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Ausgabe 120-4/2009

"Die Landschaft legt ihre Arme um die Personen."

Gespräch mit Armagan Ballentyne, Regisseurin, und Briar Grace-Smith, Drehbuchautorin der neuseeländisch-deutschen Koproduktion "Die Magie des Wassers" ("The Strength of Water")

(Interview zum Film DIE MAGIE DES WASSERS)

KJK: Was den Titel betrifft, könnte es auch heißen "Die Magie der Natur" oder "Die Magie der Landschaft" – aber in dem Gespräch nach der Vorführung haben Sie auf die Bedeutung des Wassers hingewiesen, die ihm von den Maori zugeschrieben wird. Können Sie, Frau Grace-Smith, das noch mal präzisieren? Sie sind ja selbst eine Maori, nicht wahr?
Briar Grace-Smith: "Ja. In unserer Kultur hat Wasser eine heilende und reinigende Wirkung – Wasser ist in den Tränen, es umgibt Neuseeland, das ja aus der Nord- und Südinsel sowie zahlreichen kleineren Inseln besteht und mitten im Süd-Pazifik liegt, und bei uns regnet es viel. Die einzigartige Bedeutung des Wassers in unserer Kultur spielte eine Rolle bei der Wahl unseres Titels. Aber jeder kann sich daraus auch eine andere Bedeutung herauslesen."
Armagan Ballentyne: "Wasser ist ja auch ein Sinnbild für ganz verschiedene Ebenen – es ist die Essenz für das menschliche Dasein, eine Voraussetzung für das Leben. Und durch das Wasser kommt Melody schließlich ins Jenseits, nach Hawaiki."

Das Paradies, oder?
Grace-Smith: "Das maorische, ja. Es ist das magische Ursprungsland, woher wir alle stammen."
Ballentyne: (lacht) "Ein guter Platz – ich meine, weil es bei den Maori keine Hölle, kein Fegefeuer gibt! Egal, was man angestellt hat. Es muss wunderbar sein!"

Man sollte Maori sein! Wie viele Maori gibt es eigentlich in Neuseeland?
Ballentyne: "Zwischen 560- und 650-Tausend, wenn man die Menschen mit maorischen Vorfahren mitrechnet. Es gibt in jeder Gemeinde mindestens ein maorisches Gemeindehaus‚ das 'meeting house', wie man es im Film gesehen hat. Dort treffen wir uns, um uns zu beraten, um unsere Feste zu feiern oder uns zu den Trauerzeremonien zu versammeln."

Wie ist das Leben für die Maori im heutigen Neuseeland?
Ballentyne: "Ich glaube, wir sind gerade dabei, uns klar zu machen, dass man ihnen ihr Land und ihre Sprache genommen hat, und zurzeit versuchen sie, sich ihre Identität, ihre Kultur, ihre Würde, zurück zu erobern. Es ist für sie schon besser geworden, aber es braucht halt Zeit."

Und Sie waren nun selbst so interessiert an deren magischer Kultur, dass Sie Ihren ersten Spielfilm mit Maori gedreht haben?
Ballentyne: "Am Anfang stand, dass Briar und ich Freundinnen wurden, und wir beschlossen, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Als Briar dann sagte, ich möchte gern über Maori schreiben, Maori-Charaktere entwickeln, fragte ich sie, ob sie kein Problem damit habe, wenn eine Pakeha, eine weiße Nicht-Maori, eine – Kolonialistin? (lacht) Genau – also, wenn ich bei diesem Stoff die Regie führe. Briar hatte keine Bedenken. Das machte mich glücklich und ich bin sehr dankbar, dass ich eingeladen wurde, in diese faszinierende Welt hineinzusehen. Ich mag es nämlich sehr, mit Autoren oder Autorinnen zusammenzuarbeiten, die mir eine neue Welt eröffnen und mir damit helfen, meinen Horizont zu erweitern."
Grace-Smith: "Ich bin sehr glücklich, dass die Geschichte hier in Deutschland verstanden wird, obwohl sie eine Maori-Geschichte ist."
Ballentyne: "Und zwar von Leuten jeden Alters – ich habe Väter, Mütter und Großmütter mit ihren Kindern und Enkeln gesehen, obwohl es ja ein Film mit Untertiteln ist. Ja, das ist das, was für uns Geschichtenerzähler am meisten zählt."

Wie sind Sie eigentlich auf diese Geschichte gekommen?
Grace-Smith: "Ich hatte schon lange verschiedene Ideen, Geschichten und Personen im Kopf. Während Armagan und ich drei Wochen an der West-Küste der südlichen Insel verbrachten, um herauszufinden ob und was wir vielleicht zusammen machen könnten, welche Themen uns interessieren und welche Filme uns gefallen, kamen sie alle zum Vorschein. Vor allem drängte sich ein zehnjähriger Junge auf, den ich vor ein paar Jahren kennengelernt hatte. Ein kräftiger, temperamentvoller Junge, der unbedingt Sumo-Ringer werden wollte, und mich jedes Mal, wenn ich durch die Tür kam, angegriffen hat. Zudem faszinieren mich Zwillinge, weil sie immer als Einheit agieren, dabei aber stets unterschiedliche Rollen einnehmen. Einer geht immer voran – so wie Melody, die selbstbewusster und überlegter ist als Kimi. Und natürlich fasziniert mich die Mythologie – ich versuche immer, das Magische in unserer Kultur am Leben zu erhalten, auch wenn es in unsere Zeit scheinbar nicht passt."

Sie haben auch für das Theater geschrieben – für ein maorisches Theater?

Grace-Smith: "Ja. Das Theater spielt bei den Maori eine sehr große Rolle – und ich bin damit aufgewachsen, zunächst als Schauspielerin, dann als Autorin. In unserer Tradition ist das Theater eine überkommene Form, um unsere Geschichten zu erzählen. Bei uns gibt es ja nur die orale Verbreitung unserer Geschichte, wir versuchen sie, durch die mimische Nachahmung und das vertiefende Gespräch zu bewahren. Da spielen Rhetorik, Tanz und Gesang eine wichtige Rolle. Aber wir haben daneben auch eine große künstlerische Tradition im Schnitzen von Holz und Nephrit, im Teppich-Knüpfen und Weben. Auch da werden die Geschichten der Vergangenheit dargestellt und bearbeitet. Man kann diese Arbeiten in den 'meeting houses' sehen. In dieser Tradition stehe ich, wobei ich besonders im Theater zu Hause bin. Da ist mein Ausgangspunkt, auch für  meine Film-Arbeit."

Ich bin sehr beeindruckt, mit wie wenig Dialog die Handlung auskommt. Von Anfang an wird das komplexe Geschehen auf das Notwendigste reduziert, ohne dass etwas für das Verständnis Wichtiges offen bleibt. Und diese Geschichte wird nicht nur mit dem gesprochenen Wort, sondern auch durch das Ungesagte vorangetrieben: durch Blicke, unaufdringliche Mimik und nicht zuletzt durch die Landschaft.
Ballentyne: "Wir haben sehr lange an dieser Geschichte gearbeitet, insgesamt etwa sieben Jahre, und viele Dinge sind im Laufe dieses Prozesses weggefallen. Fast alles, was die einzelnen Szenen wie den Dialog betrifft, war ursprünglich sehr viel breiter angelegt. Im Laufe der Arbeit haben wir uns beide dann immer wieder gefragt: Warum ist das so und nicht anders? Und Briar hat dann in mühevoller Kleinarbeit alles rausgeschmissen, was nicht unbedingt erforderlich war. Sie hat sich darauf konzentriert, das Wesentliche herauszufiltern, und das sind vor allem die Gefühle, die die verschiedenen Personen durchleben müssen. Ja, Briar hat alles beruhigt und auf die Essenz der verschiedenen Situationen reduziert. Und was die Landschaft betrifft: Sie haben vollkommen recht. Sie hat in unserem Film tatsächlich eine bestimmende Funktion, übernimmt eine wichtige und ganz eigene Rolle in der emotionalen Wirkung des Films, indem sie die Gemütsverfassung der jeweiligen Personen darstellt. Die Landschaft legt – sozusagen – ihre Arme um die Personen und dazu mussten wir ihr Zeit geben, anwesend zu sein. Und auch das Publikum sollte Zeit bekommen, über das nachzudenken, was da passiert, wenn man die Personen zum Beispiel in den Bergen oder am Meer sitzen sieht."

Wovon handelt eigentlich das Lied, das Melody die ganze Zeit singt?
Grace-Smith: "Sie singt vom Regen, erzählt, wie er den Himmel bewölkt und dann hernieder fällt, und jeder sich vor dem Regen versteckt. Und wenn der Himmel dann wieder klar ist, kommen auch wieder die Tiere zum Vorschein – für mich ist das Lied eine Metapher für das Leben, in dem es zwar immer Kummer und Leid gibt, aber auch Hoffnung."

Erzählen sie uns noch etwas über die Schauspieler?
Ballentyne: "Kimi und Melody sind miteinander verwandt, sie sind Cousin und Cousine aus einem ganz kleinen Ort im Nordteil Neuseelands, aus der Hokianga Region, wo wir auch gedreht haben, nachdem wir lange und in ganz Neuseeland nach ihnen gesucht haben. Sie wie auch die anderen jungen Leute haben in unserem Film ihre Chance bekommen und genutzt. Die Eltern von Melody und Kimi kannte Briar aus ihren Theater-Produktionen."

Soviel ich weiß, haben Sie das Script gemeinsam in einem Workshop von Sundance in Utah und mithilfe des Binger Instituts in Amsterdam entwickelt.
Ballentyne: "Ja – und wir können uns glücklich schätzen, dass es bei uns eine neuseeländische Film-Kommission gibt, die einen Fonds gegründet hat für Filme, die von Neuseeland erzählen, ohne dass sie profitorientiert sind. Das ist wirklich toll – ich meine, unsere Industrie ist im Verhältnis zu Amerika und Europa noch sehr jung, aber zum Beispiel Jane Campion, die das 'Piano' gedreht hat, kommt, auch wenn sie hier nicht mehr lebt, aus Neuseeland und hat eine Reihe weibliche Filmemacherinnen bei uns ermutigt. Oder nehmen wir Peter Jackson, der einige große Filme bei uns durchgesetzt hat und nun die Jüngeren unterstützt. Er macht uns auch Mut, mehr Risiken einzugehen."

Erzählen Sie beide bitte noch etwas über Ihren eigenen Hintergrund?
Ballentyne: "Ich liebe es Geschichten zu erzählen, das nimmt einen großen Teil in meinem Leben ein. 'The strength of water' ist mein erster Spielfilm – nach fünf Kurzfilmen, die auf Festivals in der ganzen Welt gezeigt wurden. Für 'Little Echo Lost', einen Kurzfilm von sechs Minuten, wurde ich 1999 in Australien mit dem 'Golden Award' und später noch mehrfach ausgezeichnet. Ich habe in Prag und in Sidney studiert – und bin schon immer gern gereist, weil ich sehr neugierig auf andere Leute und Länder bin. Und jetzt lebe ich mit meiner kleinen Tochter, die gerade fünf Monate alt ist, in Neuseeland quasi im Wald. Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung, obwohl ich in Neuseeland geboren und aufgewachsen bin. Um ganz weit zurückzugehen, empfangen aber wurde ich in der Türkei. Daher heiße ich mit Vornamen Armagan – nach einer Frau, die meine Eltern sehr, sehr freundlich betreut hat, als sie in der Türkei auf Tournee waren. Mein Vater ist nämlich Musiker. Heute spielt er nicht mehr in der Band – aber früher waren wir viel unterwegs. Als ich sieben Jahre alt war, gingen meine Eltern mit mir zum Beispiel nach Amerika, dann sind wir im Wohnmobil durch ganz Mexiko gereist, also ich hatte eine sehr freie und freizügige Kindheit. Ich verdanke meinen Eltern ganz sicher das Zutrauen ins Reisen und eine gewisse Zuversicht."
Grace-Smith: "Ich gehöre zum Stamm der Napohi und habe immer am Meer gelebt. Mit meinem Mann und meinen vier Kindern lebe ich in einem Dorf namens Pai-kapiti, das liegt eine Viertelstunde mit dem Auto nördlich von unserer Hauptstadt Wellington, die wie unsere größte Stadt Auckland auf der Nordinsel liegt. Der wichtigste Platz aber, den ich liebe und zu dem ich jedes Jahr in meinem Leben wieder fahre, ist für mich das Land meiner Familie. Es liegt hoch im Norden, auf Fanaroru an einem ruhigen kleinen Hafen. Dort haben wir ein Zelt und verbringen einen ganzen Sommermonat am Meer, ich freue mich jetzt schon wieder darauf. Auch ich bin aufgewachsen mit lauter Geschichten, denn meine Mutter hat Kinderbücher geschrieben, die sind wohl auch in Deutschland erschienen. Und ich selbst liebe es Geschichten über Kinder zu erzählen, weil ich immer gut zugehört habe, wenn meine Kinder oder meine fünf Brüder sich unterhielten. Meine kleine Tochter ist jetzt drei und auch eine große Geschichtenerzählerin. Meine Mutter war eine Maori, mein Vater ein Pakeha, also ein weißer Neuseeländer, aber er war sehr ehrgeizig und hat die Sprache meiner Mutter gelernt, weil er Lehrer für Kinder war, die hauptsächlich maorischer Abkunft waren und er auch mit den Eltern seiner Schüler sprechen können wollte. Mir hat er damit vermittelt, dass ich sehr stolz auf meine Identität sein könne. Meine Mutter sowieso. Übrigens ist auch mein Schwager Wiremu Grace, ebenfalls ein Maori, hier auf der Berlinale mit einem Kurzfilm im Wettbewerb, sogar in der gleichen Sektion Generation Kplus: 'Kehua' heißt sein Film und er erzählt von einer Beerdigung, bei der ein Maori-Junge erstmals mit seiner eigenen Kultur konfrontiert wird."

Das Gespräch führte Uta Beth

 

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Liste - Interview

 

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30 Jahre kreatives Filmschaffen| Lindner, Friedrich und Berghäuser, Laura - Schauspieler ist beim Film ja doch das Einfachste ...| Lindrgen, Astrid - "Ich will gern sehen, was ich geschrieben habe"| Linh, Viet - "Meine Arbeit muss mir in Vietnam Erfolg bringen"| Link, Caroline - "Die kleinen Momente sind für mich das, was die große Geschichte ausmacht"| Link, Caroline - "Ich möchte gerne Filme machen, die gesehen werden und im Kino Erfolg haben"| Link, Caroline - "In meinem Film wird niemand makellos sein"| Linsel, Anne und Rainer Hoffmann - Die Jugendlichen wussten, dass sie sich auf uns verlassen konnten| Loach, Ken - "Ich gebe denen eine Stimme, die man sonst nicht hört."| Londner, Eitan - "Ich bin viele Umwege gegangen"| Lord, Jean-Claude - "Ich möchte Kindern einfach einen Teil der wunderschönen Dinge zeigen, die es auf der Welt noch gibt!" | Lorey, Elmar - Der Blick aus dem Inneren einer anderen Kultur| Lorey, Elmar M. - "Das Thema Dritte Welt ist immer schwieriger präsent zu halten"| Lorey, Elmar M. - Hals über Kopf| Losansky, Rolf - "Ich bin und bleibe Kintopp-Mann!" | Losansky, Rolf - "Ich erzähle mit einem Augenblinzeln"| Losansky, Rolf - Ein leiser Film zwischen Phantasie und Wirklichkeit| Lotz, Karl Heinz - "Hätte ich gewusst, dass es so einen Rummel zu Mozart gibt, hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht"| Lotz, Karl Heinz - "Wenn ein Projekt genehmigt war, hatte man große finanzielle Freiheiten" | Lowenthal, Mark - "Ich habe einfach nach einem wahrhaftigen Ende gesucht"| Lu, Zhang - Man kann den ganzen Film auch als Traum von Chang-ho sehen| Lucchesi, Matías - Man muss es versuchen und dann auch tun| Lucchini, Domenico - "Die Zukunft des Festivals sieht gut aus"| Luruli, Ntshavheni Wa - "Es liegt in unseren Händen"| Maar, Paul - "Ich gehe ziemlich liebevoll mit meinen Figuren um"| MacLean, Andrew Okpeaha - "Wir können unsere eigenen Geschichten erzählen und der ganzen Welt zeigen, wie wir sind."| Makhmalbaf, Hana - "Ich musste mir jeden Tag etwas Neues einfallen lassen."| Malas, Mohamed - "Das Gedächtnis ist das Ausgangsmaterial für meine Arbeit"| Malberti, Juan Carlos Cremata - "Ich kann keine Lösung eines Problems anbieten, das nicht zu lösen ist"| Mandoki, Luis - "Ich hoffe, dass die Regierungen an uns Kinder denken, bevor sie ihre Entscheidungen treffen"| Marshall, Klaus & Jürgen - "Wir sind der Meinung, dass wir einen schönen, vorzeigbaren Familienfilm gemacht haben"| Masannek, Joachim - "Alles ist gut, solange du wild bist!"| McCanlies, Timothy - Wie ein junger Tarzan| McKenzie, Catriona - "Die Frage nach unseren Wurzeln wird immer wichtiger"| Mehmert, Gil - "Wir haben unter den gegebenen Möglichkeiten das Optimale herausgequetscht"| Meier, Ursula - Alle meine Filme spielen an solchen "nowhere places"| Meinke, Christian - "Ideal sind die Filme, die gut gemacht sind und die das Publikum berühren."| Meyer, Günter - "Der Zuschauer muss wirklich um seine Helden bangen"| Meyer, Günter - Filmmusik als emotionaler Kommentar | Meyer, Günther - "Krimi ist meine Leidenschaft"| Meyer, Werner - "Als Regisseur ist man immer ein Grenzgänger"| Meyers, Randall - "Dann bringen wir eben das Orchester ins Kino"| Miler, Zdenek - "Idee, Zeichnungen, Drehbuch, Regie – das mache ich alles selbst"| MIller, David Lee - "Diese wunderbare 'Suicide'-Familie"| Mordaunt, Kim - "Wir waren fasziniert von der Lebensfreude und Energie"| Morelli, Paulo - "Die Situation in den Favelas ist nach wie vor hoffnungslos"| Moretti, Nanni - "Ich finde private Geschichten einfach spannender zu erzählen"| Morrison, Paul - "Am meisten fühle ich mich von ganz normalen Menschen überall auf der Welt inspiriert"| Müntefering, Gert K. - "Kinderfernsehen braucht eine provokante Seite, um wahrgenommen zu werden" | Müntefering, Gert K. - "Wir haben so etwas wie eine neue Sachlichkeit für Kinder eingeführt"| Mune, Ian - "Das Thema ist die Konfrontation mit dem Tod"| Muntean, Lucian und Natasa - "Wir kamen als Touristen und gingen als Filmemacher"| Munzi, Francesco - "Es gibt leider nicht viele Saimirs"| Muyl, Philippe - Eine Mischung aus Humor, Zärtlichkeit und Ironie| Näter, Thorsten - "Man muss sich seine Menschlichkeit bewahren"| Narymbetov, Satybaldy - "Mich interessieren die Nuancen, die Schattierungen in den Beziehungen der Menschen"| Nattiv, Guy - "Kindheit ist sehr intensiv. Auch was die Schmerzen betrifft"| Nebe, André F. - "Wir haben es so gemacht und es ging"| Nesslauer, Nessie - "Es ist der Magic Moment, der entscheidet ..."| Neumann, Bernd - "Jugendschutz grenzüberschreitend verbessern"| Niehage, Dagmar - "Pommes Essen" – Eine starke David gegen Goliath-Geschichte| Nielsen, Jesper W. - "Kindheit ist wie eine große Landschaft"| Noczynski, Fred - Schwer, aber nicht hoffnungslos| Næss, Petter - "Damit kann sich jedes Kind identifizieren"| O'Byrne, Joe - "Ich wollte verschiedene Aspekte des Lebens in so einer Art Armenviertel zeigen"| Ocelot, Michel - "Ich war ganz klein und nackt wie Kiriku, aber ich habe es geschafft"| Ocelot, Michel - "Lotte Reiniger hatte diese tolle Idee mit den Silhouetten und ich bin ihr Erbe"| Olofson, Christina - "Es geht um Probleme in einer Mädchengruppe, aber es wird insgesamt ein Lebensgefühl vermittelt, das Jungen genauso interessiert"| Oplev, Niels Arden - "Extremisten sind niemals harmlos!"| Oplev. Niels Arden - "Es ist der persönlichste Film, den ich bisher geschrieben und gedreht habe"| Osawa. Yutaka - Osawas Film gegen das Vergessen| Ovashvili, George - "Ich habe diesen Film meiner unglücklichen Heimat gewidmet." | Overweg, Calle - "Den sozialen Betroffenheitsfilm kann man Kindern nicht anbieten"| Overweg, Calle und Volker Ullrich - Unterhalten mit Welthaltigkeit| Oz, Frank - "Die Muppets erobern Manhattan"| Palombo, Joel - "Ich möchte ein Kino, das zum Fragen herausfordert"| Paulus, Wolfram - Distanz und Achtung – das ist das Rezept| Payer, Peter - "Ich fand die Geschichte von drei Generationen, die in einem Haus leben, sehr reizvoll"| Peck, Raoul - "Die Männer gehen, die Kinder bleiben"| Peters, Maria - "Diese Geschichte hat viel mit meinen eigenen Erfahrungen als Kind zu tun"| Peters, Maria - "Für mich ist wichtig, dass Kinder mit Respekt betrachtet werden"| Pieck, Kai S. - "Mir fehlt nicht nur in vielen Kinder- und Jugendfilmen, sondern überhaupt in deutschen Filmen der Raum für die Phantasie"| Pieters, Guido - "Ein Film ohne Publikum ist kein Film"| Pimenta, Pedro - "Heute braucht man fünfmal so viele Nüsse"| Plattner, Enrico - "Ich lebe sehr gern in der Welt der Kinder"| Pöldma, Janno und Heiki Ernits - "Wir wollten einfach nur einen guten Film machen, der Kindern gefällt"| Preuschhof, Sabine - "Wir wollen das Kulturgut Märchen lebendig halten"| Preußler, Otfried - "Ich betrachte das Schreiben von Geschichten für Kinder nicht als literarische Tätigkeit zweiten oder fünften Ranges"| Prijomichov, Valerij - Die ganze Geschichte aus dem Leben gegriffen| Proskar, Danielle - "Mit Kindern zu drehen ist sehr bereichernd – ein ständiger Sonnenschein am Set"| Radke, Hans-Dieter - Die Welt des Märchens – neuer Programmschwerpunkt des Zweiten Deutschen Fernsehens| Rambeck, Johann - Aus einer anfänglich noch kleinen Idee wurde eine richtig große Bewegung ...| Ramezani, Gholamreza - "Man darf nie aufgeben!"| Ranisch, Axel - "Ich wollte mal etwas für Kinder machen, weil ich von Kindern umgeben bin"| Ray, Satyajit - "Das Königreich der Diamanten"| Reding, Benjamin - Gefühl der Machtlosigkeit| Redpath, Maryanne und Florian Weghorn - Alles auf Augenhöhe| Reich, Uschi - "Ich denke, dass die Intelligenz des Publikums wächst"| Reich, Uschi - "Welcher Name garantiert heute schon Erfolg?"| Ried, Elke - "Das tapfere Schneiderlein" kehrt zurück| Ried, Elke - "Die Grundstimmung ist lebensbejahend"| Ried, Elke - "Es hat sich auch vieles zum Positiven verändert"| Ried, Elke - Nestwärme für den Spatzen in einer kargen Zeit| Riedlsperger, Erhard - "Mit dem Mädchen mitfühlen" | Rieman, Ziska und Luci van Org - "Wir wären ein schönes Duo Infernale gewesen"| Rosenbaum, Marianne - "Ich dachte, es wäre ganz leicht, dieses Buch zu verfilmen"| Rosenbaum, Marianne - "Lilien in der Bank"| Rosenbaum, Marianne - "Peppermint Frieden"| Rosenbaum, Uwe - "Es geht darum, Mittel und Ideen zu konzentrieren"| Rosenbaum, Uwe - "Leider stecken die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Geld ins Serielle"| Rosenbaum, Uwe - Mit wenigen Mitteln viel erreicht| Rosenmüller, Marcus H. - "Ich habe den Film nicht nur für Bayern gemacht!"| Roslaniec, Kasia - "Menschen sind offensichtlich austauschbar"| Rosslenbroich, Gabriele - "Wir sind überzeugt, dass man Kindern das Medium Film im Kino näher bringen muss"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben über die Jahre eine eigene Welt aufgebaut"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben einen hohen Anspruch"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir können stringenter produzieren, wenn alles in einer Hand bleibt"| Rottländer, Yella - "Wim Wenders ist begnadet im Umgang mit Kindern beim Drehen" | Ruzowitzky, Stefan - "Tempo steht für Rave-Kultur"| Sahling, Bernd - "Sie hat die Gabe, Brücken zu schlagen ..."| Sahling, Bernd - "Wie viel Ratlosigkeit können wir Kindern in einem Film zumuten?"| Sahling, Bernd - Mut zur Stille und zur Langsamkeit| Salvatores, Gabriele - "Keine Angst zu haben bedeutet für mich Freiheit"| Saparov, Usman - "Ich möchte die Kinder sensibilisieren dafür, dass es menschliche Güte gibt und dass daneben aber auch eine teuflische Politik existiert"| Saparow: Usman - Den Kindern eine andere Beziehung zur Natur plausibel machen| Schäfer, Horst - "Eine Menge Wünsche von draußen und viele Ideen aus eigenem Hause" | Schäfer, Horst - "Um die Zukunft des Kinderkinos ist mir nicht bange"| Schäfer, Horst - "Wir müssen uns an die vorgegebene Zielgruppe halten"| Schäfer, Horst - 25 Jahre KJF| Schardt, Andreas - "Für viele ist die Förderung durch das Kuratorium so etwas wie ein Gütesiegel"| Schatalowa, Elena - "Die Grundidee war, einen schönen realen Märchenfilm zu drehen"| Schesch, Stephan - "Die Schublade Trickfilm gleich Kinderfilm ist sehr deutsch"| Schindler, Christina - "Das übergeordnete Thema in meinen Filmen ist immer das Verhältnis von Fiktion und Realität"| Schindler, Christina - "Ich habe gespürt, das ist mein Medium"| Schindler, Christina - "Sich fügen, dagegen muss ich einfach rebellieren!"| Schindler, Rosi - "Ich habe alles gut verkraftet"| Schleinstein, Frank - "Eigentlich bist du verrückt, einen Film zu drehen, der völlig gegen den Strich geht"| Schmid , Alice - "Keine Erklärungen, kein Kommentar"| Schmid, Hans-Christian - Eine Hauptfigur, die leidenschaftlich ein bestimmtes Ziel verfolgt| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - "Uns geht es um inhaltliche Fragen, nicht um oberflächlichen Erfolg"| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - Vom klanglich attraktiven Titel "Wintervater" zur heller anmutenden "Wintertochter"| Schmidt, Gerhard - "Keine Angst vor den Amerikanern"| Schmidt, Manfred - "Wenn es ein gesellschaftlicher Wunsch ist, dass Kinder sich mit Filmen auseinander setzen, dann müssen wir dafür auch etwas tun"| Schmidt, Renate - Das Fernsehen darf nicht der beste Freund der Kinder werden| Schmitt, Eric-Emmanuel - "In unseren Städten versteckt man den Tod"| Schmitz, Oliver - "Das Land hat mich geprägt| Schneider, Wolfgang - Kulturelle Bildung ist nicht Event-Kultur| Schoemann, Michael - "Hot Dogs – Wau, wir sind reich"| Schreitmüller, Andreas - Gespräch mit Andreas Schreitmüller| Schröder, Claudia - "Ich möchte vor allem keine pädagogischen Filme machen" | Schuchardt, Friedemann - "Alleingänge haben keine Ãœberlebenschance"| Schuchardt, Friedemann - "Ich war eigentlich immer Pionier"| Schuhler, Juliane - "Marcel ist antiautoritär aus sich heraus"| Schwochow, Christian und Matthias Adler - "Man wacht morgens auf und dann ist eine Figur da – und die hieß ganz schnell Marta"| Senft, Haro - "Jakob hinter der blauen Tür"| Seth, Gaurav - "In dem Film stecken eine Menge eigener Gefühle"| Shaul, Dror - "Sweet Mud ist der bessere Titel"| Shortland, Cate - "Die Kinder von Mördern sind keine Mörder"| Siddiquie, Sabu - "Wir stehen noch ganz am Anfang"| Sieben, Thomas - "Der Film ist ein Experiment"| Siegert, Hubertus - ... von der Stimmung des Films und ihrer eigenen Ausstrahlung als Klasse sehr beeindruckt| Silber, Rolf - Kinderfilme: Mit Emotionen gegen Vorurteile | Simon, Rainer - "Sich an den bestehenden Verhältnissen reiben"| Simon, Rainer - Mut zum Risiko, Rat vom Schamanen, Verabredung zum Spiel| SkarsgÃ¥rd, Stellan - Gespräch mit Stellan SkarsgÃ¥rd| Solito, Auraeus und Raymond Lee - "Ja, wir sind arm, aber nicht im Geist!"| Solrun, Maria - "Wenn es um Liebe und Freundschaften geht, spielt die Herkunft keine Rolle"| Sommer, Gudrun - "Der DEFA-Kinderdokumentarfilm hat seine Spuren hinterlassen"| Sommer, Gudrun und Katya Mader - "Junge Menschen sind neugierig gegenüber Filmen über ihre Lebenswirklichkeit"| Sommer, Gudrun und Petra Schmitz - "Wir wollen möglichst viele Kinder erreichen"| Sonnenschein, Sabine und Joachim Steinigeweg - "Unser Anspruch war immer, nicht nur das zu zeigen, was sowieso schon in den Kinos zu sehen ist"| Spyrou, Dimitris - Die Liebe des ganzen Teams gehörte diesem Film| Stacke, Manuela und Katrin Milhahn - "Es gibt nicht viele Filme, die Kinder noch interessieren und trotzdem auch schön sind für Erwachsene" | Standaert, Dominique - "Keine Lanze für den Terrorismus"| Stark, Ulf - "Bei einem guten Kinderfilm sollte man alle Fäden wieder zusammenbringen"| Starost, Antje und Hans Helmut Grotjahn - "Die Entdeckung des Gesprächs"| Starost, Antje und Hans-Helmut Grotjahn - "Es ist wie ein Zeitsprung"| Steyer, Christian - Es gibt nichts Berührenderes als Einfachheit| Strand, Rose-Marie - "Produzenten und Regisseure sollten mehr wagen"| Strigel, Claus - "Kinder müssen lernen dürfen"| Strigel, Claus - echt tu matsch| Strigel, Claus - Unterhaltung mit Qualität| Sugmakanan, Songyos - "Ich bin ein Fan von Horror-Filmen"| Svarcova, Iva - "Mich interessieren einfache Menschen, die sehr viel bewegen können"| Svardal, Renate - CIFEJ öffnet sich für neue Mitglieder| Sycholt, Stefanie - "Eigentlich wollte ich Schauspielerin werden"| Tabak, Hüseyin - "Man muss eine menschliche Lösung finden"| Tafel, Sybille - "Kindern traue ich von ihrer Phantasie her mehr zu als Erwachsenen"| Taihyung, Lim - Während der Dreharbeiten dachte ich viel über Glauben und Religion nach| Talebi, Mohammad Ali - "In meinem Land fühle ich mich oft sehr einsam"| Talebi, Mohammad-Ali - "Ich will das Echte aus jedem herausholen"| Tasdiken, Atalay - "Alles, was in dem kleinen Dorf in Anatolien passiert, wird durch die Tradition, die Hierarchie und nicht durch das Gesetz bestimmt"| Terc, Milon - "Der Kinderfilm war immer ein wichtiger Bestandteil unserer Produktionsarbeit"| Theede, Christian - "Wir setzen nicht auf den Lügner und Aufschneider, sondern auf die Schlauheit des kleinen Mannes"| Tirard, Laurent - "Das Parfüm der Kindheit"| Tolentino, Rommel - Du musst zu dem stehen, was du bist, und was draus machen – so wie Nono| Tuomainen, Hannu - "Es gibt immer Hoffnung"| Ungureit, Dagmar - "Mit offenem Blick den Märchen neu annähern"| Unterberg, Hannelore - "Ich möchte die Kinder immer etwas ermuntern"| Uranchimeg, Nansalmaagyn - "Jeder Film hat sein eigenes Schicksal"| Urchs, Wolfgang - "Der Zeichenfilm ist ein modernes Medium"| Urchs, Wolfgang - "Wir haben versucht, eine Phantasie-Welt zu schaffen, die die Phantasie anregt, Spannung vermittelt und so richtig Spaß macht" | van der Meulen, Karst - "Machen nur Idealisten Kinderfilme?"| van Kilsdonk, Nicole - "Ganz dicht an die Hauptfigur heran"| van Rijckeghem, Jean-Claude - "So visuell wie möglich"| Vávrová, Dana - Kinder sind die wahren Helden| Vergés, Rosa - Man kann sein ganzes Leben lang Kind sein ...| Verhoeven, Michael - „Die Serie wäre so nicht gemacht worden, wenn in den Redaktionen so gedacht worden wäre wie in der Gesellschaft“| Vilsmaier, Joseph - Die Entscheidung für den Filmschluss fiel in den Previews – nicht am Schneidetisch| Vollmar, Neele Leana - "Ich wusste, dass ich diese Geschichte mit vollem Herzblut erzählen muss"| von Traben, Tina - Schade, dass nicht mehr Originaldrehbücher im Kinder- und Jugendbereich verfilmt werden| Vorlícek, Václav - "Ich wollte sie befreien und in das normale Leben führen"| Walther, Connie - "Leitfiguren braucht man immer"| Wedel, Karsten - "Wir müssen Menschenfilme machen"| Wedel, Karsten - Eine neue Erfahrung| Wendel, Linda - Gespräch mit Linda Wendel, | Wessel, Kai - "Dieses Sommer-Sonne-Wind-Urlaub-Gefühl überspringen lassen"| Wessel, Kai - "Es war eine große Freude zu beobachten, welche Kraft in den kleinen Menschen steckt"| Westmeier, Inigo - "Man sieht quasi nur rote Punkte!"| Wheeler, Anne - "Ich denke, die Leute sind es langsam leid, immer Filme wie 'Rambo' zu sehen"| Wiedemann, Dieter - Studiengang für Kinderfilm und Kinderfernsehen an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg geplant| Wiehle-Timm, Heike - "Größere Toleranz wäre schön"| Wielopolska, Brita - Eine Lovestory für Kinder| Wigand, Tomy - "Emotion ist mir total wichtig"| Wild, Anne - Den Kindern ihr Märchen geben| Wolf, Klaus Peter - "In dieser irren Wut auf die Erwachsenenwelt und in der Auflehnung gegen sie, darin trägt Sven ganz viele Züge von mir."| Wolpert, Bernd - "Kinder und Jugendliche sind unser wichtigste Zielgruppe"| Wullenweber, Hans Fabian - "Als ob das Glück an dieser Idee klebte"| Zaritzki, Igor - "Es ging mir einfach um eine emotionale Geschichte"| Zeitlin, Benh - "Poesie und Lyrik einer außergewöhnlichen Kindheit"| Zeuschner, Miko - "Ohne die Filmförderung Hamburg wäre das Projekt nicht zustande gekommen"| Zheng, Dong-Tian - "Zurzeit thematisieren viele Kinderfilme das Verhältnis der Generationen"| Ziegenbalg, Oliver - Ich möchte, dass die Menschen so miteinander umgehen wie in meinen Filmen| Zvirbulis, Armands - "Der Produzent hat mir vertraut"| Zylla. Renate - 19 Jahre KinderFilmFest Berlin|


KJK-Ausgabe 120/2009

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