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Ausgabe 120-4/2009

"Wir haben es so gemacht und es ging"

Gespräch mit André F. Nebe, Regisseur von "Das große Rennen"

(Interview zum Film DAS GROSSE RENNEN)

KJK: Worin unterscheidet sich Ihr Film von anderen aktuellen Kinderfilmen? Was ist das Besondere daran?
André F. Nebe: "Das Besondere an diesem Film ist die Tatsache, dass er sich sowohl an Kinder als auch an ihre Eltern richtet. Wir versuchen, im besten Sinn Familienfilmunterhaltung zu machen. Wenn ich mich umschaue, lässt sich eine Tendenz klar erkennen: Entweder man macht Filme mit Kindern, wo Kinder mitspielen, die aber mehr für Erwachsene sind, oder Filme nur für Kinder, wo sich Erwachsene manchmal sogar peinlich berührt vorkommen, zumindest ratlos sind. Ein Beispiel ist 'Die wilden Kerle', eine tolle Produktion, die bei Kindern super ankommt, aber als Erwachsener ist man mitunter ein bisschen irritiert."

Wie kam es denn zu Ihrem Film?
"Die Idee stammt von einem Freund, der auch in meiner Firma arbeitet (gemeint ist Drehbuchautor Rowan O’Neill), der aus einem irischen Dorf stammt, sich an seine eigene Kindheit dort erinnerte und eine Geschichte über ein Mädchen schreiben wollte, das Rennfahrerin werden möchte. Für die konservative irische Gesellschaft ist es immer noch ein Novum, dass eine Frau eine Männerdomäne erobert. Ich habe ihn ermuntert, das zu schreiben. Wir sind dann ab der vierten Drehbuchversion, die wir für vorzeigbar hielten, auf Partnersuche gegangen. Insgesamt hat das drei Jahre gedauert."

Hatten Sie Bedenken, Ihren ersten Kinofilm im Ausland und noch dazu in englischer Sprache und mit Kindern zu drehen?
"Keine Bedenken, sondern den Wunsch! Man könnte daraus ein Politikum machen, denn es wird immer beklagt, Talente im Filmbereich hätten die Tendenz abzuwandern, nachdem sie erfolgreiche Produktionen gemacht haben. Ich bin, glaube ich, der erste, der nicht einmal in Deutschland anfängt. Das hatte einen ganz klaren Grund: Wir wollten von Anfang an eine Geschichte erzählen, die man auf der ganzen Welt verstehen kann, auch in sprachlicher Hinsicht, und die einen universellen internationalen Charakter hat. Das war unser Anliegen. Der Autor kommt ohnehin aus Irland und auch in unserer Firma sprechen wir fast nur englisch."

Das hat doch sicher auch mit den besseren Marktchancen für englischsprachige Filme zu tun?
"Wie gesagt, ein englischer Film kann überall gesehen und verstanden werden. Auch auf den Festivals, wo der Film zurzeit läuft, gibt es keine Probleme. Schon schwieriger ist es, einen deutschsprachigen Film überhaupt aus dem Land herauszubekommen. Man sieht das auch an den skandinavischen Filmen, dort werden zwar ganz viele Kinderfilme gedreht, aber man bekommt das oft gar nicht richtig mit."

Nach den Erfahrungen mit diesem Film: Würden Sie wieder in Irland drehen?
"Ja, denn als Regisseur hat man ein recht praktisches Verhältnis zum Filmen. Man arbeitet dort, wo man seine Filme machen kann. In Irland hatte ich ein professionelles Team."

Wie haben Sie die Hauptdarstellerin gefunden?

"Es gab von der Casting-Agentur eine Vorauswahl aus etwa 300 bis 400 Mädchen. Ich bin erst dazugekommen, als wir eine Endauswahl von circa 30 Personen hatten. Zum Schluss waren es nur noch vier. Ich habe mir sehr viel Zeit gelassen und etliche Kandidaten ein zweites Mal eingeladen. Letztlich war die Entscheidung gefühlsmäßig schon länger klar, denn obwohl Niamh noch nie vor der Kamera gestanden hat, strahlte sie eine große Natürlichkeit aus."

Eigentlich erzählt der Film mindestens zwei Geschichten, die von Mary und die ihrer Mutter. War diese Parallelgeschichte von Anfang an geplant?
"Ja, beide Figuren gehören unbedingt zusammen. Die Mutter fasst ja erst den Mut, diesen schwierigen Schritt aus ihrem Dilemma heraus zu tun, nachdem sie gemerkt hat, dass ihre Tochter ganz zielstrebig ihr Ziel verfolgt, nicht aufgibt und sich nicht aus dem Gleichgewicht bringen lässt. Das inspiriert sie, letzen Endes lernen Mutter und Tochter voneinander. Die Mutterfigur ist natürlich sehr kontrovers angelegt. Sie ist das Salz in der dramaturgischen Filmsuppe, denn sonst wäre das erstens nicht mehr zeitgemäß und zweitens hätte es mich nicht so herausgefordert. Denn ich fand es besonders spannend, die Mutter so zu inszenieren, dass man sie versteht und mag und dass man auch sieht, wie schwer es ihr fällt, die Familie zu verlassen. Dieses Element war also von Anfang an drin und sollte auch drin bleiben. Natürlich gab es Leute – mit denen wir dann nicht zusammengearbeitet haben – die meinten, die Mutter müsse zurück in die Familie, das ginge so doch nicht. Wir haben es so gemacht und es ging."

Trotzdem noch konkreter: Warum haben Sie auf ein Happy End verzichtet?
"Man hört und liest viel darüber, dass Eltern nur wegen der Kinder zusammenbleiben, wenn Leidenschaft und Liebe längst vorbei sind. Ich finde diese Verhaltensweise nachvollziehbar und auch nicht zu kritisieren. In unserer Zeit ist sie aber nicht mehr so häufig anzutreffen wie eine Generation früher. Heute neigen die Leute eher dazu, die Reißleine zu ziehen, wenn sie merken, das ist nur noch ein Aushalten und kein Leben mehr. Wir wollten diesen Aspekt, den wir in unseren Bekanntenkreisen und in der Gesellschaft insgesamt wahrnehmen, auch drin haben, denn das ist eine Realität, mit der viele Kinder heute zu tun haben. Fast jede zweite Ehe wird geschieden und viele Kinder leben inzwischen in Patchworkfamilien, so ist die Realität."

Das Thema Mobbing spielt in Marys Klasse eine ziemlich große Rolle. Ist das realistisch für die Schulsituation in Nordirland?
"Wir wollten zeigen, dass sich eine Außenseiterin durch ihre Fähigkeiten Respekt verschafft. Der Autor hat mir erzählt, dass das in seiner Kindheit Ende der 80er-Jahre genauso gewesen ist. Bei den landnahen kleineren Städten hat nur die nächstgrößere Stadt eine Schule. Dort mischen sich dann die Stadtkinder und die Landkinder und es kommt zu Reibereien zwischen diesen beiden Gruppen. Ob das heute immer noch in diesem Ausmaß geschieht, kann ich selber gar nicht so genau sagen, obwohl wir Recherchen gemacht haben. Beim Mobbing wird nicht alles bekannt, was geschieht. Ich habe mich hier auf den Autor verlassen, der den Gegensatz zwischen Stadtkindern und Landkindern stark herausgearbeitet wissen wollte. Man kann das auch ganz unterschiedlich sehen und sagen, ach Gott wie schrecklich. Die Art und Weise wie Mary und Tom damit umgehen, hat zwar etwas Resignatives, zugleich ist es eine spielerische Art des Umgangs damit. Sie schließen Wetten ab, wie sie den Spießrutenlauf bestehen werden, und finden einen Weg, damit klar zu kommen. Ich habe trotz alledem nicht das Gefühl, das sei eine Schule, in die sie sich kaum trauen, hineinzugehen. Sie nehmen den Kampf auf, nehmen ihn manchmal auch hin, aber sie geben ihn auf keinen Fall auf."

Sind heutige Kinderfilme also meistens zu harmlos und gehen an der sozialen Realität von Kindern vorbei?
"Ich bin der Meinung, wenn man Kinder ernst nehmen will – und das muss man, wenn man Filme für Kinder drehen will – heißt das nicht notwendigerweise, dass daraus ein ernster Film wird. Wenn Kinder ins Kino gehen, sagen sie immer dasselbe: Der Film muss lustig und spannend sein. Das hört sich wie ein nivellierendes Unterhaltungsdiktat an, ist es aber nicht. Wenn man diese Erwartungshaltung berücksichtigt, kann man alle möglichen Themen im Film aufgreifen, Themen, die die Kinder in ihrem Alltag beschäftigen. Aber man kann auch einen anderen Ansatz fahren und sagen, das wollen sie vielleicht nicht auch noch im Kino sehen. Ich finde beide Ansätze legitim. Heutige Kinderfilme in Deutschland weisen manchmal die Tendenz auf, dass sie ein bisschen zu harmlos sind. Einen frechen Kinderfilm zu machen, in dem auch einmal unkorrekte Dinge passieren, mit Charakteren wie im wirklichen Leben, die nicht immer nur gut oder nur schlecht sind, das ist eine Sache, die ich tatsächlich ein bisschen vermisse. Ich sehe mich allerdings auch nicht im Sozialproblemfilm, sondern möchte Geschichten erzählen für Menschen, die sich freuen, eine solche Geschichte zu hören, die durch eine schöne Geschichte – so meine naive Vorstellung – vielleicht auch zu besseren Menschen werden. Sie haben zumindest eine Alternative bekommen, wie man sich verhalten kann, wie man leben, seine Probleme meistern und Haltung einnehmen kann. Das ist eine schwierige Kiste, denn in Deutschland sind vor allem Adaptionen erfolgreich. Bei Finanzierungsgesprächen ist immer wieder als Vorwurf oder als Erfordernis zu hören, es müsse eine Buchadaption sein. Das ist aber nur in Deutschland so. In Skandinavien oder in Dänemark gibt es hin und wieder eine Buchadaption, aber meistens sind das Originalstoffe. Es ist immer auch die Haltung, die man dazu einnimmt. Es gibt harmlose Filme und Filme eher für Erwachsene, es fehlt aber an Filmen, die ein bisschen unkorrekt, auch politisch unkorrekt sind. Es fehlt auch ein bisschen an Filmen, die einfach nur Spaß machen, die Kindern zwei Stunden richtig Freude bereiten. Allerdings ist es so schlimm auch wieder nicht. Wir können froh sein, dass wir in Deutschland im Jahr zwei bis vier Kinderfilme oder noch mehr haben, die von der Qualität her vergleichsweise alle gut sind, das ist auch eine Geschmacksfrage."

Was wünschen Sie sich denn für die Zukunft des Kinderfilms?
"Ich würde mir wünschen, dass angesichts des derzeitigen Booms an Kinderfilmen – sie zählen zu den erfolgreichsten Filmen, die derzeit in Deutschland hergestellt werden – ein paar Leute von der Filmförderungsanstalt den Mut aufbringen, diese Richtung weiter zu fördern und höhere Budgets einzuräumen. Ein Kinderfilm dauert immer länger, denn Kinder dürfen arbeitszeitmäßig nur begrenzt eingesetzt werden. Ich wünsche mir auch frechere Stoffe und mehr internationale Koproduktionen. Ich vermisse auch die Fortsetzung der Tradition des DEFA-Kinderfilms. In der damaligen DDR wurden jedes Jahr ein halbes Dutzend Kinderfilme hergestellt, Filme, die man heute noch gut anschauen kann. Da ist ein bisschen an Tradition und Wissen verloren gegangen, das ist schade."

Wird auch Ihr nächster Film ein Kinder- oder Jugendfilm sein?
"Ich hoffe das. Ich habe inzwischen eine Kinderbuchreihe geschrieben, 'Die Geisterreiter', eine Mischung aus Bullerbü und Indiana Jones, die wohl 2010 herauskommt. Das macht mir wahnsinnig viel Spaß und es erinnert mich auch an meine eigene Kindheit. Das gibt es auch nicht so oft, denn viele Kollegen machen Kinderfilme nur dann, wenn sich nichts anderes bietet. Ich hoffe, dass das nächste Projekt auch wieder ein Kinderfilm wird, vielleicht auch einer, der noch ein bisschen schneller ist, noch mehr Abenteuer und Action hat, darauf hätte ich Lust."

Mit André F. Nebe sprach Holger Twele

 

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Liste - Interview

 

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"Es war eine schöne Atmosphäre von Geduld, auch Diskussion miteinander" | Ganz, Bruno - "Kinder haben noch immer Hunger auf Märchen"| Gaviria, Carlos - "Ich wollte ein Porträt von Kolumbien drehen"| Geissendörfer, Hans W. - "Das Kino ist eine phantastische Faszination"| Genschow, Rita-Maria und Gabriel - "Positive Kraft der Märchen" | Genz, Henrik Ruben - "Wir alle haben Erfahrungen mit Einsamkeit, Angst, Trauer und Sehnsucht nach Liebe und Freundschaft"| Genz, Sabine - Medienkonsum braucht Kompetenz – Filmbildung durch die SchulKinoWochen| Georgsson, Henrik - "Das ist meine Vorstellung vom Filmemachen: dass wir zusammen etwas Besseres hervorbringen als ich es allein könnte"| Ghobadi, Bahman - "Solange Öl und Geld bei uns fließen, wird es immer Krieg geben"| Ghobadi, Bahman - "Wie ein Schrei"| Gilmour, Benjamin - "Zur Hölle mit Osama!"| Girerd, Jacques-Remy - "Ich möchte Filme machen, die den Kindern helfen, erwachsen zu werden"| Göhlen, Josef - "Wenn man Fernsehen für Kinder macht, muss man sich keine kurze Hose anziehen"| Götz, Maya - 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Das ist das Faszinierende an unserer Arbeit."| Kishore Bir, Apurva - "Ich habe mit meinem Film auch über einen Teil meines Lebens reflektiert"| Klein, Gerhard - "Wir werden anfangen, selbst Kinderfilme zu produzieren"| Klinajew, Jegor und Semjon Treskunow - "Ganz gewöhnliche Jungen"| König, Inge - Kinderfilm GbmH – eine neue Produktionsfirma in Erfurt| König, Ingelore - Kinderfilm GmbH stellt den ersten "besonderen Kinderfilm" her| Koepp, volker - "Wir mussten uns mit der Kamera niemals verstecken"| Kohlert, Morton - "Wir hatten das Gefühl, etwas erschaffen zu haben, das alle berührte "| Konuma, Masaru - "Vom Abenteuer, erwachsen zu werden"| Koole, Boudewijn - "Ich konnte und kann das immer noch nicht glauben"| Koolhoven, Martin und Marco van Geffen - "Jeder muss seinen eigenen Weg finden."| Kopf, Christine - Frankfurter "MiniFilmclub" nimmt Formen an| Koval, Ota - "Das Blaue vom Himmel"| Kozik, Christa - "Kinder brauchen leise humanistische und poetische Botschaften"| Krää , Gernot - 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Hals über Kopf| Losansky, Rolf - "Ich bin und bleibe Kintopp-Mann!" | Losansky, Rolf - "Ich erzähle mit einem Augenblinzeln"| Losansky, Rolf - Ein leiser Film zwischen Phantasie und Wirklichkeit| Lotz, Karl Heinz - "Hätte ich gewusst, dass es so einen Rummel zu Mozart gibt, hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht"| Lotz, Karl Heinz - "Wenn ein Projekt genehmigt war, hatte man große finanzielle Freiheiten" | Lowenthal, Mark - "Ich habe einfach nach einem wahrhaftigen Ende gesucht"| Lu, Zhang - Man kann den ganzen Film auch als Traum von Chang-ho sehen| Lucchesi, Matías - Man muss es versuchen und dann auch tun| Lucchini, Domenico - "Die Zukunft des Festivals sieht gut aus"| Luruli, Ntshavheni Wa - "Es liegt in unseren Händen"| Maar, Paul - "Ich gehe ziemlich liebevoll mit meinen Figuren um"| MacLean, Andrew Okpeaha - "Wir können unsere eigenen Geschichten erzählen und der ganzen Welt zeigen, wie wir sind."| Makhmalbaf, Hana - "Ich musste mir jeden Tag etwas Neues einfallen lassen."| Malas, Mohamed - "Das Gedächtnis ist das Ausgangsmaterial für meine Arbeit"| Malberti, Juan Carlos Cremata - "Ich kann keine Lösung eines Problems anbieten, das nicht zu lösen ist"| Mandoki, Luis - "Ich hoffe, dass die Regierungen an uns Kinder denken, bevor sie ihre Entscheidungen treffen"| Marshall, Klaus & Jürgen - "Wir sind der Meinung, dass wir einen schönen, vorzeigbaren Familienfilm gemacht haben"| Masannek, Joachim - "Alles ist gut, solange du wild bist!"| McCanlies, Timothy - Wie ein junger Tarzan| McKenzie, Catriona - "Die Frage nach unseren Wurzeln wird immer wichtiger"| Mehmert, Gil - "Wir haben unter den gegebenen Möglichkeiten das Optimale herausgequetscht"| Meier, Ursula - Alle meine Filme spielen an solchen "nowhere places"| Meinke, Christian - "Ideal sind die Filme, die gut gemacht sind und die das Publikum berühren."| Meyer, Günter - "Der Zuschauer muss wirklich um seine Helden bangen"| Meyer, Günter - Filmmusik als emotionaler Kommentar | Meyer, Günther - "Krimi ist meine Leidenschaft"| Meyer, Werner - "Als Regisseur ist man immer ein Grenzgänger"| Meyers, Randall - "Dann bringen wir eben das Orchester ins Kino"| Miler, Zdenek - "Idee, Zeichnungen, Drehbuch, Regie – das mache ich alles selbst"| MIller, David Lee - "Diese wunderbare 'Suicide'-Familie"| Mordaunt, Kim - "Wir waren fasziniert von der Lebensfreude und Energie"| Morelli, Paulo - "Die Situation in den Favelas ist nach wie vor hoffnungslos"| Moretti, Nanni - "Ich finde private Geschichten einfach spannender zu erzählen"| Morrison, Paul - "Am meisten fühle ich mich von ganz normalen Menschen überall auf der Welt inspiriert"| Müntefering, Gert K. - "Kinderfernsehen braucht eine provokante Seite, um wahrgenommen zu werden" | Müntefering, Gert K. - "Wir haben so etwas wie eine neue Sachlichkeit für Kinder eingeführt"| Mune, Ian - "Das Thema ist die Konfrontation mit dem Tod"| Muntean, Lucian und Natasa - "Wir kamen als Touristen und gingen als Filmemacher"| Munzi, Francesco - "Es gibt leider nicht viele Saimirs"| Muyl, Philippe - Eine Mischung aus Humor, Zärtlichkeit und Ironie| Näter, Thorsten - "Man muss sich seine Menschlichkeit bewahren"| Narymbetov, Satybaldy - "Mich interessieren die Nuancen, die Schattierungen in den Beziehungen der Menschen"| Nattiv, Guy - "Kindheit ist sehr intensiv. Auch was die Schmerzen betrifft"| Nebe, André F. - "Wir haben es so gemacht und es ging"| Nesslauer, Nessie - "Es ist der Magic Moment, der entscheidet ..."| Neumann, Bernd - "Jugendschutz grenzüberschreitend verbessern"| Niehage, Dagmar - "Pommes Essen" – Eine starke David gegen Goliath-Geschichte| Nielsen, Jesper W. - "Kindheit ist wie eine große Landschaft"| Noczynski, Fred - Schwer, aber nicht hoffnungslos| Næss, Petter - "Damit kann sich jedes Kind identifizieren"| O'Byrne, Joe - "Ich wollte verschiedene Aspekte des Lebens in so einer Art Armenviertel zeigen"| Ocelot, Michel - "Ich war ganz klein und nackt wie Kiriku, aber ich habe es geschafft"| Ocelot, Michel - "Lotte Reiniger hatte diese tolle Idee mit den Silhouetten und ich bin ihr Erbe"| Olofson, Christina - "Es geht um Probleme in einer Mädchengruppe, aber es wird insgesamt ein Lebensgefühl vermittelt, das Jungen genauso interessiert"| Oplev, Niels Arden - "Extremisten sind niemals harmlos!"| Oplev. Niels Arden - "Es ist der persönlichste Film, den ich bisher geschrieben und gedreht habe"| Osawa. Yutaka - Osawas Film gegen das Vergessen| Ovashvili, George - "Ich habe diesen Film meiner unglücklichen Heimat gewidmet." | Overweg, Calle - "Den sozialen Betroffenheitsfilm kann man Kindern nicht anbieten"| Overweg, Calle und Volker Ullrich - Unterhalten mit Welthaltigkeit| Oz, Frank - "Die Muppets erobern Manhattan"| Palombo, Joel - "Ich möchte ein Kino, das zum Fragen herausfordert"| Paulus, Wolfram - Distanz und Achtung – das ist das Rezept| Payer, Peter - "Ich fand die Geschichte von drei Generationen, die in einem Haus leben, sehr reizvoll"| Peck, Raoul - "Die Männer gehen, die Kinder bleiben"| Peters, Maria - "Diese Geschichte hat viel mit meinen eigenen Erfahrungen als Kind zu tun"| Peters, Maria - "Für mich ist wichtig, dass Kinder mit Respekt betrachtet werden"| Pieck, Kai S. - "Mir fehlt nicht nur in vielen Kinder- und Jugendfilmen, sondern überhaupt in deutschen Filmen der Raum für die Phantasie"| Pieters, Guido - "Ein Film ohne Publikum ist kein Film"| Pimenta, Pedro - "Heute braucht man fünfmal so viele Nüsse"| Plattner, Enrico - "Ich lebe sehr gern in der Welt der Kinder"| Pöldma, Janno und Heiki Ernits - "Wir wollten einfach nur einen guten Film machen, der Kindern gefällt"| Preuschhof, Sabine - "Wir wollen das Kulturgut Märchen lebendig halten"| Preußler, Otfried - "Ich betrachte das Schreiben von Geschichten für Kinder nicht als literarische Tätigkeit zweiten oder fünften Ranges"| Prijomichov, Valerij - Die ganze Geschichte aus dem Leben gegriffen| Proskar, Danielle - "Mit Kindern zu drehen ist sehr bereichernd – ein ständiger Sonnenschein am Set"| Radke, Hans-Dieter - Die Welt des Märchens – neuer Programmschwerpunkt des Zweiten Deutschen Fernsehens| Rambeck, Johann - Aus einer anfänglich noch kleinen Idee wurde eine richtig große Bewegung ...| Ramezani, Gholamreza - "Man darf nie aufgeben!"| Ranisch, Axel - "Ich wollte mal etwas für Kinder machen, weil ich von Kindern umgeben bin"| Ray, Satyajit - "Das Königreich der Diamanten"| Reding, Benjamin - Gefühl der Machtlosigkeit| Redpath, Maryanne und Florian Weghorn - Alles auf Augenhöhe| Reich, Uschi - "Ich denke, dass die Intelligenz des Publikums wächst"| Reich, Uschi - "Welcher Name garantiert heute schon Erfolg?"| Ried, Elke - "Das tapfere Schneiderlein" kehrt zurück| Ried, Elke - "Die Grundstimmung ist lebensbejahend"| Ried, Elke - "Es hat sich auch vieles zum Positiven verändert"| Ried, Elke - Nestwärme für den Spatzen in einer kargen Zeit| Riedlsperger, Erhard - "Mit dem Mädchen mitfühlen" | Rieman, Ziska und Luci van Org - "Wir wären ein schönes Duo Infernale gewesen"| Rosenbaum, Marianne - "Ich dachte, es wäre ganz leicht, dieses Buch zu verfilmen"| Rosenbaum, Marianne - "Lilien in der Bank"| Rosenbaum, Marianne - "Peppermint Frieden"| Rosenbaum, Uwe - "Es geht darum, Mittel und Ideen zu konzentrieren"| Rosenbaum, Uwe - "Leider stecken die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Geld ins Serielle"| Rosenbaum, Uwe - Mit wenigen Mitteln viel erreicht| Rosenmüller, Marcus H. - "Ich habe den Film nicht nur für Bayern gemacht!"| Roslaniec, Kasia - "Menschen sind offensichtlich austauschbar"| Rosslenbroich, Gabriele - "Wir sind überzeugt, dass man Kindern das Medium Film im Kino näher bringen muss"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben über die Jahre eine eigene Welt aufgebaut"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir haben einen hohen Anspruch"| Rothkirch, Thilo Graf - "Wir können stringenter produzieren, wenn alles in einer Hand bleibt"| Rottländer, Yella - "Wim Wenders ist begnadet im Umgang mit Kindern beim Drehen" | Ruzowitzky, Stefan - "Tempo steht für Rave-Kultur"| Sahling, Bernd - "Sie hat die Gabe, Brücken zu schlagen ..."| Sahling, Bernd - "Wie viel Ratlosigkeit können wir Kindern in einem Film zumuten?"| Sahling, Bernd - Mut zur Stille und zur Langsamkeit| Salvatores, Gabriele - "Keine Angst zu haben bedeutet für mich Freiheit"| Saparov, Usman - "Ich möchte die Kinder sensibilisieren dafür, dass es menschliche Güte gibt und dass daneben aber auch eine teuflische Politik existiert"| Saparow: Usman - Den Kindern eine andere Beziehung zur Natur plausibel machen| Schäfer, Horst - "Eine Menge Wünsche von draußen und viele Ideen aus eigenem Hause" | Schäfer, Horst - "Um die Zukunft des Kinderkinos ist mir nicht bange"| Schäfer, Horst - "Wir müssen uns an die vorgegebene Zielgruppe halten"| Schäfer, Horst - 25 Jahre KJF| Schardt, Andreas - "Für viele ist die Förderung durch das Kuratorium so etwas wie ein Gütesiegel"| Schatalowa, Elena - "Die Grundidee war, einen schönen realen Märchenfilm zu drehen"| Schesch, Stephan - "Die Schublade Trickfilm gleich Kinderfilm ist sehr deutsch"| Schindler, Christina - "Das übergeordnete Thema in meinen Filmen ist immer das Verhältnis von Fiktion und Realität"| Schindler, Christina - "Ich habe gespürt, das ist mein Medium"| Schindler, Christina - "Sich fügen, dagegen muss ich einfach rebellieren!"| Schindler, Rosi - "Ich habe alles gut verkraftet"| Schleinstein, Frank - "Eigentlich bist du verrückt, einen Film zu drehen, der völlig gegen den Strich geht"| Schmid , Alice - "Keine Erklärungen, kein Kommentar"| Schmid, Hans-Christian - Eine Hauptfigur, die leidenschaftlich ein bestimmtes Ziel verfolgt| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - "Uns geht es um inhaltliche Fragen, nicht um oberflächlichen Erfolg"| Schmid, Johannes und Philipp Budweg - Vom klanglich attraktiven Titel "Wintervater" zur heller anmutenden "Wintertochter"| Schmidt, Gerhard - "Keine Angst vor den Amerikanern"| Schmidt, Manfred - "Wenn es ein gesellschaftlicher Wunsch ist, dass Kinder sich mit Filmen auseinander setzen, dann müssen wir dafür auch etwas tun"| Schmidt, Renate - Das Fernsehen darf nicht der beste Freund der Kinder werden| Schmitt, Eric-Emmanuel - "In unseren Städten versteckt man den Tod"| Schmitz, Oliver - "Das Land hat mich geprägt| Schneider, Wolfgang - Kulturelle Bildung ist nicht Event-Kultur| Schoemann, Michael - "Hot Dogs – Wau, wir sind reich"| Schreitmüller, Andreas - Gespräch mit Andreas Schreitmüller| Schröder, Claudia - "Ich möchte vor allem keine pädagogischen Filme machen" | Schuchardt, Friedemann - "Alleingänge haben keine Überlebenschance"| Schuchardt, Friedemann - "Ich war eigentlich immer Pionier"| Schuhler, Juliane - "Marcel ist antiautoritär aus sich heraus"| Schwochow, Christian und Matthias Adler - "Man wacht morgens auf und dann ist eine Figur da – und die hieß ganz schnell Marta"| Senft, Haro - "Jakob hinter der blauen Tür"| Seth, Gaurav - "In dem Film stecken eine Menge eigener Gefühle"| Shaul, Dror - "Sweet Mud ist der bessere Titel"| Shortland, Cate - "Die Kinder von Mördern sind keine Mörder"| Siddiquie, Sabu - "Wir stehen noch ganz am Anfang"| Sieben, Thomas - "Der Film ist ein Experiment"| Siegert, Hubertus - ... von der Stimmung des Films und ihrer eigenen Ausstrahlung als Klasse sehr beeindruckt| Silber, Rolf - Kinderfilme: Mit Emotionen gegen Vorurteile | Simon, Rainer - "Sich an den bestehenden Verhältnissen reiben"| Simon, Rainer - Mut zum Risiko, Rat vom Schamanen, Verabredung zum Spiel| Skarsgård, Stellan - Gespräch mit Stellan Skarsgård| Solito, Auraeus und Raymond Lee - "Ja, wir sind arm, aber nicht im Geist!"| Solrun, Maria - "Wenn es um Liebe und Freundschaften geht, spielt die Herkunft keine Rolle"| Sommer, Gudrun - "Der DEFA-Kinderdokumentarfilm hat seine Spuren hinterlassen"| Sommer, Gudrun und Katya Mader - "Junge Menschen sind neugierig gegenüber Filmen über ihre Lebenswirklichkeit"| Sommer, Gudrun und Petra Schmitz - "Wir wollen möglichst viele Kinder erreichen"| Sonnenschein, Sabine und Joachim Steinigeweg - "Unser Anspruch war immer, nicht nur das zu zeigen, was sowieso schon in den Kinos zu sehen ist"| Spyrou, Dimitris - Die Liebe des ganzen Teams gehörte diesem Film| Stacke, Manuela und Katrin Milhahn - "Es gibt nicht viele Filme, die Kinder noch interessieren und trotzdem auch schön sind für Erwachsene" | Standaert, Dominique - "Keine Lanze für den Terrorismus"| Stark, Ulf - "Bei einem guten Kinderfilm sollte man alle Fäden wieder zusammenbringen"| Starost, Antje und Hans Helmut Grotjahn - "Die Entdeckung des Gesprächs"| Starost, Antje und Hans-Helmut Grotjahn - "Es ist wie ein Zeitsprung"| Steyer, Christian - Es gibt nichts Berührenderes als Einfachheit| Strand, Rose-Marie - "Produzenten und Regisseure sollten mehr wagen"| Strigel, Claus - "Kinder müssen lernen dürfen"| Strigel, Claus - echt tu matsch| Strigel, Claus - Unterhaltung mit Qualität| Sugmakanan, Songyos - "Ich bin ein Fan von Horror-Filmen"| Svarcova, Iva - "Mich interessieren einfache Menschen, die sehr viel bewegen können"| Svardal, Renate - CIFEJ öffnet sich für neue Mitglieder| Sycholt, Stefanie - "Eigentlich wollte ich Schauspielerin werden"| Tabak, Hüseyin - "Man muss eine menschliche Lösung finden"| Tafel, Sybille - "Kindern traue ich von ihrer Phantasie her mehr zu als Erwachsenen"| Taihyung, Lim - Während der Dreharbeiten dachte ich viel über Glauben und Religion nach| Talebi, Mohammad Ali - "In meinem Land fühle ich mich oft sehr einsam"| Talebi, Mohammad-Ali - "Ich will das Echte aus jedem herausholen"| Tasdiken, Atalay - "Alles, was in dem kleinen Dorf in Anatolien passiert, wird durch die Tradition, die Hierarchie und nicht durch das Gesetz bestimmt"| Terc, Milon - "Der Kinderfilm war immer ein wichtiger Bestandteil unserer Produktionsarbeit"| Theede, Christian - "Wir setzen nicht auf den Lügner und Aufschneider, sondern auf die Schlauheit des kleinen Mannes"| Tirard, Laurent - "Das Parfüm der Kindheit"| Tolentino, Rommel - Du musst zu dem stehen, was du bist, und was draus machen – so wie Nono| Tuomainen, Hannu - "Es gibt immer Hoffnung"| Ungureit, Dagmar - "Mit offenem Blick den Märchen neu annähern"| Unterberg, Hannelore - "Ich möchte die Kinder immer etwas ermuntern"| Uranchimeg, Nansalmaagyn - "Jeder Film hat sein eigenes Schicksal"| Urchs, Wolfgang - "Der Zeichenfilm ist ein modernes Medium"| Urchs, Wolfgang - "Wir haben versucht, eine Phantasie-Welt zu schaffen, die die Phantasie anregt, Spannung vermittelt und so richtig Spaß macht" | van der Meulen, Karst - "Machen nur Idealisten Kinderfilme?"| van Kilsdonk, Nicole - "Ganz dicht an die Hauptfigur heran"| van Rijckeghem, Jean-Claude - "So visuell wie möglich"| Vávrová, Dana - Kinder sind die wahren Helden| Vergés, Rosa - Man kann sein ganzes Leben lang Kind sein ...| Verhoeven, Michael - „Die Serie wäre so nicht gemacht worden, wenn in den Redaktionen so gedacht worden wäre wie in der Gesellschaft“| Vilsmaier, Joseph - Die Entscheidung für den Filmschluss fiel in den Previews – nicht am Schneidetisch| Vollmar, Neele Leana - "Ich wusste, dass ich diese Geschichte mit vollem Herzblut erzählen muss"| von Traben, Tina - Schade, dass nicht mehr Originaldrehbücher im Kinder- und Jugendbereich verfilmt werden| Vorlícek, Václav - "Ich wollte sie befreien und in das normale Leben führen"| Walther, Connie - "Leitfiguren braucht man immer"| Wedel, Karsten - "Wir müssen Menschenfilme machen"| Wedel, Karsten - Eine neue Erfahrung| Wendel, Linda - Gespräch mit Linda Wendel, | Wessel, Kai - "Dieses Sommer-Sonne-Wind-Urlaub-Gefühl überspringen lassen"| Wessel, Kai - "Es war eine große Freude zu beobachten, welche Kraft in den kleinen Menschen steckt"| Westmeier, Inigo - "Man sieht quasi nur rote Punkte!"| Wheeler, Anne - "Ich denke, die Leute sind es langsam leid, immer Filme wie 'Rambo' zu sehen"| Wiedemann, Dieter - Studiengang für Kinderfilm und Kinderfernsehen an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg geplant| Wiehle-Timm, Heike - "Größere Toleranz wäre schön"| Wielopolska, Brita - Eine Lovestory für Kinder| Wigand, Tomy - "Emotion ist mir total wichtig"| Wild, Anne - Den Kindern ihr Märchen geben| Wolf, Klaus Peter - "In dieser irren Wut auf die Erwachsenenwelt und in der Auflehnung gegen sie, darin trägt Sven ganz viele Züge von mir."| Wolpert, Bernd - "Kinder und Jugendliche sind unser wichtigste Zielgruppe"| Wullenweber, Hans Fabian - "Als ob das Glück an dieser Idee klebte"| Zaritzki, Igor - "Es ging mir einfach um eine emotionale Geschichte"| Zeitlin, Benh - "Poesie und Lyrik einer außergewöhnlichen Kindheit"| Zeuschner, Miko - "Ohne die Filmförderung Hamburg wäre das Projekt nicht zustande gekommen"| Zheng, Dong-Tian - "Zurzeit thematisieren viele Kinderfilme das Verhältnis der Generationen"| Ziegenbalg, Oliver - Ich möchte, dass die Menschen so miteinander umgehen wie in meinen Filmen| Zvirbulis, Armands - "Der Produzent hat mir vertraut"| Zylla. Renate - 19 Jahre KinderFilmFest Berlin|


KJK-Ausgabe 120/2009

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