart: Das ist schon richtig. Er hat viel Kraft, und wenn er was machen will, dann macht er das, und wenn nicht, dann nicht. Beim Dreh gab es dann noch einen zweiten sehr kritischen Moment mit ihm. Was dazu führte, dass alles, was wir am ersten Drehtag aufgenommen haben, im Mülleimer gelandet ist, weil der Junge plötzlich nicht mehr mitmachen wollte. Er hat gesagt, das interessiert ihn nicht, das macht er nicht und – blieb stur! Niemand konnte ihn überreden, nichts hat funktioniert. Schließlich sind wir auf die Idee gekommen, dass er der Assistentin von Dorota zeigen sollte, wie die Szenen, die wir uns vorgestellt hätten, eigentlich gespielt werden müssten. Dorota hat ihm also gesagt, worum es geht, und dass die Assistentin das jetzt machen müsse, aber leider nicht wüsste, wie, und Oleg müsse ihr mal zeigen, wie es geht, und das müssten sie so oft wiederholen, bis sie es könne! Also hat er ihr diese Szenen immer wieder vorspielen müssen, wobei wir natürlich die Gelegenheit nutzten, ihn dabei zu filmen. Auf diese Weise spielte er selber ja nicht, sondern zeigte bloß, wie man es spielen müsste! Der Junge brauchte einfach einen Ausweg, doch mitspielen zu können, und letztendlich war er dann der professionellste von allen drei Jungen. Einen halben Tag haben wir den ganzen Zirkus so mitgemacht und langsam, langsam sind wir durch dieses Spiel weitergekommen (lacht). Also es war uns schon klar, dass er eine starke Persönlichkeit hat und wir einen Schlüssel brauchten, um ihn zu knacken, damit er aus seiner Verweigerungshaltung rauskommt, ohne sein Gesicht zu verlieren.
Dorota Kędzierzawska: Aber gut war dann auch, dass das schöne Hotel, die ganzen Luxus-Bedingungen während des Drehs auf die Jungen keinen besonderen Eindruck gemacht haben. Beeindruckt hat sie vielmehr die Natur im Nordosten von Polen, die Wälder, die Kühe, alles, was sie dort gesehen haben – und das Staunen über die Schönheit der Natur zeigt sich zum Beispiel auch in der Szene, als Petya mit dem Marienkäfer spielt. Da ist seine Freude nicht gespielt, sondern ganz echt.

Wie lange haben denn die Dreharbeiten gedauert?
Arthur Reinhart: Das waren schon 42 Drehtage. Aber wir hatten das Glück, dass die Kinder zu dritt waren und sich zwischendurch immer wieder ausruhen konnten. Sonst wäre es nicht machbar gewesen. Allerdings war Oleg immer sauer, wenn wir ihn ins Hotel zurückgefahren haben. Denn selbst wenn er nicht gespielt hat, wollte er ständig dabei sein. Wenn die Jungs einzeln gedreht haben, waren sie immer sehr gut – aber wir hatten ein großes Problem, wenn sie alle drei vor der Kamera waren, weil sie dermaßen eifersüchtig aufeinander waren. Das war so schon nicht mehr schön und am schlimmsten war der Kleine. Seine Eifersucht auf die Älteren war wirklich ein Horror. Jeden Morgen, wenn wir zum Set gefahren sind, hat uns die Crew besorgt gefragt: "Wie viele Einstellungen haben wir, wo alle drei im Bild sind?!" Das war ziemlich häufig der Fall und für uns alle das absolut Schwierigste!

Wie kommt es, dass Japan bei diesem Film Koproduzent ist?
Dorota Kędzierzawska: Wir hatten das Glück, dass sich Takashi Niwa, ein japanischer Verleiher, in meine Filme verliebt hat – er hatte schon unseren Film "Wrony" (Krähen) von 1994 und "Jestem" (Ich bin) von 2005 für seinen Verleih gekauft. "Jestem" kommt jetzt im März in Japan im Kino heraus. Niwa hat sich dann auch entschlossen, einen unserer Filme zu produzieren – und "Morgen wird alles besser" ist nun die erste Produktion seiner neugegründeten Firma unter dem Namen Pioniwa Film. Darüber sind Arthur und ich natürlich sehr glücklich.

Wie teuer oder wie kostengünstig war denn Ihr Film?
Arthur Reinhart: Drei Millionen Zloty, das sind ca. 800.000 Euro.
Dorota Kędzierzawska: Wie ich beim Empfang unserer Auszeichnung durch das Kinderhilfswerk gesagt habe, werde ich das Preis-Geld den drei Kindern geben – wie genau, weiß ich noch nicht. Damit es nicht in den Händen zerrinnt, werde ich es vielleicht für ihre Ausbildung anlegen, oder sonst wie, aber ich will es für sie verwenden.

Können Sie bitte noch über die reale Vorgeschichte für Ihren Film sprechen?
Dorota Kędzierzawska: Vor fünf oder sechs Jahren wurde im polnischen Rundfunk von ein paar obdachlosen russischen Jungen berichtet, die illegal nach Polen kamen, um hier ein neues, besseres Leben zu finden. Weil sie nicht wussten, dass sie um politisches Asyl hätten nachsuchen können, wurden sie wieder zurück nach Russland geschickt. Ihre Abschiebung hat dann im Radio eine lebhafte Hörer-Diskussion ausgelöst, bei der sich die Hälfte für die Abschiebung der Jungen aussprach. Ich war darüber so entsetzt, dass ich ihre Geschichte weitererzählen wollte.

"Für alle, die Angst hätten, etwas für diese Kinder zu tun, wenn sie ihnen auf der Straße begegnen würden" – bei Ihrem Statement zum Film haben Sie sich selbst nicht ausgenommen.
Dorota Kędzierzawska: Ja, das stimmt. Mit dem Film wollte ich zeigen, was ein Mensch erreichen kann, auch ein kleiner, wenn er eine Idee hat, für etwas lebt, wie weit man kommen kann, wenn man Träume hat. Dass diese aber auch durch irgendwelche Kleinigkeiten, Formalitäten gründlich zerstört werden können. Manchmal braucht es nicht viel, um Träumen das Leben zu nehmen. Auf der anderen Seite erzählen wir natürlich auch eine Geschichte über Menschen, die glauben, dass es da, wo man nicht ist, besser sei. Denn irgendwo muss es ja besser sein, muss es ja eine Zukunft für sie geben!

Der Film entlässt die Zuschauer in dieser Hoffnung. Denn die Kinder werden sicher wieder versuchen, über die Grenze zu kommen.
Dorota Kędzierzawska: Ganz bestimmt, denn sie sind durch ihre gemeinsame Flucht noch stärker geworden.

Könnte Ihre polnische Amtsstube eigentlich überall sein?

Dorota Kędzierzawska: Natürlich ist es ein polnisches Amt, aber ich glaube, das ist auch universell und funktioniert so auf der ganzen Welt.

Ihr Film dauert 118 Minuten. Waren Sie nicht manchmal versucht, etwas rauszuschneiden?
Arthur Reinhart: Ich habe tatsächlich versucht, ein bisschen mehr Tempo zu geben und des Nachts heimlich ein bisschen rausgeschnitten, aber Dorota hat es immer gemerkt.

Und sich durchgesetzt!
Dorota Kędzierzawska: Weil jede Szene eine Länge hat, die nach meinem Empfinden genau so und nicht anders sein kann. Und Artur ist ja auch mein Produzent – und zwar ein so guter, dass er immer bestrebt ist, die Wünsche seiner Regisseurin zu erfüllen.

Gibt es schon ein nächstes Projekt?
Dorota Kędzierzawska: Ich habe vor, einen Film über ein Kind zu drehen, das nach dem Krieg aus Schlesien nach Polen kommt. Ich kenne die Geschichte aus vielen Erzählungen …

Es ist die Geschichte von Arthur, oder?
Dorota Kędzierzawska: Ja, das ist richtig – aber ich glaube, mit Kindern lege ich erst mal eine Pause ein. Ich bin nach den Dreharbeiten für diesen Film jetzt doch ein bisschen erschöpft und ziehe vielleicht einen Stoff mit Erwachsenen vor.

Das Gespräch führte Uta Beth

 

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Liste - Interview

 

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30 Jahre kreatives Filmschaffen| Lindner, Friedrich und Berghäuser, Laura - Schauspieler ist beim Film ja doch das Einfachste ...| Lindrgen, Astrid - "Ich will gern sehen, was ich geschrieben habe"| Linh, Viet - "Meine Arbeit muss mir in Vietnam Erfolg bringen"| Link, Caroline - "Die kleinen Momente sind für mich das, was die große Geschichte ausmacht"| Link, Caroline - "Ich möchte gerne Filme machen, die gesehen werden und im Kino Erfolg haben"| Link, Caroline - "In meinem Film wird niemand makellos sein"| Linsel, Anne und Rainer Hoffmann - Die Jugendlichen wussten, dass sie sich auf uns verlassen konnten| Loach, Ken - "Ich gebe denen eine Stimme, die man sonst nicht hört."| Londner, Eitan - "Ich bin viele Umwege gegangen"| Lord, Jean-Claude - "Ich möchte Kindern einfach einen Teil der wunderschönen Dinge zeigen, die es auf der Welt noch gibt!" | Lorey, Elmar - Der Blick aus dem Inneren einer anderen Kultur| Lorey, Elmar M. - "Das Thema Dritte Welt ist immer schwieriger präsent zu halten"| Lorey, Elmar M. - Hals über Kopf| Losansky, Rolf - "Ich bin und bleibe Kintopp-Mann!" | Losansky, Rolf - "Ich erzähle mit einem Augenblinzeln"| Losansky, Rolf - Ein leiser Film zwischen Phantasie und Wirklichkeit| Lotz, Karl Heinz - "Hätte ich gewusst, dass es so einen Rummel zu Mozart gibt, hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht"| Lotz, Karl Heinz - "Wenn ein Projekt genehmigt war, hatte man große finanzielle Freiheiten" | Lowenthal, Mark - "Ich habe einfach nach einem wahrhaftigen Ende gesucht"| Lu, Zhang - Man kann den ganzen Film auch als Traum von Chang-ho sehen| Lucchesi, Matías - Man muss es versuchen und dann auch tun| Lucchini, Domenico - "Die Zukunft des Festivals sieht gut aus"| Luruli, Ntshavheni Wa - "Es liegt in unseren Händen"| Maar, Paul - "Ich gehe ziemlich liebevoll mit meinen Figuren um"| MacLean, Andrew Okpeaha - "Wir können unsere eigenen Geschichten erzählen und der ganzen Welt zeigen, wie wir sind."| Makhmalbaf, Hana - "Ich musste mir jeden Tag etwas Neues einfallen lassen."| Malas, Mohamed - "Das Gedächtnis ist das Ausgangsmaterial für meine Arbeit"| Malberti, Juan Carlos Cremata - "Ich kann keine Lösung eines Problems anbieten, das nicht zu lösen ist"| Mandoki, Luis - "Ich hoffe, dass die Regierungen an uns Kinder denken, bevor sie ihre Entscheidungen treffen"| Marshall, Klaus & Jürgen - "Wir sind der Meinung, dass wir einen schönen, vorzeigbaren Familienfilm gemacht haben"| Masannek, Joachim - "Alles ist gut, solange du wild bist!"| McCanlies, Timothy - Wie ein junger Tarzan| McKenzie, Catriona - "Die Frage nach unseren Wurzeln wird immer wichtiger"| Mehmert, Gil - "Wir haben unter den gegebenen Möglichkeiten das Optimale herausgequetscht"| Meier, Ursula - Alle meine Filme spielen an solchen "nowhere places"| Meinke, Christian - "Ideal sind die Filme, die gut gemacht sind und die das Publikum berühren."| Meyer, Günter - "Der Zuschauer muss wirklich um seine Helden bangen"| Meyer, Günter - Filmmusik als emotionaler Kommentar | Meyer, Günther - "Krimi ist meine Leidenschaft"| Meyer, Werner - "Als Regisseur ist man immer ein Grenzgänger"| Meyers, Randall - "Dann bringen wir eben das Orchester ins Kino"| Miler, Zdenek - "Idee, Zeichnungen, Drehbuch, Regie – das mache ich alles selbst"| MIller, David Lee - "Diese wunderbare 'Suicide'-Familie"| Mordaunt, Kim - "Wir waren fasziniert von der Lebensfreude und Energie"| Morelli, Paulo - "Die Situation in den Favelas ist nach wie vor hoffnungslos"| Moretti, Nanni - "Ich finde private Geschichten einfach spannender zu erzählen"| Morrison, Paul - "Am meisten fühle ich mich von ganz normalen Menschen überall auf der Welt inspiriert"| Müntefering, Gert K. - "Kinderfernsehen braucht eine provokante Seite, um wahrgenommen zu werden" | Müntefering, Gert K. - "Wir haben so etwas wie eine neue Sachlichkeit für Kinder eingeführt"| Mune, Ian - "Das Thema ist die Konfrontation mit dem Tod"| Muntean, Lucian und Natasa - "Wir kamen als Touristen und gingen als Filmemacher"| Munzi, Francesco - "Es gibt leider nicht viele Saimirs"| Muyl, Philippe - Eine Mischung aus Humor, Zärtlichkeit und Ironie| Näter, Thorsten - "Man muss sich seine Menschlichkeit bewahren"| Narymbetov, Satybaldy - "Mich interessieren die Nuancen, die Schattierungen in den Beziehungen der Menschen"| Nattiv, Guy - "Kindheit ist sehr intensiv. Auch was die Schmerzen betrifft"| Nebe, André F. - "Wir haben es so gemacht und es ging"| Nesslauer, Nessie - "Es ist der Magic Moment, der entscheidet ..."| Neumann, Bernd - "Jugendschutz grenzüberschreitend verbessern"| Niehage, Dagmar - "Pommes Essen" – Eine starke David gegen Goliath-Geschichte| Nielsen, Jesper W. - "Kindheit ist wie eine große Landschaft"| Noczynski, Fred - Schwer, aber nicht hoffnungslos| Næss, Petter - "Damit kann sich jedes Kind identifizieren"| O'Byrne, Joe - "Ich wollte verschiedene Aspekte des Lebens in so einer Art Armenviertel zeigen"| Ocelot, Michel - "Ich war ganz klein und nackt wie Kiriku, aber ich habe es geschafft"| Ocelot, Michel - "Lotte Reiniger hatte diese tolle Idee mit den Silhouetten und ich bin ihr Erbe"| Olofson, Christina - "Es geht um Probleme in einer Mädchengruppe, aber es wird insgesamt ein Lebensgefühl vermittelt, das Jungen genauso interessiert"| Oplev, Niels Arden - "Extremisten sind niemals harmlos!"| Oplev. Niels Arden - "Es ist der persönlichste Film, den ich bisher geschrieben und gedreht habe"| Osawa. Yutaka - Osawas Film gegen das Vergessen| Ovashvili, George - "Ich habe diesen Film meiner unglücklichen Heimat gewidmet." | Overweg, Calle - "Den sozialen Betroffenheitsfilm kann man Kindern nicht anbieten"| Overweg, Calle und Volker Ullrich - Unterhalten mit Welthaltigkeit| Oz, Frank - "Die Muppets erobern Manhattan"| Palombo, Joel - "Ich möchte ein Kino, das zum Fragen herausfordert"| Paulus, Wolfram - Distanz und Achtung – das ist das Rezept| Payer, Peter - "Ich fand die Geschichte von drei Generationen, die in einem Haus leben, sehr reizvoll"| Peck, Raoul - "Die Männer gehen, die Kinder bleiben"| Peters, Maria - "Diese Geschichte hat viel mit meinen eigenen Erfahrungen als Kind zu tun"| Peters, Maria - "Für mich ist wichtig, dass Kinder mit Respekt betrachtet werden"| Pieck, Kai S. - "Mir fehlt nicht nur in vielen Kinder- und Jugendfilmen, sondern überhaupt in deutschen Filmen der Raum für die Phantasie"| Pieters, Guido - "Ein Film ohne Publikum ist kein Film"| Pimenta, Pedro - "Heute braucht man fünfmal so viele Nüsse"| Plattner, Enrico - "Ich lebe sehr gern in der Welt der Kinder"| Pöldma, Janno und Heiki Ernits - "Wir wollten einfach nur einen guten Film machen, der Kindern gefällt"| Preuschhof, Sabine - "Wir wollen das Kulturgut Märchen lebendig halten"| Preußler, Otfried - "Ich betrachte das Schreiben von Geschichten für Kinder nicht als literarische Tätigkeit zweiten oder fünften Ranges"| Prijomichov, Valerij - Die ganze Geschichte aus dem Leben gegriffen| Proskar, Danielle - "Mit Kindern zu drehen ist sehr bereichernd – ein ständiger Sonnenschein am Set"| Radke, Hans-Dieter - Die Welt des Märchens – neuer Programmschwerpunkt des Zweiten Deutschen Fernsehens| Rambeck, Johann - Aus einer anfänglich noch kleinen Idee wurde eine richtig große Bewegung ...| Ramezani, Gholamreza - "Man darf nie aufgeben!"| Ranisch, Axel - "Ich wollte mal etwas für Kinder machen, weil ich von Kindern umgeben bin"| Ray, Satyajit - "Das Königreich der Diamanten"| Reding, Benjamin - Gefühl der Machtlosigkeit| Redpath, Maryanne und Florian Weghorn - Alles auf Augenhöhe| Reich, Uschi - "Ich denke, dass die Intelligenz des Publikums wächst"| Reich, Uschi - "Welcher Name garantiert heute schon Erfolg?"| Ried, Elke - "Das tapfere Schneiderlein" kehrt zurück| Ried, Elke - "Die Grundstimmung ist lebensbejahend"| Ried, Elke - "Es hat sich auch vieles zum Positiven verändert"| Ried, Elke - Nestwärme für den Spatzen in einer kargen Zeit| Riedlsperger, Erhard - "Mit dem Mädchen mitfühlen" | Rieman, Ziska und Luci van Org - "Wir wären ein schönes Duo Infernale gewesen"| Rosenbaum, Marianne - "Ich dachte, es wäre ganz leicht, dieses Buch zu verfilmen"| Rosenbaum, Marianne - "Lilien in der Bank"| Rosenbaum, Marianne - "Peppermint Frieden"| Rosenbaum, Uwe - "Es geht darum, Mittel und Ideen zu konzentrieren"| Rosenbaum, Uwe - "Leider stecken die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Geld ins Serielle"| Rosenbaum, Uwe - Mit wenigen Mitteln viel erreicht| Rosenmüller, Marcus H. - "Ich habe den Film nicht nur für Bayern gemacht!"| Roslaniec, Kasia - "Menschen sind offensichtlich austauschbar"| Rosslenbroich, Gabriele - "Wir sind überzeugt, dass man Kindern das Medium Film im Kino näher bringen muss"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben über die Jahre eine eigene Welt aufgebaut"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben einen hohen Anspruch"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir können stringenter produzieren, wenn alles in einer Hand bleibt"| Rottländer, Yella - "Wim Wenders ist begnadet im Umgang mit Kindern beim Drehen" | Ruzowitzky, Stefan - "Tempo steht für Rave-Kultur"| Sahling, Bernd - "Sie hat die Gabe, Brücken zu schlagen ..."| Sahling, Bernd - "Wie viel Ratlosigkeit können wir Kindern in einem Film zumuten?"| Sahling, Bernd - Mut zur Stille und zur Langsamkeit| Salvatores, Gabriele - "Keine Angst zu haben bedeutet für mich Freiheit"| Saparov, Usman - "Ich möchte die Kinder sensibilisieren dafür, dass es menschliche Güte gibt und dass daneben aber auch eine teuflische Politik existiert"| Saparow: Usman - Den Kindern eine andere Beziehung zur Natur plausibel machen| Schäfer, Horst - "Eine Menge Wünsche von draußen und viele Ideen aus eigenem Hause" | Schäfer, Horst - "Um die Zukunft des Kinderkinos ist mir nicht bange"| Schäfer, Horst - "Wir müssen uns an die vorgegebene Zielgruppe halten"| Schäfer, Horst - 25 Jahre KJF| Schardt, Andreas - "Für viele ist die Förderung durch das Kuratorium so etwas wie ein Gütesiegel"| Schatalowa, Elena - "Die Grundidee war, einen schönen realen Märchenfilm zu drehen"| Schesch, Stephan - "Die Schublade Trickfilm gleich Kinderfilm ist sehr deutsch"| Schindler, Christina - "Das übergeordnete Thema in meinen Filmen ist immer das Verhältnis von Fiktion und Realität"| Schindler, Christina - "Ich habe gespürt, das ist mein Medium"| Schindler, Christina - "Sich fügen, dagegen muss ich einfach rebellieren!"| Schindler, Rosi - "Ich habe alles gut verkraftet"| Schleinstein, Frank - "Eigentlich bist du verrückt, einen Film zu drehen, der völlig gegen den Strich geht"| Schmid , Alice - "Keine Erklärungen, kein Kommentar"| Schmid, Hans-Christian - Eine Hauptfigur, die leidenschaftlich ein bestimmtes Ziel verfolgt| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - "Uns geht es um inhaltliche Fragen, nicht um oberflächlichen Erfolg"| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - Vom klanglich attraktiven Titel "Wintervater" zur heller anmutenden "Wintertochter"| Schmidt, Gerhard - "Keine Angst vor den Amerikanern"| Schmidt, Manfred - "Wenn es ein gesellschaftlicher Wunsch ist, dass Kinder sich mit Filmen auseinander setzen, dann müssen wir dafür auch etwas tun"| Schmidt, Renate - Das Fernsehen darf nicht der beste Freund der Kinder werden| Schmitt, Eric-Emmanuel - "In unseren Städten versteckt man den Tod"| Schmitz, Oliver - "Das Land hat mich geprägt| Schneider, Wolfgang - Kulturelle Bildung ist nicht Event-Kultur| Schoemann, Michael - "Hot Dogs – Wau, wir sind reich"| Schreitmüller, Andreas - Gespräch mit Andreas Schreitmüller| Schröder, Claudia - "Ich möchte vor allem keine pädagogischen Filme machen" | Schuchardt, Friedemann - "Alleingänge haben keine Überlebenschance"| Schuchardt, Friedemann - "Ich war eigentlich immer Pionier"| Schuhler, Juliane - "Marcel ist antiautoritär aus sich heraus"| Schwochow, Christian und Matthias Adler - "Man wacht morgens auf und dann ist eine Figur da – und die hieß ganz schnell Marta"| Senft, Haro - "Jakob hinter der blauen Tür"| Seth, Gaurav - "In dem Film stecken eine Menge eigener Gefühle"| Shaul, Dror - "Sweet Mud ist der bessere Titel"| Shortland, Cate - "Die Kinder von Mördern sind keine Mörder"| Siddiquie, Sabu - "Wir stehen noch ganz am Anfang"| Sieben, Thomas - "Der Film ist ein Experiment"| Siegert, Hubertus - ... von der Stimmung des Films und ihrer eigenen Ausstrahlung als Klasse sehr beeindruckt| Silber, Rolf - Kinderfilme: Mit Emotionen gegen Vorurteile | Simon, Rainer - "Sich an den bestehenden Verhältnissen reiben"| Simon, Rainer - Mut zum Risiko, Rat vom Schamanen, Verabredung zum Spiel| Skarsgård, Stellan - Gespräch mit Stellan Skarsgård| Solito, Auraeus und Raymond Lee - "Ja, wir sind arm, aber nicht im Geist!"| Solrun, Maria - "Wenn es um Liebe und Freundschaften geht, spielt die Herkunft keine Rolle"| Sommer, Gudrun - "Der DEFA-Kinderdokumentarfilm hat seine Spuren hinterlassen"| Sommer, Gudrun und Katya Mader - "Junge Menschen sind neugierig gegenüber Filmen über ihre Lebenswirklichkeit"| Sommer, Gudrun und Petra Schmitz - "Wir wollen möglichst viele Kinder erreichen"| Sonnenschein, Sabine und Joachim Steinigeweg - "Unser Anspruch war immer, nicht nur das zu zeigen, was sowieso schon in den Kinos zu sehen ist"| Spyrou, Dimitris - Die Liebe des ganzen Teams gehörte diesem Film| Stacke, Manuela und Katrin Milhahn - "Es gibt nicht viele Filme, die Kinder noch interessieren und trotzdem auch schön sind für Erwachsene" | Standaert, Dominique - "Keine Lanze für den Terrorismus"| Stark, Ulf - "Bei einem guten Kinderfilm sollte man alle Fäden wieder zusammenbringen"| Starost, Antje und Hans Helmut Grotjahn - "Die Entdeckung des Gesprächs"| Starost, Antje und Hans-Helmut Grotjahn - "Es ist wie ein Zeitsprung"| Steyer, Christian - Es gibt nichts Berührenderes als Einfachheit| Strand, Rose-Marie - "Produzenten und Regisseure sollten mehr wagen"| Strigel, Claus - "Kinder müssen lernen dürfen"| Strigel, Claus - echt tu matsch| Strigel, Claus - Unterhaltung mit Qualität| Sugmakanan, Songyos - "Ich bin ein Fan von Horror-Filmen"| Svarcova, Iva - "Mich interessieren einfache Menschen, die sehr viel bewegen können"| Svardal, Renate - CIFEJ öffnet sich für neue Mitglieder| Sycholt, Stefanie - "Eigentlich wollte ich Schauspielerin werden"| Tabak, Hüseyin - "Man muss eine menschliche Lösung finden"| Tafel, Sybille - "Kindern traue ich von ihrer Phantasie her mehr zu als Erwachsenen"| Taihyung, Lim - Während der Dreharbeiten dachte ich viel über Glauben und Religion nach| Talebi, Mohammad Ali - "In meinem Land fühle ich mich oft sehr einsam"| Talebi, Mohammad-Ali - "Ich will das Echte aus jedem herausholen"| Tasdiken, Atalay - "Alles, was in dem kleinen Dorf in Anatolien passiert, wird durch die Tradition, die Hierarchie und nicht durch das Gesetz bestimmt"| Terc, Milon - "Der Kinderfilm war immer ein wichtiger Bestandteil unserer Produktionsarbeit"| Theede, Christian - "Wir setzen nicht auf den Lügner und Aufschneider, sondern auf die Schlauheit des kleinen Mannes"| Tirard, Laurent - "Das Parfüm der Kindheit"| Tolentino, Rommel - Du musst zu dem stehen, was du bist, und was draus machen – so wie Nono| Tuomainen, Hannu - "Es gibt immer Hoffnung"| Ungureit, Dagmar - "Mit offenem Blick den Märchen neu annähern"| Unterberg, Hannelore - "Ich möchte die Kinder immer etwas ermuntern"| Uranchimeg, Nansalmaagyn - "Jeder Film hat sein eigenes Schicksal"| Urchs, Wolfgang - "Der Zeichenfilm ist ein modernes Medium"| Urchs, Wolfgang - "Wir haben versucht, eine Phantasie-Welt zu schaffen, die die Phantasie anregt, Spannung vermittelt und so richtig Spaß macht" | van der Meulen, Karst - "Machen nur Idealisten Kinderfilme?"| van Kilsdonk, Nicole - "Ganz dicht an die Hauptfigur heran"| van Rijckeghem, Jean-Claude - "So visuell wie möglich"| Vávrová, Dana - Kinder sind die wahren Helden| Vergés, Rosa - Man kann sein ganzes Leben lang Kind sein ...| Verhoeven, Michael - „Die Serie wäre so nicht gemacht worden, wenn in den Redaktionen so gedacht worden wäre wie in der Gesellschaft“| Vilsmaier, Joseph - Die Entscheidung für den Filmschluss fiel in den Previews – nicht am Schneidetisch| Vollmar, Neele Leana - "Ich wusste, dass ich diese Geschichte mit vollem Herzblut erzählen muss"| von Traben, Tina - Schade, dass nicht mehr Originaldrehbücher im Kinder- und Jugendbereich verfilmt werden| Vorlícek, Václav - "Ich wollte sie befreien und in das normale Leben führen"| Walther, Connie - "Leitfiguren braucht man immer"| Wedel, Karsten - "Wir müssen Menschenfilme machen"| Wedel, Karsten - Eine neue Erfahrung| Wendel, Linda - Gespräch mit Linda Wendel, | Wessel, Kai - "Dieses Sommer-Sonne-Wind-Urlaub-Gefühl überspringen lassen"| Wessel, Kai - "Es war eine große Freude zu beobachten, welche Kraft in den kleinen Menschen steckt"| Westmeier, Inigo - "Man sieht quasi nur rote Punkte!"| Wheeler, Anne - "Ich denke, die Leute sind es langsam leid, immer Filme wie 'Rambo' zu sehen"| Wiedemann, Dieter - Studiengang für Kinderfilm und Kinderfernsehen an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg geplant| Wiehle-Timm, Heike - "Größere Toleranz wäre schön"| Wielopolska, Brita - Eine Lovestory für Kinder| Wigand, Tomy - "Emotion ist mir total wichtig"| Wild, Anne - Den Kindern ihr Märchen geben| Wolf, Klaus Peter - "In dieser irren Wut auf die Erwachsenenwelt und in der Auflehnung gegen sie, darin trägt Sven ganz viele Züge von mir."| Wolpert, Bernd - "Kinder und Jugendliche sind unser wichtigste Zielgruppe"| Wullenweber, Hans Fabian - "Als ob das Glück an dieser Idee klebte"| Zaritzki, Igor - "Es ging mir einfach um eine emotionale Geschichte"| Zeitlin, Benh - "Poesie und Lyrik einer außergewöhnlichen Kindheit"| Zeuschner, Miko - "Ohne die Filmförderung Hamburg wäre das Projekt nicht zustande gekommen"| Zheng, Dong-Tian - "Zurzeit thematisieren viele Kinderfilme das Verhältnis der Generationen"| Ziegenbalg, Oliver - Ich möchte, dass die Menschen so miteinander umgehen wie in meinen Filmen| Zvirbulis, Armands - "Der Produzent hat mir vertraut"| Zylla. Renate - 19 Jahre KinderFilmFest Berlin|


KJK-Ausgabe 126/2011

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